Richtig heizen: Tipps für effizientes Heizen

Heizen muss nicht teuer sein, wenn man weiß, wie man richtig heizt. Wir haben im Folgenden ein paar hilfreiche Tipps und Ratschläge zusammengestellt, um richtig zu heizen. Mit diesen Tipps lassen sich die Verbrauchskosten in der kommenden Heizperiode in den Griff kriegen - und das ohne großen Aufwand!

Richtig heizen in jedem Raum

Längst nicht alle Räume einer Wohnung müssen konstant auf dem gleichen Niveau beheizt werden. Um richtig zu heizen reicht es bereits aus, wenn nur Arbeits- und Wohnräume, in denen man sich öfter aufhält, auf 20 Grad Celsius geheizt werden. Im ohnehin nur nachts genutzten Schlafzimmer sind schon 16 bis 18 Grad Celsius ausreichend. Auch in der Küche kann die Heizung sparsamer verwendet werden, da es hier meist noch weitere Wärmequellen wie Herdplatten oder Backöfen gibt, die bei Benutzung ebenfalls Wärme abgeben. 18 Grad Celsius sind hier in der Regel ausreichend. Diese Werte können natürlich aufgrund des individuellen Kälte- und Wärmeempfindens einer jeden Person variieren. 

Um richtig zu heizen sollten Temperaturabsenkungen aber nur in sinnvollen Maßen durchgeführt werden. Fällt die Raumtemperatur unter 14 Grad Celsius, kann dies die Bildung von Schimmel begünstigen, da an einigen Stellen in der Wohnung der Taupunkt erreicht werden kann. An kühlen Wänden bildet sich dann Kondenswasser.

Mann sitzt auf der Couch und surft mit dem Tablet, er informiert sich über richtiges Heizen
© Viessmann

Auf genügend Raum für Heizkörper achten

Damit Heizkörper richtig heizen können, wie es von Ihnen erwartet wird, benötigen Sie eine ausreichende Luftzufuhr. Dadurch wird eine ungehinderte Konvektion gewährleistet. Das bedeutet, dass die erwärmte Luft optimal im Raum verteilt und kalte Luft ungehindert vom Heizkörper angezogen werden kann. Schränke und andere Möbelstücke sollten beispielsweise nicht direkt vor Heizkörpern gestellt werden, sondern mit einem Abstand von 20-30 Zentimetern. Auch Vorhänge sollten den Heizkörper nicht verdecken, sondern komplett zur Seite geschoben werden, um richtig heizen zu können.

Richtig lüften im Winter

Die Kippfunktion von Fenstern und Balkontüren mag praktisch erscheinen, kann sich jedoch im Hinblick auf die Heizkosten als vergleichsweise teuer herausstellen. Ist das Fenster erst einmal in diese Position gebracht, entweicht kontinuierlich Wärme nach außen und der Raum kühlt allmählich aus. Das bedeutet, dass auch die in Möbelstücken und Einrichtungsgegenständen gespeicherte Wärme nach und nach verloren geht. Infolgedessen muss später umso mehr geheizt werden, um das gewünschte Temperaturniveau wiederherstellen zu können. Hier ist das richtige Lüften gefragt. 

Richtig heizen und lüften gehen Hand in Hand

Die Lösung liegt im Stoßlüften: Dabei werden mehrmals täglich sämtliche Fenster für wenige Minuten komplett geöffnet, damit ein möglichst zügiger Luftaustausch entsteht. In den Wintermonaten reichen vier bis sechs Minuten aus, im Frühjahr kann die Dauer des Lüftens dann langsam auf zehn bis 15 Minuten erhöht werden. Das heißt auch in den kalten Monaten: richtig heizen und lüften gehen Hand in Hand.

Auf diese Weise wird die Wohnung nicht unnötig ausgekühlt und es muss nicht kostspielig nachgeheizt werden. In den Sommermonaten spielt die richtige Art des Lüftens natürlich keine so große Rolle. Hier können die Fenster auch mal über längere Zeiträume hinweg geöffnet bleiben. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass warme Sommerluft mehr Feuchtigkeit von außen nach innen trägt als kalte Winterluft.

Richtig heizen in der Übergangszeit

Es macht durchaus einen Unterschied, ob im Winter oder in der Übergangszeit geheizt wird. Denn im Frühling und im Herbst ist es tagsüber schon so warm, dass die Heizung nicht auf Höchstleitung laufen muss. Außerdem steigt die Luftfeuchtigkeit, sodass auch das richtige Lüften angepasst werden muss. Wie Sie am besten vorgehen sollten, haben wir in den Beiträgen "Heizung in der Übergangszeit" und "Heizen im Frühling" zusammengefasst.  

Heizung bei Abwesenheit: Laufen lassen oder abdrehen?

Wer seine Wohnung verlässt, braucht deswegen noch lange nicht sämtliche Heizkörper herunterzudrehen. Richtig heizen heißt in dem Fall, kontinuierlich und bei Abwesenheit auf einem etwas niedrigeren Niveau zu heizen. Wird die Heizung nämlich über einen längeren Zeitraum komplett abgedreht, steigt später der Energieverbrauch überproportional an, wenn die ausgekühlte Wohnung wieder auf die gewünschte Temperatur gebracht werden soll.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Zum richtigen Heizen gehören unter anderem das richtige Lüften und die passende Temperatur für unterschiedliche Räume. Auch die Beachtung der Jahreszeit hilft dabei, die Heizkosten langfristig auf einem niedrigen Niveau zu halten. Auf keinen Fall sollten Heizkörper von Möbeln zugestellt werden. Auch das temporäre Abschalten der Heizung bringt meist nicht den erwünschten Spareffekt - eher das Gegenteil. 

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