Mit der Heizungssanierung Energiekosten sparen

Studien belegen immer wieder, dass viele deutsche Heizungen bereits älter als 20 Jahre sind. Auch wenn diese noch immer zuverlässig arbeiten, verbrauchen sie oft deutlich mehr Energie als nötig. Eine Heizungssanierung sorgt in vielen Häusern für sinkende Heizkosten und mehr Komfort. Neben einem neuen Wärmeerzeuger beziehungsweise Kessel können aber auch bereits kleinere Maßnahmen helfen, die Heizung so zu sanieren, dass sie effizienter läuft. 

Der richtige Zeitpunkt für die Heizungssanierung

Damit die Heizungssanierung wirtschaftlich und ökologisch erfolgreich abläuft, lohnt es sich dafür ausreichend Zeit einzuplanen. Ist die alte Anlage zwischen 15 und 20 Jahren alt, kann ein unabhängiger Energieberater dabei ihre Effizienz beurteilen und sagen, wie viel Geld ein Austausch spart. Die Umbaumaßnahmen sollten dann in den Sommermonaten stattfinden. Während Hausbesitzer hier für kurze Zeit auf warmes Wasser verzichten können, bleiben Frostschäden beim Ausfall der Heizung aus. Übrigens: Ist die Heizung älter als 30 Jahre, fordert auch die Energieeinsparverordnung ihren Austausch. Mehr dazu, erklären wir im Beitrag „Heizkessel austauschen".

Monteur bei der Heizungssanierung
© D. Ott / Fotolia

Vor der Heizungssanierung über Systeme informieren

Haben Hausbesitzer die Heizungssanierung ins Auge gefasst, stehen heute zahlreiche Technologien zur Auswahl. Diese lassen sich in folgende Kategorien unterteilen:

  • fossile Heizsysteme
  • erneuerbare Energieanlagen
  • stromerzeugende Heizungsanlagen

Heizungssanierung mit fossilem Heizsystem

Typische Systeme für fossile Energieträger sind die Gasheizung und die Ölheizung. Beide arbeiten heute meist mit endlichen Rohstoffen, die über kurz oder lang zur Neige gehen. Während es für Heizöl auf absehbare Zeit keine nachhaltige Alternative gibt, lässt sich der Brennstoff Gas auch regenerativ herstellen. Möglich ist das zum Beispiel mit Power-to-Gas-Anlagen. Diese nutzen überschüssigen Strom aus der Wind- oder der Solarkraft, um energiereiche Gase aus dem Wasser zu lösen. Nach einer entsprechenden Aufbereitung können diese das vorhandene Erdgas in Zukunft ersetzen und zu einer umweltfreundlichen Wärmeversorgung beitragen.

Heizungssanierung mit erneuerbaren Energien

Einfacher ist es, dabei gleich auf erneuerbare Energieträger zu setzen. Neben der Solarthermie, die oft auch Gas- oder Ölheizungen unterstützt, gibt es dabei die Holzheizung und die Wärmepumpe. Während Holzheizungen für Pellets oder Scheite immer ausreichend Platz zur Brennstofflagerung benötigen, kommen Wärmepumpen auch mit kleinen Raumangeboten zurecht. So lassen sich zum Beispiel Luft/Wasser-Wärmepumpen ganz oder teilweise außen aufstellen. Wichtig ist hier jedoch, dass ein Sachverständiger prüft, ob die Technik auch zum eigenen Haus passt.

Stromerzeugende Heizung für die Sanierung

Eine moderne Alternative für die Heizungssanierung ist die stromerzeugende Heizung. Diese versorgt ein Haus als BHKW (Blockheizkraftwerk) oder Brennstoffzelle nicht nur mit Wärme, sondern auch mit Strom. Das schafft Unabhängigkeit, spart Energiekosten und schont die Umwelt. Ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb setzt aber auch hier eine individuelle Planung der Anlage voraus.

Was ist bei Planung und Umsetzung der Heizungssanierung zu beachten?

