Zwischensparrendämmung – so funktioniert es

Soll der Dachstuhl saniert oder gar wohnlich gestaltet werden, greifen viele Hausbesitzer oft zur Zwischensparrendämmung. Sie gehört zu den einfachsten und günstigsten Methoden, das Dach zu dämmen. Die Einrichtung erfolgt in der Regel von innen und benötigt kein vorhandenes Fachwissen. Und weil die Zwischensparrendämmung die Umwelt entlastet, wird deren Einbau auch vom Staat finanziell gefördert.

Gründe und Dämmstoffe für eine Zwischensparrendämmung

Hausbesitzer können aktiv werden und die Zwischensparrendämmung selbst vornehmen.
© panthermedia.net / LianeM

Hierzulande haben viele Häuser einen schlechten bis nicht gedämmten Dachstuhl. Dadurch können bis zu 20 Prozent der Heizenergie entweichen bzw. verloren gehen. Das belastet nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Eine Zwischensparrendämmung ist eine schnelle Lösung, den Energieverlust zu bremsen. Im Vergleich zu einer Aufsparrendämmung, die von außen vorgenommen werden muss, ist die Zwischensparrendämmung günstiger. Der wohl entscheidende Vorteil dieser Art zu dämmen liegt darin, dass die Dämmmatten sich sehr einfach anbringen lassen. Anders formuliert können Hausbesitzer ihren Dachstuhl in der Regel selbst dämmen, ohne einen Handwerker beauftragen zu müssen.

Dämmstoffe für eine Zwischensparrendämmung

Für die Zwischensparrendämmung kommen vor allem Stoffe infrage, die leicht zu schneiden sind und die von Natur aus eine hohe Flexibilität aufweisen. Das sind in der Regel Klemmfilze oder Matten aus Glaswolle, Hanf, Holzfasern, Steinwolle oder Zellulose (Zellulosedämmung). Je nach Hersteller haben die Matten eine Dicke von 20 bis 24 Zentimetern.

Kosten einer Zwischensparrendämmung

Bei einer selbstständigen Anbringung entfallen die Kosten für den Handwerker. Wer den Dachstuhl eigenhändig dämmen möchte, muss lediglich mit Materialkosten rechnen. Da es auch bei Dämmstoffen Qualitäts- und folglich auch Preisunterschiede gibt, lassen sich die Kosten für eine Zwischensparrendämmung nicht exakt ermitteln. Als Richtwert werden 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter genannt. Bei einem Dach mit 100 Quadratmetern sind es also zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Neben den Kosten für die Dämmmatten müssen Hausbesitzer, sofern sie die Zwischensparrendämmung selbst vornehmen wollen, die für eine Dampfbremse mit einberechnen. Diese wird mit der Matte luftdicht verklebt, damit kein Kondenswasser eindringen kann.

Die Zwischensparrendämmung wird gefördert

Wollen Hausbesitzer ihren Dachstuhl mit einer Zwischensparrendämmung versehen, können sie mit finanzieller Unterstützung durch den Staat rechnen. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es auch für diese Maßnahmen eine Zuschuss- oder Kreditförderung. So bekommen Sie unter anderem einen Zuschuss von bis zu 20 Prozent für die Einzelmaßnahme bei einer Sanierung. Wichtig: Stellen Sie den Antrag, bevor die Maßnahmen durch den Fachbetrieb umgesetzt werden. Bei Dämmungen ist zudem ein Energie-Effizienzexperte hinzu zu ziehen. 

Zwischensparren dämmen - so geht´s

Die Dämmung des Dachstuhles bringt viele Vorteile mit sich, sofern sie fachgerecht montiert wird. Als Erstes müssen die Sparren gereinigt werden, damit kein Zwischenraum entstehen kann. Sind diese Dachsparren zu dünn, sollten sie aufgedoppelt werden. Das bedeutet, man verschraubt zusätzliche Kanthölzer an die vorhandenen Sparren, bis sie dieselbe Höhe bzw. Dicke haben wie die Dämmmatte. Man könnte außerdem unter den Sparren eine weitere Dämmstofflage (Untersparrendämmung) anbringen, um die Gefahr der Schimmelbildung und Wärmebücken zu vermeiden. Sind die Sparren bündig zu den Dämmmatten, kann die größte Dämmwirkung erzielt werden.

Auf die Breite der Dämmmatten achten

Wurden die Zwischensparren auf die notwendige Höhe aufgedoppelt, geht es nun zum Zuschnitt der Dämmmatten. Diese lassen sich leicht in passende Stücke schneiden. Wichtig: Die Dämmmatten sollten auf jeder Seite etwas breiter als der Zwischenraum sein, in den sie eingesetzt werden. Durch die Ausdehnung des Dämmmaterials bleibt die Zwischensparrendämmung luftdicht. Sind die Dämmmatten erst einmal eingesetzt, geht es zum nächsten, wohl schwierigsten Schritt: das Anbringen der Dampfbremse.

Dampfbremse als wichtiger Bestandteil einer Zwischensparrendämmung

Wenn kalte und warme Luft aufeinandertreffen, kann es zu einer Dampfbildung kommen. Passiert dies bei der Dämmung, kann Feuchtigkeit in die Dämmschicht gelangen und diese langfristig beschädigen. Genau hier kommt die Dampfbremse zu ihrem Einsatz. Diese muss tadellos sein und luftdicht angebracht werden. Denn ein kleiner Riss reicht völlig aus, um die Schutzwirkung der Dampfbremse zunichtezumachen.

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen
Fazit von Minh Duc Nguyen
Eine Zwischensparrendämmung ist in der Theorie sehr einfach und bringt viele Vorteile mit sich. Beim Anbringen der Dämmmatten können aber kleine Fehler passieren, die fatale Folgen mit sich ziehen können. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen Fachmann zu beauftragen.
Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon
Neueste Artikel
news-icon
Artikelbewertung