Tipp: Die Heizkörper richtig entlüften

Mit dem Beginn der neuen Heizsaison können Verbraucher die Heizkörper richtig entlüften. Denn auf diese Weise gewährleisten sie die optimale Funktion der Heizflächen und sorgen für einen hohen Komfort. Wann die Maßnahme nötig ist und wie sie richtig abläuft, erklären wir in diesem Beitrag.

Die Themen im Überblick:

Wann sollte man die Heizkörper richtig entlüften?

Das Entlüften der Heizkörper lohnt sich immer dann, wenn die Heizflächen nicht mehr richtig funktionieren, kalt bleiben oder seltsam gluckern. Auch dann, wenn Hausbesitzer alte Heizkörper durch neue austauschen, sollten sie diese in jedem Fall entlüften. Die Arbeiten selbst sind dabei einfach und schnell erledigt. Wichtig ist, dass Heimwerker neben dem Entlüftungsschlüssel auch eine Schüssel und ein Tuch bereithalten. Denn so können sie verhindern, dass das Wasser auf den Boden tropft. Hilfe bietet ein Installateur aus der eigenen Region, der die Arbeiten zum Beispiel auch bei der Wartung der Heizungsanlage übernimmt.

Heizkörper richtig entlüften: Der Ablauf

Möchten sich Hausbesitzer selbst um die Entlüftung der Heizflächen kümmern, sollten sie für jeden Heizkörper etwa fünf bis zehn Minuten Zeit einplanen. Die folgenden Abschnitte erklären, wie die Arbeiten im Einzelnen durchzuführen sind.

Heizkörper richtig entlüften sorgt dafür, dass die Heizflächen angenehm warm werden

Die Arbeiten vor dem Heizkörper entlüften

Zu Beginn müssen Heimwerker die Heizungsanlage vorbereiten. Dabei geht es darum, die Heizungspumpe abzustellen und alle Thermostatventile voll aufdrehen. Nur so beruhigt sich das System und sie können die Heizkörper richtig entlüften. Nach einer Wartezeit von etwa einer Stunde können die weiteren Schritte folgen. Möchten Mieter die Luft aus den Heizkörpern ihrer Wohnung lassen, haben sie selten eine eigene Heizungspumpe. Hier reicht es stattdessen, den eigenen Heizkreislauf abzudrehen.

Der eigentliche Entlüftungsvorgang

Sind die Vorarbeiten erledigt, können Heimwerker die Heizkörper richtig entlüften. Dabei öffnen sie vorsichtig das Entlüftungsventil am Heizkörper. Um zu verhindern, dass Wasser austritt, sollten sie die Schüssel möglichst dicht an den Heizkörper halten. Kommt Wasser statt Luft aus dem Ventil, kann es wieder verschlossen werden. Die Arbeiten sind dann an allen betroffenen Heizflächen zu wiederholen.

Heizkörper richtig entlüften und Druck kontrollieren

Ist das erledigt, können Verbraucher die Pumpe starten und alle Thermostate wieder auf den gewünschten Wert stellen. Um Probleme von vornherein ausschließen zu können, sollte gleichzeitig auch der Druck der Heizungsanlage überprüft werden. Ist dieser stark gesunken, müssen Hausbesitzer Heizwasser nachfüllen.

Tipp: Stellen Verbraucher die Thermostate nicht höher als nötig, können sie einfach Energiekosten sparen. Experten empfehlen einen Wert von 20 Grad Celsius in Wohnzimmern. Während Bäder zeitweise auch wärmer sein können, spart es Geld, wenn Flure und Küchen kühler sind. Temperaturen unter 16 Grad Celsius sollten Verbraucher jedoch vermeiden. Denn diese könnten das Wachstum von Schimmel fördern.

Wenn die Heizkörper dennoch kalt bleiben

Wenn Hausbesitzer die Heizkörper richtig entlüften, sollte es eigentlich wieder kuschelig warm werden. Ist das nicht der Fall, besteht ein weiterer Fehler im System. Steht die Heizung nicht auf Sommerbetrieb, könnte das zum Beispiel ein verstopfter Ventilstift im Thermostat sein. Darüber hinaus kann auch ein defektes Ausdehnungsgefäß eine mögliche Ursache für den Fehler sein. Wie Hausbesitzer die Probleme erkennen und was sie dagegen tun können, erklären wir im Beitrag „Hilfe! Mein Heizkörper wird nicht warm“. Bringen auch diese Tipps keine Besserung, hilft oft nur die Unterstützung durch einen erfahrenen Installateur aus der eigenen Region.

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Wenn Hausbesitzer die Heizkörper richtig entlüften möchten, funktioniert das nach einem einfachen Ablauf. Haben sie die Pumpe abgeschaltet und alle Thermostate voll aufgedreht, öffnen sie dabei das Entlüftungsventil bis keine Luft mehr austritt. Anschließend können sie die Thermostate auf die gewünschte Stellung bringen und die Pumpe starten. Wichtig ist es, nach dem Entlüften auch den Anlagendruck der Heizung zu prüfen.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

  • Geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region
  • Unverbindliche und kostenlose Vermittlung
Neueste Artikel
Ratgeber | Heizung
Vom 23. Oktober 2017

Wenn einige Heizflächen kalt bleiben oder störende Geräusche aus der Heizung kommen, kann das Spülen der Heizungsanlage nötig werden. Wir informieren über die Gründe für die Arbeiten und zeigen, wie diese ablaufen. weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 21. Oktober 2017

Mit einem Wärmecontracting können Hausbesitzer Heizwärme mieten, anstatt sie mit einer Heizung selbst zu erzeugen. Das hat viele Vor- und Nachteile. Welche das sind, erfahren Sie in diesem Artikel. weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 20. Oktober 2017

Eine Lüftungsanlage im Gebäude sorgt nicht nur für Komfort, sondern auch für ein gesundes Wohnklima. Dabei ist wichtig, dass für die Wohnraumlüftung eine regelmäßige Wartung erfolgt. Erfahren Sie hier mehr! weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 19. Oktober 2017

Was ist eigentlich der Norm-Nutzungsgrad und was unterscheidet ihn vom Wirkungsgrad oder vom Jahres-Nutzungsgrad der Heizung? Wir geben Antworten und zeigen, wie sich die Effizienz der eigenen Heizung steigern lässt. weiterlesen

Jetzt Installateur finden!