Die Heizkörper werden nicht warm - Tipps und Lösungen

Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren und die Temperaturen allmählich sinken, bekommt die Heizung im Haus immer mehr zu tun. Sie muss die Wärmeverluste der Gebäudehülle ausgleichen und für wohlige Temperaturen im Inneren sorgen. Stellen Hausbesitzer zu Beginn der Heizsaison fest, die Heizkörper werden nicht warm, kann es jedoch schnell ungemütlich werden. Der folgende Beitrag gibt Tipps, mit denen die Wärme schnell wieder strömt.

Die Heizungsanlage kontrollieren

Kommen Verbraucher nach einem langen Tag in die eigenen vier Wände und die Heizkörper werden nicht warm, sind sie oft erst einmal ratlos. In vielen Fällen helfen jedoch schon einfache Tipps, wie die folgenden Abschnitte zeigen.

Heizkörper werden nicht warm: Regelung prüfen

Gerade zu Beginn der neuen Heizsaison stellen Hausbesitzer nicht selten fest, dass die Wohnung kalt bleibt. Ein Grund dafür könnte zum Beispiel der Sommerbetrieb der Heizung sein. Dieser sorgt dafür, dass die Anlage im Sommer nur Warmwasser erwärmt und hilft so Heizkosten zu sparen. Häufig vergessen Hausbesitzer die Einstellung wieder rückgängig zu machen und die Heizkörper werden nicht warm.

Heizkörper werden nicht warm – diese Tipps helfen
© Jenny Sturm | Fotolia

Die Heizkörper entlüften und Ventile warten

Um die Lösung für ein weiteres typisches Problem zu finden, müssen Verbraucher die Heizflächen selbst kontrollieren. Denn vor allem dann, wenn diese nur teilweise warm werden, kann das an Luft im System oder einem verklemmten Ventil liegen. Im ersten Fall müssen Hausbesitzer die Heizkörper entlüften. Dazu öffnen sie das dafür vorgesehene Ventil vorsichtig mit einem speziellen Schlüssel. Strömt keine Luft mehr heraus, können sie das Entlüftungsventil schließen und der Fehler sollte behoben sein.

Möglich ist aber auch ein verklemmtes Ventil. So kommt es nach langen Heizpausen oft vor, dass der Ventilstift im Thermostat festsitzt und die Heizkörper nicht warm werden. Zur Kontrolle sollten Hausbesitzer den Thermostatkopf abnehmen. Der nun sichtbare Ventilstift muss sich leicht nach innen und außen bewegen lassen. Ist das nicht der Fall, hilft etwas Öl oder Fett. Hausbesitzer müssen den Stift damit einreiben und diesen dann mehrmals vorsichtig nach innen und nach außen bewegen, um das Problem zu beheben.

Den Druck in der Heizungsanlage kontrollieren

Bleiben die Heizflächen noch immer kalt, folgt im nächsten Schritt ein Gang zum Kessel. Hier sollten Hausbesitzer zunächst den Systemdruck kontrollieren. Denn ist dieser zu gering, kann sich die Wärme nur ungenügend verteilen und die Heizkörper werden nicht warm. Der Druck lässt sich an einem Rohrmanometer oder direkt im Bedienfeld des Wärmeerzeugers ablesen und sollte im Einfamilienhaus über 1,5 bar liegen. Ist das nicht der Fall, ist neues Heizungswasser nötig. Der Beitrag „Heizung befüllen“ zeigt, wie Heimwerker den Systemdruck wieder steigen lassen. Um Fehler und Probleme zu vermeiden, empfehlen wir hierbei die Unterstützung durch einen Installateur aus der eigenen Region.

Heizkörper werden nicht warm: Hydraulischer Abgleich hilft

Bleiben einzelne Heizflächen kalt, obwohl Hausbesitzer alle Tipps befolgt haben, liegt das unter Umständen an einem nicht abgeglichenen Heizsystem. Dabei strömt das Heizungswasser vor allem zu den Heizkörpern, die nah am Kessel liegen und ohne große Hindernisse zu erreichen sind. Heizflächen, die verzweigt angebunden oder weit entfernt sind, werden hingegen mit zu wenig Heizwasser versorgt. Die Folge: Die betroffenen Heizkörper werden nicht warm.

Abhilfe schafft hier ein hydraulischer Abgleich, bei dem ein Experte alle Fließwege im Haus auf die gleichen Druckverhältnisse einstellt. Das Heizwasser versorgt alle Heizkörper mit der für sie nötigen Wärmemenge und das Haus wird wieder wohlig warm. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Maßnahme nicht nur den Wohnkomfort steigert, sondern auch die Energiekosten senkt. So sorgt sie für geringere Wärmeverluste in den Verteilleitungen, eine höhere Effizienz von Brennwertanlagen, Biomasseheizungen oder Wärmepumpen und sinkende Stromkosten der Heizungspumpe.

Wartung der Heizung für Sicherheit und Komfort

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte seine Heizung alljährlich warten lassen. Denn dabei nimmt ein Heizungsmonteur alle Komponenten genau unter die Lupe und erkennt Probleme frühzeitig. Die Anlage arbeitet dadurch nicht nur zuverlässig, sondern auch sparsam. Wie die Wartung abläuft und welche Kosten dabei entstehen, erklärt der Beitrag zur Heizungswartung.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Zum Beginn der neuen Heizsaison gibt es oft kleine Probleme und die Heizkörper werden nicht warm. Mit einfachen Tipps, wie dem Überprüfen der Regelung, dem Entlüften der Heizkörper oder dem Auffüllen der Heizungsanlage lassen sich die Probleme meist selbst beheben. Nicht selten sollten Hausbesitzer aber auch einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen. Denn der sorgt dafür, dass alle Heizflächen wohlig warm werden und spart unnötige Heizkosten ein.

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