5 Fakten zum Brikett – Was Sie unbedingt wissen sollten

Kamin- oder Kachelöfen schienen lange Zeit aus den Wohnungen und Häusern verschwunden zu sein. Doch mittlerweile gibt es moderne Modelle dieser kleinen Feuerstätten mit ansprechendem Design. Sie ermöglichen nicht nur eine angenehme Wärme in den Räumen. Modelle mit einem Sichtfenster sind ebenso eine dezente wie warme Lichtquelle. Darüber hinaus bieten sie eine alternative Nutzungsmöglichkeit für die erneuerbare Energiequelle Holz. Ebenso gibt es Ofen-Modelle, die mit Briketts befeuert werden. Doch was ist darunter überhaupt zu verstehen? Was zeichnet ein sogenanntes Brikett aus? Wie wird es hergestellt? Und kommt der Begriff überhaupt her. Erfahren Sie im folgenden Artikel fünf Fakten zum Thema Brikett. 

Fakt 1: Was ist ein Brikett?

Grundsätzlich ist das Brikett ein Oberbegriff für ein Brennmaterial, welches in eine bestimmte Form gepresst wurde. Die Ausgangsmaterialien sind dabei verschieden und vielfältig. Experten sprechen bei der Herstellung von der sogenannten Brikettierung. Wobei das Material in der Regel zerkleinert in eine Presse gelangt, um dort in die entsprechende Form gebracht zu werden. Dabei ist es möglich, auch feinstes Material wie Kohlenstaub zu einem Brikett zu verdichten. Werden die Materialien in kleinere Formen gepresst, ist von den sogenannten Holzpellets die Rede. 

Das Bild symbolisiert die Top-5-Liste zum Brikett für den Monat Januar 2018.

Fakt 2: Wo liegt der Ursprung des Briketts?

Zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Bedarf an Energie und damit nach Brennstoffen enorm gewachsen. Dabei spielte vor allem die industrielle Revolution eine Hauptrolle sowie die wachsende Bevölkerung. Die ersten Briketts wurden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts aus Torf gefertigt und dienten zunächst vor allem als Brennstoff für die Lokomotive. Kurze Zeit später kam Kohle zum Einsatz. Die Verdichtung war nicht nur platzsparend, sondern erhöhte außerdem die Energieleistung. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Abfälle der Holzindustrie verwendet. Zunächst waren Sägespäne Teil der Kohlebriketts, bis reine Holzbriketts auf den Markt kamen. 

Fakt 3: Woher stammt der Begriff „Brikett“?

Das Wort kam angeblich über eine scherzhafte Bezeichnung für eine Mittagsbrotdose der saarländischen Bergleute im 19. Jahrhundert ins Deutsche. Der Ursprung findet sich im französischen Begriff für Ziegelstein brique. 

Fakt 4: Was zeichnet das Brikett aus?

Ein grundlegender Vorteil der Briketts besteht in ihrer Verdichtung. Denn dadurch brennen sie langsam und gleichmäßig. Daraus ergibt sich ein hoher Heizwert. Die Temperatur kann somit über einen längeren Zeitraum auf konstantem Level gehalten werden. Sie müssen zudem nicht ständig neues Brennmaterial nachlegen. Vor allem im früheren Küchenofen war diese Eigenschaft von Vorteil. Hinzukommt, dass der Wasseranteil im Holzbrikett durch das Pressen niedriger ist als beim normalen Brennholz in Form von Scheiten oder Sägespänen. Darüber hinaus gilt für bei Grundarten der Briketts (Holz und Kohle), dass sie sich leicht lagern lassen. 

Das Problem mit dem Kohlebrikett

Vor allem die gängigen Braunkohlbriketts sind jedoch nicht ganz unproblematisch. Denn anders als Hart- und Weichholzbriketts bestehen sie aus einem nicht nachwachsenden, fossilen Rohstoff, der zudem bei der Verbrennung eine große Menge Kohlendioxid (CO2) freisetzt. Darüber hinaus stand der Abbau der Braunkohle immer wieder in der Kritik. Denn nicht selten stellt die Förderung einen massiven Eingriff in die Natur dar. Unvergessen bleiben in diesem Zusammenhang auch die Umsiedlungen ganzer Gemeinden.

Fakt 5: Brikett – Welche Arten gibt es?

Die Arten von Briketts richten sich vor allem nach dem verwendeten Ausgangsmaterial. Dabei muss es nicht immer ein Brennstoff sein, der zu einem Brikett verarbeitet wird. Denn auch Erze, Abfälle, Schrott oder gar Futtermittel gibt es in dieser gepressten Form. Gleiches gilt im Übrigen für die kleineren Pellets. Denn hier gibt es unter anderem die Zuckerrübenschnitzel-Pellets. Sie stammen aus der Zuckerherstellung und werden überwiegend an Kühe verfüttert. 

Holz- und Kohlebriketts

Doch um ein Brikett zum Heizen zu benutzen, sind eher Holz und Kohle von Bedeutung. Dabei wird der Begriff Brikett häufig als Synonym für die Braunkohleerzeugnisse genutzt. Sie können ohne Bindemittel unter hohem Druck in die typische Quaderform gepresst werden. Mittlerweile dient das Brikett aus Braunkohle vor allem der Stromerzeugung.

Daneben kommt auch Steinkohle als Ausgangsmaterial infrage. Jedoch muss hier ein Bindemittel eingesetzt werden, damit die kleinen Partikel des Kohlenstaubs zusammenhalten. Dabei handelt es sich um Steinkohlenteerpech. Steinkohlebriketts sind ein Abfallprodukt. Die ovalen Nuss- oder Eierbriketts sind nur für den Hausbrand bestimmt.

Holzbriketts treten auch in zweierlei Formen auf: die Hartholz- und die Weichholzbriketts. Um die erstgenannten zu entflammen, dauert es in der Regel länger als beim normalen Holz. Doch sie brennen gleichmäßig und mit ruhiger Flamme ab. Daraus resultiert eine lange Brenndauer. Weichholzbriketts hingegen entzünden sich schneller, brennen aber auch schneller ab. Ihre Flamme ist eher dynamisch. Beim Betreiben eines offenen Kamins müssen Sie bedenken, dass sich ein solches Brikett ausdehnt. Das heißt, legen Sie nicht zu viele Briketts auf einmal nach. 

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Auch wenn immer weniger Menschen das Brikett als einzige Energiequelle für den Haushalt nutzen, ist es für viele eine Ergänzung. Vor allem das Holzbrikett erlebt quasi eine kleine Renaissance im Zuge der wieder zunehmenden Beliebtheit von Kamin- und Kachelöfen. Und so passt auch in diesem Falle die Redewendung „Totgesagte leben länger“. 

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