Tipps für ein angenehmes Wohnklima im Sommer

Ist es draußen heiß und stickig, kann es auch in den eigenen vier Wänden unerträglich werden. Um dies zu verhindern, können einige kleine und größere Tipps für ein angenehmes Wohnklima im Sommer sorgen. Wie diese aussehen und was es zu beachten gilt, erfahren Sie im nachstehenden Artikel.

Die Themen im Überblick:

Wie gelingt ein angenehmes Wohnklima?

Ein ideales Raumklima ist in Bezug auf die Wohnqualität und die Behaglichkeit von zentraler Bedeutung. Dabei spielen neben Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch andere Faktoren wie Luftzug oder Geruchsbelästigungen sowie Belastungen durch Schadstoffe eine Rolle. Ebenso sind die Lichtverhältnisse entscheidend. Wie ist demnach die Sonneneinstrahlung? Welche Farbtemperatur hat das künstliche Licht? Das Wohnklima wirkt nicht nur eindeutig auf das individuelle Gemüt, sondern korreliert auch mit anderen Aspekten. Das kann neben der Kondensation der Luftfeuchtigkeit und einer möglichen Schimmelbildung auch der Einfluss auf verschiedene Materialien wie Holz oder Plastik sein. Diese können unter bestimmten Umständen spröde werden.

Die Hitze draußen lassen

Grundsätzlich gilt für ein angenehmes Wohnklima im Sommer, die Hitze gar nicht erst in die Wohnung zu lassen. Zentral ist, vor allem eine zu hohe Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Rollläden, Jalousien und Markisen sind dabei am effektivsten. Ist eine Installation eines derartigen Sonnenschutzes nicht möglich, wie zum Beispiel bei einer Mietwohnung, ist ein Blendschutz auf der Innenseite der Fenster eine adäquate Alternative. Aber auch Rollos oder sehr gut abdunkelnde Vorhänge sind zweckmäßig. Daneben sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben. Dies gilt in erster Linie für die besonders hohen Tagestemperaturen.

Das Bild zeigt ein geöffnetes Fenster, welches für ein angenehmes Wohnklima im Sommer sorgt.

Optimales Lüften für ein angenehmes Wohnklima

Im Sommer ist es unabdinglich, die Fenster zu schließen, wenn es draußen am heißesten ist. Das bedeutet im Umkehrschluss, insbesondere in den frühen Morgenstunden oder nachts zu lüften. In Mitteleuropa sinken die Nachttemperaturen in der Regel fünf Stunden lang unter 21°C. Diese Abkühlung sollte ausgenutzt werden. Vereinzelt passiert es im Hochsommer, dass die Nachttemperatur nicht in diesem Maße sinkt. Dann handelt es sich um eine sogenannte tropische Nacht. Kann gelüftet werden, ist das Stoß- und Querlüften zu empfehlen. Das Lüften sollte im Sommer bis zu 25 Minuten dauern. Idealerweise bleiben im Schlafzimmer die Fenster die gesamte Nacht geöffnet. Denn insbesondere im Schlafbereich sollte die Raumtemperatur im Vergleich zu anderen Räumlichkeiten geringer sein. Ein Mensch schwitzt nachts nicht unbeträchtlich. Durch das Lüften wird diese Feuchtigkeit nach außen abtransportiert und kann so nicht kondensieren beziehungsweise sich im Innenbereich irgendwo niederschlagen.

Luftfeuchtigkeit als Faktor für ein angenehmes Wohnklima

Zwar sollten Sie bestenfalls tagsüber nicht lüften, aber in einigen Situationen ist es dennoch in Betracht zu ziehen. Dies ist der Fall, wenn die Luftfeuchte stark zunimmt wie beispielsweise nach dem Duschen oder Kochen. Zu viel Feuchtigkeit führt über kurz oder lang zur Schimmelbildung, wenn nicht richtig gelüftet wird. Dabei kondensiert das Wasser am kühlsten Ort in der Wohnung. Das sind meist Wände im Schlafzimmer oder gar im Keller. Die Pilzsporen benötigen Wärme und Wasser. Deshalb sind solche Orte im Sommer dafür prädestiniert. Ebenso unzuträglich für ein angenehmes Wohnklima ist eine zu geringe Luftfeuchtigkeit. Das kann unter anderem die Schleimhäute austrocknen oder brennende Augen hervorrufen. Die Lösung dafür muss nicht unbedingt ein Kaltvernebler sein. Bereits ein paar Grünpflanzen können der Luftbefeuchtung dienen. Vor allem Hydrokulturen sind hierfür sehr praktisch. Das Granulat gibt langsam aber konstant Feuchtigkeit ab.

