Zeitumstellung: Auch die Heizung muss angepasst werden!

Sommerzeit und Winterzeit - diese Begriffe sind vielen Menschen ein Dorn im Auge. Denn deren notwendige Zeitumstellung stört den eigentlichen Tagesrhythmus und kann in den Tagen danach mitunter zu Abgeschlagenheit führen. Die Umstellung der Uhren wirkt sich aber auch auf die Heizkörper in Haus und Wohnung aus. Wird diese hier vergessen oder vernachlässigt, kann das zu unnötig gesteigerten Energie- und Heizkosten führen.

Die Zeitumstellung wird viel kritisiert

Die Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit, jeweils zu Ende März beziehungsweise zu Ende Oktober, macht eigentlich "nur" eine Stunde aus. Von der Sommer- zur Winterzeit werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Im Gegenzug werden diese nach dem Winter dann wieder eine Stunde "nach vorne" gestellt. Diese Praxis ist in Deutschland bereits seit dem zweiten Weltkrieg gang und gäbe, wobei die Kritik daran kontinuierlich stärker wird.

Energiekosten senken mit der Zeitumstellung

Ursprünglich sollte sie vor allem in der Industrie tätigen Menschen einen einfacheren Einstieg in den Tag ermöglichen. Gleichzeitig sollten die Energiekosten durch die Anpassung an die helle Tageszeit reduziert werden. Heutzutage ist beides kaum noch notwendig. In Deutschland wird aber dennoch an der Zeitumstellung festgehalten.

Wandschilder mit der Beschriftung Sommerzeit und Winterzeit - Zeitumstellung
© Thomas Reimer | Fotolia

Betroffen sind Heizkörper mit Zeitschaltuhren

Betroffen sind neben Armband- und Wanduhren sowie zahlreichen anderen technischen Geräten auch die Heizkörper mitsamt deren Zeitschaltuhren und Thermostaten. Das gilt natürlich nur dann, wenn eine automatisierte Heizung benutzt wird. Diese reguliert sich je nach Tageszeit und über einen einprogrammierten Ablauf selbständig. Wird keine solche Installation genutzt, wirkt sich die Zeitumstellung quasi gar nicht auf die Heizkosten aus. Wird hingegen eine Automatisierung verwendet, sollte diese angepasst werden. Die meisten Anlagen vollziehen keine automatische Justierung. Deshalb muss hier manuell nachgeholfen werden.

So wird geschickt auf die Zeitumstellung reagiert

Durch die Anpassung auf die Winterzeit "springt" die Heizung am Morgen jeden Tag eine Stunde später an, da die Uhren selbst ja eine Stunde zurückgestellt werden. Somit lässt sich durch diese manuelle Anpassung ein ganz eigener, künstlicher Rhythmus von Sommer- und Winterzeit für die Heizkörper kreieren. Wichtig ist das durchaus, wenn weiterhin ein effizienter Heizrhythmus gewährleistet werden soll.

Anderenfalls aktiviert sich die Heizung durch die Zeitumstellung eine Stunde zu früh. Das wäre schlicht und ergreifend verschwendete Energie, wenn die Bewohner noch für zwei Stunden schlafen und nicht aufstehen müssen. Die Heizungsanlagen können auch selbständig justiert werden. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich aber, einen Fachmann mit der Konfiguration zu beauftragen.

Heizkosten sparen durch die Zeitumstellung der Heizung

Durch die Justierung ergeben sich gewissermaßen, wenn sich der Tagesablauf nicht ändert, zwei "gesparte" Heizstunden (morgens und abends jeweils eine), in denen die Heizkörper sonst unnötigerweise laufen würden. Einen weiteren Vorteil hat die Umstellung auch deshalb, weil diese direkt für eine kleine Wartung an der Heizungsanlage genutzt werden könnte. Über den Sommer sammelt sich in dieser üblicherweise Luft. Das wiederum drückt die Effizienz beim Heizen selber.

Heizung entlüften erhöht die Effizienz

Diese Luft verändert den Wasserdruck, wodurch die Heizkörper selber nicht mehr an ihrem Optimum arbeiten können. Es wird also eingespeiste Energie verschwendet, wenn nicht das Maximum an Wärme erzeugt und in den Raum abgegeben wird. Es empfiehlt sich also, die Heizung zu entlüften, wodurch der Wasserdruck wieder normalisiert wird. Gegebenenfalls wird noch Wasser eingeflossen oder abgelassen. Auch das kann selbständig durchgeführt werden. Nach der Feinjustierung und einer kleinen Wartung ist die Heizung bereit für den nächsten Sommer oder Winter!

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Wer noch keine Heizkörper mit automatischen Schaltuhren besitzt, sollte bei der Zeitumstellung die Heizungsanlage nicht vergessen. Denn diese bietet durchaus gute Sparmöglichkeiten.

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