Vergleich von Gasheizung und Elektroheizung

Ein Vergleich von Gasheizung und Elektroheizung lohnt sich aus verschiedenen Gründen: Allein die Brennstoffe unterscheiden sich stark voneinander. Während die eine Heizung mit Gas betrieben wird, funktioniert die andere mit Strom. Das ist nicht der einzige Unterschied. Welche dies sind, erfahren Sie in einem Heizungsvergleich von Gasheizung und Elektroheizung.

Vergleich von Gasheizung und Elektroheizung - die äußeren Rahmenbedingungen

Bei einem Vergleich von Gasheizung und Elektroheizung fallen die Unterschiede bezüglich der äußeren Rahmenbedingungen auf. Die Installation einer Gasheizung setzt ein Rohrleitungssystem zur Wärmeverteilung voraus. Darüber hinaus ist ausreichend Platz für den Gaskessel oder die Gastherme sowie ein Gasanschluss und ein Abgassystem erforderlich. All diese Komponenten sind bei einer Neuinstallation mit hohen Kosten verbunden. 

Der Vergleich von Gasheizung und Elektroheizung zeigt, dass die Elektroheizung insgesamt einen geringeren Platzbedarf hat. Eine separate Wärmeverteilung ist nicht erforderlich und auch ein Schornstein muss nicht vorhanden sein. 

Gasheizungen benötigen regelmäßige Wartung

Das technische Equipment ist bei einem Vergleich von Gasheizung und Elektroheizung bei der Gasheizung kostenintensiver. Zu den höheren Anschaffungskosten bei der Gasheizung kommen die Kosten für eine regelmäßige Wartung hinzu, während die Elektroheizung nahezu wartungsfrei ist. Bei einem Vergleich von Gasheizung und Elektroheizung fällt allerdings auch eine Gemeinsamkeit auf: Beide Heizsysteme verursachen weder Staub noch Schmutz.

Hand füllt eine Checkliste aus - Vergleich Gasheizung und Elektroheizung

Vergleich Gasheizung und Elektroheizung: Die verschiedenen Varianten

Die Elektroheizung wird als Direktheizung und als Speicherheizung angeboten. Die Direktheizung gibt Wärme unmittelbar ab, sodass sich ein Raum schnell erwärmt. Verfügbar sind die Systeme heute in unterschiedlichen Varianten. So zum Beispiel als Konvektorheizung oder als Infrarotheizung. Ebenso verschiedenartig sind die Designs, die nicht immer auf Anhieb erkennen lassen, dass es sich um eine Elektroheizung handelt. Anderes gilt für die Speicherheizung, die Wärme mit Nachtstrom erzeugt und erst am Folgetag an das Haus abgibt. Die Elektrospeicherheizung ist fest installiert und benötigt nur wenig Platz. 

Eine Gasheizung gibt es in den klassischen Varianten als bodenstehenden Kessel mit großem Wasserinhalt oder kompakte wandhängende Therme. Beide Geräte arbeiten heute meist mit Brennwerttechnik. Auf diese Weise können sie die Energie im Gas fast vollständig zum Heizen nutzbar machen. Ein Vorteil ist die Warmwasserbereitung, die die Anlagen im Durchlaufprinzip oder über einen Warmwasserspeicher realisieren können. Um das Haus mit Wärme versorgen zu können, sind jedoch auch zusätzliche Heizkörper oder Flächenheizsysteme in jedem Raum erforderlich. 

Vergleich bezüglich der Energiekosten

Eine Elektroheizung arbeitet mit Strom, der im Vergleich zu anderen Energiequellen sehr teuer ist. Der Preis für eine Kilowattstunde liegt heute bei etwa 28 Cent und soll Experten zur Folge auch weiterhin steigen. 

Erdgas ist im Gegensatz dazu deutlich günstiger. So zahlen Verbraucher für den gasförmigen Rohstoff heute etwa 6 Cent pro Kilowattstunde. Trotz der Verluste, die im Betrieb einer Gasheizung auftreten, fallen die Betriebskosten doch deutlich geringer aus, als bei einer Elektroheizung. 

Überraschend sind hingegen die Kohlendioxidwerte bei einem Vergleich von Gasheizung und Elektroheizung. Kaum zu glauben, aber eine Elektroheizung weist auch bezüglich des CO2-Ausstoßes viel höhere Werte. Diese liegen bei 500 Gramm pro Kilowattstunde (Strommix, Stand 2017), während der CO2-Ausstoß bei Erdgas 244 Gramm pro Kilowattstunde beträgt. Durch einen steigenden Anteil erneuerbarer Energien gehen aber auch die klimaschädlichen Emissionen der Stromerzeugung sukzessive zurück. 

Anbieterwechsel ist sowohl bei Gas als auch bei Strom möglich

Energiekosten lassen sich auch durch die Regulierbarkeit des Heizsystems sparen. Insbesondere die Speicherheizung weist eine schlechte Regulierbarkeit bezüglich der Heizintensität auf. Handelt es sich um eine Gasheizung mit Brennwerttechnik, wird nicht nur die durch den Verbrennungsprozess entstandene Wärme genutzt, sondern auch die Abgaswärme. Das steigert die Effizienz der Gasheizung und senkt die Kosten. 

Bei einer Elektroheizung können sich Verbraucher für einen Stromanbieter nach Wahl entscheiden, wobei die Angebotspalette vielfältig ist und von konventionellen Stromanbietern bis zum Ökostrom reicht. Das gilt mittlerweile auch für den Gasanbieter. Wer allerdings in einem Mehrfamilienhaus wohnt, kann den Gasanbieter nur dann wechseln, wenn er eine Gasetagenheizung nutzt.

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Der Vergleich Gasheizung vs. Elektroheizung bringt interessante Ergebnisse hervor. Es ist überraschend, doch es gibt auch einige Gemeinsamkeiten. Beide Heizsysteme verursachen keinen Schmutz und keinen Staub im Haus. Bei einem Vergleich beider Heizsysteme steht jedoch fest: Die Elektroheizung ist eine sehr wirtschaftliche Variante, wenn es um die Beheizung von Räumen geht, die zeitweilig und nicht dauerhaft genutzt werden. Anderes gilt für die Gasheizung, die trotz der höheren Anschaffungskosten energiesparend ist und für Immobilien unterschiedlicher Größe genutzt werden kann.
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