Technische Lösungen für ein angenehmes Wohnklima im Sommer

Neben den genannten Tipps lässt sich ein ideales Wohnklima auch durch technische Einrichtungen erreichen. Mit einer mechanischen beziehungsweise maschinellen Lüftung erfolgt die Luftführung gezielt und damit bedarfsbezogen sowie unabhängig von äußeren Einflüssen. Das heißt, auch bei tropischen Nächten oder sehr wenig Wind im Sommer kann für ein angenehmes Wohnklima gesorgt werden.

Lüftungsanlagen und Nachtkühlung für ein besseres Wohnklima

Eine Lüftungsanlage transportiert frische Luft in die Wohnräume und führt die verbrauchte nach außen ab. Besonders wichtig ist dies bei einer dichten Bauweise, die nicht nur bei Neubauten immer häufiger vorkommt, sondern auch bei sanierten Altbauten. Insbesondere eine zentrale Lüftungsanlage ermöglicht in diesem Zusammenhang eine effiziente Wärmerückgewinnung, die auch im Sommer nutzbar gemacht werden kann. In Wintermonaten wir die Wärme der abgeführten Luft genutzt um die Temperatur der einströmenden Außenluft zu erhöhen. In der warmen Jahreszeit kommt der sogenannte Sommerbypass zum Einsatz, der häufig in der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung integriert ist. Mithilfe dieses Bauteils wird der Wärmetauscher umgangen und die kühle Luft strömt über den Bypass sind die Räume. Dies reduziert die Aufheizung des Gebäudes. Neben der Abkühlung können Lüftungsanlagen zu einer geringeren Luftfeuchtigkeit beitragen sowie über eingebaute Filter Schadstoffe aus der Luft filtern oder Geruchsbelästigungen minimieren.

Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Ein angenehmes Wohnklima steigert nicht nur die allgemeine Wohnqualität, sondern trägt auch zum individuellen Wohlbefinden bei. Insbesondere im Sommer bei heißem und schwülem Wetter ist es wichtig, sich an einem kühlen Ort zurückziehen zu können. Das ist nicht nur mit ein paar Tipps und Kniffen zum Beispiel beim Lüftungsverhalten zu erreichen, sondern auch mithilfe von Lüftungsanlagen. Diese ermöglichen eine Nachtkühlung.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

  • Geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region
  • Unverbindliche und kostenlose Vermittlung
Neueste Artikel
Ratgeber | Heizung
Vom 26. September 2017

Die Heizung einschalten, wenn Sie gar nicht zu Hause sind? Das ist im Zuge des intelligenten Heizens möglich. Wie hilft Smart Home konkret dabei, Energie zu sparen? Finden Sie die Antwort in diesem Artikel. weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 26. September 2017

Interessieren sich Hausbesitzer für einen sicheren und günstigen Betrieb der eigenen Heizung, lohnt sich die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage. Wir erklären, wann dieses erfolgen sollte und welche Vorteile sie hat. weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 25. September 2017

In welchem Zusammenhang ist die Spitzenlast zu berücksichtigen? Welche Rolle spielt sie für die Heizungsanlage? Auf diese und weitere Fragen zur Spitzenlast finden Sie im folgenden Artikel passende Antworten. weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 25. September 2017

Ist die Fußbodenheizung defekt, sind viele Verbraucher erst einmal ratlos. Dieser Beitrag zeigt, wie sie Schäden an der Flächenheizung erkennen und sicher beheben können. Egal, ob die Leitungen undicht oder verstopft sind. weiterlesen

Jetzt Installateur finden!