Umrechnung m3 in kWh – Kubikmeter in Kilowattstunden

Während heimische Zähler den Gasverbrauch in Kubikmetern anzeigen, rechnen Gasversorger die verbrauchten Kilowattstunden ab. Mit der Umrechnung m3 in kWh (Kubikmeter in Kilowattstunden) können Verbraucher die Kosten nachvollziehen. Aber wie funktioniert das und welche Faktoren fließen in die Umrechnung m3 in kWh ein?

Die Kilowattstunde beschreibt die Energiemenge

Die Kilowattstunde ist eine Einheit für eine bestimmte Energiemenge. Sie lässt sich zum Beispiel über die Multiplikation aus Leistung und Zeit ermitteln. Läuft eine Heizung eine Stunde lang mit einer Leistung von 4 Kilowatt (kW), hat sie nach dieser Zeit 4 Kilowattstunden (kWh) Energie an das Haus abgegeben. Bezogen auf eine Masse oder ein Volumen, lässt sich auf diese Weise auch die Energiemenge von Brennstoffen angeben. So kann Erdgas zum Beispiel einen Energieinhalt von 8,6 kWh/m³ haben.

Gleichung zur Umrechnung m3 in kWh

Einflussfaktoren auf die Umrechnung m3 in kWh

Der tatsächliche Betrag hängt in der Praxis zum einen von der Rohstoffqualität, zum anderen aber auch von der eingesetzten Heiztechnik ab.

Rohstoffqualität beeinflusst Energieinhalt

Geht es um Erdgas, so hängt das Ergebnis der Umrechnung m3 in kWh zu einem großen Teil von der Qualität ab. Ausschlaggebend dafür ist unter anderem der Methangehalt des Gases. Liegt dieser unter 87 Prozent, spricht man von Low-Gas (engl. low calorific gas). Es enthält mehr Stickstoff- und Kohlendioxid und erreicht in der Praxis einen Heizwert von 8,2 bis 8,9 Kilowattstunden pro Kubikmeter.

Mehr Energie enthält dabei das sogenannte High-Gas (engl. high calorific gas). Mit einem Anteil von bis zu 99,1 Prozent besteht es fast komplett aus Methan und erreicht daher auch Heizwerte von 10,0 bis 11,1 Kilowattstunden pro Kubikmeter.

Vergleicht man beide Gas-Arten, benötigt man mehr Low-Gas, um eine Heizung mit der gleichen Energiemenge zu versorgen.

Übrigens: Genau, wie der Energieinhalt von Gas von der Qualität abhängt, ist das auch bei Holz oder Öl der Fall. Vor allem bei Scheitholz können Hausbesitzer durch eine optimale Lagerung und Trocknung aber selbst für einen hohen Energieinhalt sorgen.

Heiztechnik fließt in Umrechnung m3 in kWh ein

Genau, wie die Qualität der eingesetzten Rohstoffe, wirkt sich auch die verwendete Heiztechnik auf das Ergebnis der Umrechnung m3 in kWh aus. Unterscheiden lässt sich dabei grundsätzlich die Heizwert- und Brennwerttechnik.

Die Heizwerttechnik setzt bei der Verbrennung die chemisch gebundene Energie eines Rohstoffs frei. Sie arbeitet mit hohen Abgastemperaturen und kann die darin verborgene Energie nicht nutzen. Arbeitet eine Heizung mit der Brennwerttechnik, kühlt sie die Abgase so weit, dass der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert und zusätzliche Wärme abgibt. Im Vergleich holt die Brennwertheizung mehr Energie aus der gleichen Rohstoffmenge, wodurch Verbrauch und Heizkosten sinken.

Wie hoch der Heiz- oder Brennwert des verbrauchten Gases ist, können Hausbesitzer in der Regel auf der jährlichen Abrechnung ablesen oder bei dem Energieversorger erfragen.

Zustandszahl und Energieinhalt

Die sogenannte Zustandszahl ist eine dimensionslose Kennzahl für gasförmige Rohstoffe. Sie setzt das Volumen bei einer bestimmten Umgebungstemperatur ins Verhältnis mit dem sogenannten Normkubikmeter. Das ist nötig, da sich das Volumen gasförmiger Brennstoffe abhängig von der Temperatur schnell ausdehnt oder zusammenzieht. Während Heiz- und Brennwert (kWh/m3) für eine Temperatur von 15 Grad Celsius gelten, lassen sich die Werte mit der Zustandszahl auf die realen Betriebstemperaturen korrigieren.

Für die Umrechnung m3 in kWh findet man die jeweilige Zustandszahl in der Regel auf der Abrechnung des Gasversorgers.

Umrechnung m3 in kWh – Kubikmeter in Kilowattstunden

Die Umrechnung m3 in kWh funktioniert mit einer einfachen Gleichung. Dabei ist das Volumen mit dem Brennwert und der Zustandszahl zu multiplizieren. Mathematisch ausgedrückt heißt das also: Q = V * Ho * z (Energieinhalt = Volumen * Brennwert * Zustandszahl). Während man das Volumen in Kubikmeter einsetzt, hat der Brennwert die Einheit Kilowattstunden pro Kubikmeter. Die Zustandszahl hat selbst keine Einheit, sodass das Ergebnis die Einheit Kilowattstunden hat.

Hausbesitzer bei der Umrechnung m3 in kWh

Ein Beispiel: Ein Hausbesitzer hat am Zähler einen Verbrauch von 2.000 Kubikmetern abgelesen. Für die Umrechnung m3 in kWh liest er den Energieinhalt von 10 Kilowattstunden pro Kubikmeter und die Zustandszahl 0,95 aus der Gas-Jahresabrechnung ab. Multipliziert er alle Werte, ergibt das eine Energiemenge von: 19.000 Kilowattstunden im gemessenen Zeitraum.

Nutzen der Berechnung der Energiemenge

Die Umrechnung m3 in kWh macht es möglich, die Energiekosten einfach zu ermitteln. Denn diese werden abhängig vom Rohstoff oft in Euro oder Cent pro Kilowatt angegeben. Darüber hinaus ermöglicht die Ermittlung der Energiemenge auch einen einfachen Heizkostenvergleich verschiedener Brennstoffe.

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Die Umrechnung m3 in kWh wird von einigen Faktoren beeinflusst. So entscheiden zum Beispiel die Rohstoffqualität und die eingesetzte Heiztechnik darüber, wie viel Energie sich aus einem Kubikmeter Gas gewinnen lässt. Das Ergebnis ermöglicht eine einfache Berechnung der Heizkosten und einen Kostenvergleich mit anderen Brennstoffen.

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