Nachdem Hausbesitzer einen Überblick über die wichtigsten Heizsysteme haben, können sie einen Installateur kontaktieren. Dieser hilft bei der Entscheidung für die passende Technik, plant alle Komponenten passend zum jeweiligen Haus und erstellt einen Kostenvoranschlag. Entspricht der Preis für die Heizungssanierung dem Budget, bestellt er alle Bauteile und ersetzt die alte Heizung an einem vorher festgelegten Termin. Abhängig vom System sind die Arbeiten bereits nach ein bis zwei Tagen erledigt. Ein hydraulischer Abgleich sorgt daraufhin für eine optimale Wärmeverteilung und weiter sinkende Heizkosten. Wichtig: Bevor Hausbesitzer den Auftrag unterzeichnen, sollten sie sich über mögliche Fördermittel informieren. Diese senken die Ausgaben und stehen zu einem späteren Zeitpunkt oft nicht mehr zur Verfügung.

Die Heizung sanieren mit einfachen Mitteln

Wer die Effizienz seiner Heizungsanlage steigern möchte, muss nicht immer viel Geld ausgeben. So können schon einfache Maßnahmen den Energieverbrauch messbar senken. Möglich ist das unter anderem mit dem Austausch alter Heizungspumpen, dem hydraulischen Abgleich oder der Einstellung der Regelung. Auch das Dämmen der Rohrleitungen kann bei der Sanierung der Heizung viel Geld sparen.

So sollte man im Hinterkopf haben, dass pro Heizsaison eine Heizungspumpe mehr als 4.000 Stunden arbeitet und eine moderne Hocheffizienzpumpe ihre Leistung automatisch dem Wärmebedarf anpasst. Auf diese Weise verbraucht sie nie mehr als nötig. 

Ebenso wie die Pumpe ist es ratsam, im Zuge einer Sanierung für die neue Heizungsanlage einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen, der mit circa 1.250 Euro zu Buche schlägt und die Heizungsregelung anzupassen. So kann es passieren, dass bei einer falsch eingestellten Heizkurve die Räume stärker beheizt werden als nötig. Lassen Sie sich nach Installation und Vollendung der Heizungssanierung beim Einstellen der Heizkurve vom Fachmann helfen. Schließlich ist darauf zu achten, die Heizungsrohre entsprechend zu dämmen. Andernfalls geht wertvolle Wärme verloren.

Was kostet es, die Heizung zu sanieren?

Die Kosten für eine Heizungssanierung hängen vor allem von der Größe des Gebäudes und der gewählten Technik ab. Während es eine Gasbrennwertheizung im Einfamilienhaus schon ab 5.000 bis 6.000 Euro gibt, liegen die Preise für Holzheizungen, Wärmepumpen oder Brennstoffzellen häufig darüber. Überschlägige Richtwerte dazu geben wir im Beitrag „Wie viel kann eine neue Heizung kosten?“.

Achtung: Fördermittel frühzeitig beantragen

Sowohl für fossile als auch für erneuerbare oder stromerzeugende Heizanlagen gibt es heute hohe staatliche Fördermittel. Diese sind jedoch oft schon vor dem Beginn der Arbeiten zu beantragen und stehen später nicht mehr zur Verfügung. Aus diesem Grund lohnt es sich für Hausbesitzer, sich bereits frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die wichtigsten Informationen dazu haben wir im Beitrag Heizungsförderung zusammengestellt.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Eine Heizungssanierung kann die Heizkosten spürbar senken. Während Hausbesitzern dabei zahlreiche Technologien zur Verfügung stehen, lohnt sich der Austausch vor allem in den Sommermonaten. Ein Installateur hilft bei der Entscheidung für eine Heizung, übernimmt die Planung und baut die neue Technik termingerecht ein. Noch bevor Verbraucher einen Auftrag unterzeichnen, sollten sie sich unbedingt auch über Fördermittel informieren.
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