Stromfresser im Haushalt identifizieren

Energiekosten machen mittlerweile einen hohen Anteil der laufenden Wohnkosten in Deutschland aus. Das liegt vor allem an den nahezu kontinuierlich steigenden Strompreisen. Oftmals stellt sich über längere Zeit in den eigenen vier Wänden dann eine sogenannte „Stromfresser-Blindheit“ ein. Dabei werden alte oder kostspielige Geräte unbewusst völlig ignoriert, obwohl diese einen besonders hohen Anteil an der Stromabrechnung haben. Im folgenden Artikel erfahren Sie, auf welche Stromfresser Sie ein besonderes Auge haben sollten. Sie können damit mitunter erheblich die laufenden Energiekosten reduzieren.

Stromfresser in der Küche: Kühlschrank und Gefriergeräte

Kühlschrank und Gefriergeräte sollten über eine gute Energieeffizienzklasse, AA oder besser, verfügen. Denn diese sind im Dauerbetrieb und können natürlich nicht einfach abgestellt werden. Vor allem bei Gefriergeräten ist darauf zu achten, dass diese nicht vereisen. Denn das mindert deren Effizienz erheblich. Schon eine dünne Eisschicht kann zu rund 15 Prozent mehr Kosten führen. Das sind ungefähr 6 bis 8 Euro Mehrkosten pro Jahr, die sich durch regelmäßiges Abtauen ganz bequem verhindern lassen. Der Kühlschrank kann nicht vereisen, seine Kapazität spielt zudem keine wirkliche Rolle. Hier kann schon gespart werden, indem Sie diesen einfach schließen, wenn zum aktuellen Zeitpunkt keine Lebensmittel benötigt werden. So brennt einerseits das Kühlschranklicht nicht, während dieser außerdem nicht die von außen hineinziehende warme Luft ausgleichen muss.

Darstellung des Energiehaus - Stromfresser

Stromfresser im Haushalt: auch das Bad steht im Fokus

Ein weiterer Stromfresser ist die Waschmaschine. Deshalb sollte auch bei dieser auf eine gute Energieeffizienzklasse geachtet werden. In der Handhabung ergeben sich ebenfalls Einsparmöglichkeiten. Denn die Waschmaschine läuft, anders als der Kühlschrank, nicht kontinuierlich. So sollte sie natürlich nur dann genutzt werden, wenn die Trommel tatsächlich auch möglichst voll beladen ist. Einzelne Kleidungsstücke zu waschen ist zwar bequem und manchmal notwendig, aber eben auch teuer. Zudem können viele Waschmittel Gerüche und Verschmutzungen auch bei 40 Grad statt der teureren 60 Grad Wäsche entfernen. Wer immer mit hohen Temperaturen wäscht, zahlt pro Jahr in einem Familienhaushalt deutlich mehr. Im Vergleich zu Waschgängen mit moderaten oder niedrigen Temperaturen sind es rund 50 bis 60 Euro.

Bewusstes Duschen lohnt sich

Wenn Ihre Dusche mit Strom arbeitet, wird jeder Duschgang zudem zum teuren Vergnügen. Duschen, die Warmwasser über Strom erhitzen, sind mittlerweile zwar immer seltener. Haben Sie jedoch eine dieser Duschen daheim, ist sie durchaus ein echter Kostenfaktor und sollte idealerweise ersetzt werden. Ist dies aktuell nicht möglich, spart jede Minute weniger Warmwasser auch bares Geld – bewusstes Duschen lohnt sich also!

Weitere Stromfresser in Wohnung und Haus

Viele weitere Stromfresser befinden sich in Ihren Wohnräumen, im Bad oder der Küche. Die Elektroheizung beispielsweise sorgt zwar für behagliche Temperaturen, ist aber relativ teuer. Wer seine Elektroheizung beispielsweise stationär jeden Tag für zwei Stunden nutzt, muss zum Ende des Kalenderjahres mit rund 120 Euro Mehrkosten rechnen. Beleuchtung und Lampen finden sich ebenfalls immer im Haushalt. Hier empfiehlt es sich, auf energiesparende LED-Leuchten umzusteigen. Diese erzeugen mitunter ein angenehmeres Licht. Vor allem besonders alte Glühbirnen sollten ersetzt werden. Ansonsten gilt die einfache Faustregel: befindet sich niemand im Raum, wird das Licht ausgeschaltet.

Auch der Stand-By-Modus benötigt Energie

Andere Stromfresser werden erst deshalb zu solchen, weil diese nicht ausgeschaltet werden: beispielsweise die Stand-By-Stromfresser. Auch der Stand-By-Modus benötigt Energie, obwohl das Gerät in diesem Moment gar keine Leistung erbringt. Möchten Sie sich gegen Stromfresser wehren, lohnt es sich deshalb, auf Stand-By zu verzichten. Sie können stattdessen einfach den On/Off-Knopf betätigen. Vor allem Fernseher, Router, Bluray-/DVD-Player und vergleichbare Geräte sollten ausgestellt werden, wenn diese nicht in Betrieb sind.

Infografik Energiefresser im Haushalt

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

In einem Haushalt gibt es viele Stromfresser, die sich leicht identifizieren lassen. Würde man sie optimieren oder durch effizientere Geräte ersetzen, können Heizkosten deutlich gesenkt werden. Das ist nicht nur für den eigenen Geldbeutel gut, sondern auch für die Umwelt. Schließlich muss dadurch weniger Energie erzeugt werden.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

  • Geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region
  • Unverbindliche und kostenlose Vermittlung
Neueste Artikel
Ratgeber | Heizung
Vom 16. August 2017

Eine dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ist eine sparsame Investition in ein komfortables Heim und sorgt für einen exakt steuerbaren Luftaustausch. weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 16. August 2017

Mit der Sektorkopplung hat die Politik eine weitere Maßnahme ergriffen, um die Energiewende fristgerecht zu erreichen. Einzelne Bereiche sollen im Zuge dessen mit erneuerbaren Energien versorgt werden. weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 13. August 2017

Planen Hausbesitzer die Installation neuer Heizflächen, sollten diese unbedingt zum jeweiligen Raum passen. Denn nur so lässt sich ein hoher Komfort gewährleisten. Wir informieren, worauf es bei der Berechnung der Heizkörper ankommt. weiterlesen

Ratgeber | Heizung
Vom 10. August 2017

Eine zentrale Lüftungsanlage befindet sich meist in Neubauten, da sie eine moderne energetische Dämmung voraussetzt, um wirklich effizient zu arbeiten. Dann aber kann sie den Wohnkomfort spürbar steigern. weiterlesen

Jetzt Installateur finden!