Tipps zur Optimierung der Heizungsanlage

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen fallen, bekommt auch der Kessel immer mehr zu tun. Mit den richtigen Tipps zur Optimierung der Heizungsanlage bleiben die Kosten dennoch niedrig. Neben einfachen Maßnahmen, wie dem Wählen der richtigen Raumtemperaturen, beeinflussen vor allem günstige Arbeiten die Ausgaben und den Komfort positiv. Ist die Heizung veraltet und unzuverlässig, raten Experten hingegen zu einem Austausch der Technik.

Einfache Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage

Möchten Verbraucher ihre Heizkosten senken, müssen sie nicht immer viel Geld ausgeben. So sorgen schon Maßnahmen wie das Einstellen der passenden Temperaturen für niedrige Verbräuche. Sinnvoll ist es außerdem, die Heizflächen freizuhalten und für einen optimalen Druck im System zu sorgen.

Monteur kommt zur Optimierung der Heizungsanlage
© Aycatcher | Fotolia

Heizkörper freihalten und richtig lüften

Versperren Schränke oder schwere Vorhänge die Sicht auf die Heizkörper, hat es auch die Wärme schwer, ihren Weg in den Raum zu finden. Denn diese staut sich dabei hinter den Hindernissen, während der übrige Raum nicht mehr auf die gewünschten Temperaturen kommt. Geht es um die Optimierung der Heizungsanlage, sollten Verbraucher die Heizflächen also freihalten. Sorgt regelmäßiges Stoßlüften für frische Luft, sind die Heizkörper dabei abzudrehen. Ansonsten verschwindet wertvolle Energie direkt nach außen und die Heizkosten steigen an.

Raumtemperaturen richtig einstellen

Vor allem in älteren und ungedämmten Häusern kann schon die Wahl der richtigen Raumtemperaturen zur Optimierung der Heizungsanlage beitragen. Denn durch diese sinken die Verluste über Fenster, Türen sowie Wände und die Heizkosten fallen. Während Experten empfehlen, die Heizkörper bei Nichtnutzung abzudrehen, sollten Wohnräume in der Regel auf 20 Grad Celsius gebracht werden. Während Bäder etwas wärmer sein können, reichen 16 bis 18 Grad Celsius in Küchen, Fluren oder Schafzimmern. Wichtig ist es, die Temperaturen nicht zu weit herunterzudrehen. Denn dadurch steigt das Schimmelrisiko in den eigenen vier Wänden.

Übrigens: Ganz einfach funktioniert das Einstellen der Temperaturen über programmierbare oder digitale Thermostate. Die passen an alle Heizkörper und lassen sich teilweise sogar aus der Ferne steuern.

Heizkörper entlüften und Wasser nachfüllen

Werden die Heizflächen nicht richtig warm, können erfahrene Heimwerker auch die Heizkörper entlüften oder das Heizwasser nachfüllen. Beide Maßnahmen tragen zur Optimierung der Heizungsanlage bei und steigern den Komfort in den eigenen vier Wänden. Ob die Arbeiten nötig sind, lässt sich meist leicht feststellen. Während kühle oder gluckernde Heizkörper auf Luft im System hinweisen, zeigt ein niedriger Druck am Manometer, dass Heizwasser fehlt.

Technische Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage

Auch Umbauarbeiten an der Heizung helfen, den Komfort zu steigern und die Kosten zu senken. Verbraucher können dabei zum Beispiel alte Heizungspumpen austauschen, einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen oder die Regelung der Heizung richtig einstellen.

Alte Heizungspumpen durch Hocheffizienzpumpen tauschen

Ältere Heizungspumpen arbeiten immer mit gleicher Leistung und verbrauchen mehr Strom als nötig. Neue Geräte können ihre Leistung an den Bedarf im Gebäude anpassen und die Energiekosten spürbar senken. Mehr als 100 Euro können Hausbesitzer durch die Optimierung der Heizungsanlage jährlich einsparen. Wie der Tausch funktioniert und worauf dabei zu achten ist, erklärt der Beitrag „Heizungspumpe austauschen“.

Optimierung der Heizungsanlage durch hydraulischen Abgleich

Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jede Heizfläche im Haus mit der benötigten Heizwassermenge versorgt wird. Auf diese Weise kommen alle Räume auf die gewünschten Temperaturen und die Anlage arbeitet sparsamer. Dass ein hydraulischer Abgleich nötig ist, erkennen Verbraucher zum Beispiel daran, dass sich einige Heizkörper kaum abstellen lassen, während andere nicht richtig warm werden. Auch laute Strömungsgeräusche in der Anlage sind ein Anzeichen dafür, dass ein Installateur die Technik optimieren sollte.

Regelung der Heizung an das eigene Haus anpassen

Arbeitet der Kessel außentemperaturabhängig, sorgt die richtige Einstellung der Heizkurve für mollige Temperaturen im Innenraum. Denn die mathematische Funktion weist jeder Außentemperatur eine Vorlauftemperatur zu und wirkt sich somit auf die Kesselleistung aus. Eine ungünstige Einstellung könnte dabei entweder zu kalten Räumen oder einem zu hohen Verbrauch führen. Wie man die Heizkennlinie zur Optimierung der Heizungsanlage einstellt, erklärt der Beitrag „Heizkurve einstellen“.

Alte und ineffiziente Wärmeerzeuger austauschen

Stehen alte Kessel oft auf Störung, kann sich zur Optimierung der Heizungsanlage auch ein Austausch lohnen. Neben Gas- oder Ölheizungen mit Brennwerttechnik kommen dabei auch Wärmepumpen, Holzheizungen oder stromerzeugende Heizanlagen infrage. Eine attraktive Förderung für die neue Heizung senkt die Kosten und steigert die Wirtschaftlichkeit. Im Beitrag „Heizungstausch“ erklären wir, wie der Austausch der Heizung sicher vonstattengeht.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Die Optimierung der Heizungsanlage muss nicht immer teuer sein. So sorgen bereits günstige Maßnahmen, wie das Einstellen der Raumtemperaturen für niedrige Kosten. Darüber hinaus raten Experten auch dazu, die Heizungspumpe zu tauschen, die Regelung zu optimieren und einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen. Ist die Technik veraltet und unzuverlässig, loht sich auch ein Kesseltausch.

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