Vergleich: Ölheizung und Solarthermie

Wer eine neue Heizanlage für eine bestehende oder neue Immobilie plant, kann auf eine große Auswahl zurückgreifen. Vor allem der Heizungsvergleich Ölheizung gegen Solarthermie zeigt deutlich, wie unterschiedlich die verschiedenen Heizsysteme zu beurteilen sind. Jedes hat in seinem Einsatzgebiet eine deutliche Nutzungsberechtigung. Sinnvoll ist meist eine Kombination aus beiden. 

Die Ölheizung: Der Klassiker unter den Heizanlagen

Im Vergleich Solarthermie vs. Ölheizung müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Wichtig sind dabei die örtlichen Gegebenheiten, die Einflüsse auf die Umwelt und Kosten der verschiedenen Technologien. Die Ölheizung verbrennt überwiegend fossile Rohstoffe, um Wärme für Heizung und Warmwasser bereitzustellen. Während viele alte Anlagen dabei mehr Energie als nötig verbrauchen, holen moderne Systeme alles aus den eingesetzten Brennstoffen. Möglich ist das durch die Brennwerttechnik, die selbst aus den Abgasen Energie gewinnen kann. Eine Ölheizung besteht dabei aus einem Kessel, einem Heizöltank und Rohrleitungen sowie Armaturen zur Verteilung der Heizwärme. Abgesehen vom Öltank, der sich grundsätzlich innen und außen aufstellen lässt, ist die Technik platzsparend. Sie arbeitet automatisch und sorgt komfortabel für wohlig warme Räume. 

Kosten und Umwelteinflüsse der Ölheizung

Während die Kosten mit 6.000 bis 10.000 Euro vergleichsweise niedrig sind, belastet die Verbrennung von Heizöl die Umwelt mit Schadstoffen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die weltweiten Erdölvorräte begrenzt sind. Sie werden über kurz oder lang zur Neige gehen und vorher deutlich im Preis steigen. Aktuell schwanken die Ölpreise sehr stark. Sie hängen von der Weltpolitik ab und liegen mit 6,70 Cent pro Kilowattstunde über den Preisen für Gas (6,21 Cent pro Kilowattstunde) und Pellets (5,05 Cent pro Kilowattstunde). 

Vergleich von Ölheizung und Solarthermie: Einsatzgrenzen

Im Vergleich von Ölheizung und Solarthermie fällt auf, dass die Ölheizung grundsätzlich in jedem Haus zum Einsatz kommen kann, das ausreichend Platz für Tank und Technik bietet. Ausnahmen bestehen jedoch für spezielle Wasserschutzgebiete, in denen die Installation der Öltanks mit sehr hohen Auflagen verbunden ist. Mehr dazu im Beitrag Ölheizungen in Hochwassergebieten.

Zwei unterschiedlich bunte Schuhe symbolisieren den Vergleich Ölheizung / Solarthermie.
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Die Solarthermie: Die Kraft der Sonne nutzen

Im Gegensatz zu Ölheizungen arbeiten Solaranlagen nahezu vollkommen regenerativ. Denn sie bestehen aus Kollektoren, die das Licht der Sonne in wertvolle Heizwärme umwandeln. Diese lässt sich dann nutzen, um nur das Trinkwasser oder auch die Räume im Haus mit Wärme zu versorgen. Neben den Kollektoren besteht eine Solarthermieanlage auch aus einem Wärmespeicher und einer sogenannten Solarstation. Letztere enthält Regelung, Pumpen und Armaturen, um die Wärmeströme im Haus zu organisieren.  

Kosten und Umwelteinflüsse der Solarthermie 

Im Vergleich von Ölheizung und Solarthermie, besticht die Solaranlage mit sehr geringen Umwelteinflüssen. Denn lediglich der Strom für Pumpen und Regelung kann dabei aus fossilen Quellen stammen. Die Kosten hängen hier sehr stark von der Auslegung ab. Während eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung zwischen 3.500 und 6.000 Euro kostet, gibt es die unterstützende Solar-Heizung im Durchschnitt für 8.000 bis 12.000 Euro. Teurer ist eine große Solaranlage, die das Gebäude komplett autark mit Wärme versorgt. 

Vergleich von Ölheizung und Solarthermie: Einsatzgrenzen

Im Vergleich von Ölheizung und Solarthermie, lässt sich Letztere heute in nahezu jedem neuen und bestehenden Gebäude installieren. Voraussetzung ist ausreichend Platz für die nötigen Wärmespeicher. Außerdem muss das Dach groß genug, unverschattet und im besten Falle auch optimal nach Süden ausgerichtet sein. Mit Ausnahme der autarken Solaranlage, die hauptsächlich in Neubauten zum Einsatz kommt, benötigt die Solarthermie dabei immer eine Zusatzheizung. Umwelt-, Gas- oder Ölheizungen decken den Wärmebedarf dabei ab, wenn das solare Angebot einmal zu knapp ausfällt. Die Ölheizung funktioniert hingegen als eigenständiges System. 

Vergleich von Ölheizung und Solarthermie: Was ist besser?

Eine Antwort auf diese Frage lässt sich im Vergleich von Ölheizung und Solarthermie nicht geben. Der Grund: Solaranlagen sind in der Regel keine eigenständigen Lösungen. Beide Heizungsarten arbeiten jedoch sehr gut zusammen. Dabei sorgt die Solarthermie im Sommer für regenerative Wärme und niedrige Heizkosten, während die Ölheizung Lastspitzen im Winter abdeckt. Die hybride Kombination gilt als umweltfreundlich, komfortabel und zuverlässig. Lohnen kann sie sich in Neubauten sowie in bestehenden Häusern. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Der Vergleich von Ölheizung und Solarthermie zeigt, dass beide Systeme Vorteile haben: Während die Ölheizung effizient und zuverlässig funktioniert, arbeitet die Solarthermie sparsam und umweltfreundlich. Anstatt sich zwischen beiden Systemen zu entscheiden, sollten Hausbesitzer prüfen, ob eine Kombination nicht die bessere Lösung ist. Denn dann nutzen sie die Vorteile beider Technologien. 
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