Mit dem Smart Home Energie sparen

Das System Smart Home ist seit Jahren präsent auf den verschiedensten Fachmessen. Doch ganz zu Beginn war es für viele Verbraucher eine Spielerei, die wenig Nutzen hat. Mittlerweile hat sich die Einstellung diesbezüglich jedoch geändert. Die Digitalisierung durchdringt den Alltag, also warum nicht auch das Leben in den eigenen vier Wänden. Besonders interessant ist die Möglichkeit mithilfe von Smart Home, Energie zu sparen. Der folgende Artikel gibt einen Überblick, wie Sie mit einer smarten Heizung Ihren Energieverbrauch reduzieren können.

Was kennzeichnet das System Smart Home?

Ein intelligentes Zuhause war Jahrzehnte lang futuristische Vision der Science-Fiction-Autoren. Doch mittlerweile ist das sogenannte Smart Home, in dessen Rahmen verschiedene Haushaltsgeräte miteinander kommunizieren, Teil der Realität. In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Technik rasant und wurde für viele Verbraucher immer attraktiver. Denn neben der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung im Alltag sind die Komponenten erschwinglich geworden.

Mittlerweile gibt es kaum noch ein Gerät im Haushalt, das nicht mit dem Internet verbunden oder ferngesteuert werden kann, egal ob Waschmaschine, Jalousien, Bewegungsmelder, Lichtschalter oder die kleine eigene Wetterstation im Garten. Doch neben Sicherheit und Wohnkomfort ermöglicht das Smart Home, effektiv Energie zu sparen. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Komponenten entweder mit einer Verkabelung oder via Funk miteinander verbunden. In der Regel sammelt eine Applikation auf dem Smartphone oder dem PC die Daten und wertet diese aus.

Das Bild symbolisiert, wie Sie mit Smart Home Energie sparen können.
© REDPIXEL| Fotolia

Mit einer digitalen Heizung die Energie richtig nutzen

Über Zwei Drittel des Energieverbrauchs gehen zu Lasten der Heizwärme. Somit besteht hier auch das höchste Energieeinsparpotential. Die Heizung ist damit im System des Smart Home für das Energiesparen ein maßgeblicher Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt. Denn mit einer intelligenten Heizungssteuerung lassen sich nicht nur die einzelnen Heizkörper unabhängig voneinander regulieren. Das heißt, Sie können unter anderem für jeden Raum eine individuelle Temperatur festlegen. Ebenso ist es möglich, eine bestimmte Zeit einzustellen, in der die Heizung laufen soll.

Das heißt, ein kaltes Bad während der morgendlichen Dusche gehört damit der Vergangenheit an. Eine weitere Option: die Heizkörper schalten sich aus, wenn die Fenster oder Türen automatisch geöffnet werden oder das Heizen tagsüber einfach unnötig ist. Neben diesen ganz praktischen Maßnahmen hilft die Digitalisierung der Heizung auch dabei, den Energieverbrauch zu überwachen und die eigenen Handlungen darauf entsprechend abzustimmen.

Smart Home – Energie sparen beim Heizen

Bereits das Absenken der Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius kann die Heizkosten um bis zu sechs Prozent senken. Doch das manuell zu bestimmen und einzustellen ist gar nicht so einfach. Bei der digitalen Lösung kann zu Beginn eine spezielle Temperatur für jeden Raum festgelegt werden. Das System Smart Home hilft beim Energie sparen, indem die Heizung erst dann zum Einsatz kommt, wenn die Temperatur unter der entsprechenden Einstellung liegt. Grundsätzlich entwickeln Sie somit ein Ereignisprofil, an dem sich das System orientiert.

Wie hoch ist das Einsparpotential?

Mit dem Smart Home lässt sich Energie sparen vor allem in Bezug auf den Heizbedarf. Diesbezüglich hat eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) festgestellt, dass der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent reduzierbar ist. Einer der Gründe besteht darin, dass die Heizung immer im optimalen Bereich läuft. Neben dem Nutzerverhalten und dem individuellen Wärmebedürfnis werden auch Wetterprognosen berücksichtigt. Das System erkennt des Weiteren, ob jemand zu Hause ist oder nicht und stellt dementsprechend die Heizleistung automatisch ein.

Ein weiterer unerlässlicher Punkt, wobei ein Smart Home beim Energie sparen hilft, ist die Wartung der Heizungsanlage. Denn bestenfalls ist der Fachmann mit dem entsprechenden System verbunden und kann Störfälle bereits beheben, bevor der Bewohner sie überhaupt wahrnimmt. Das bedeutet letztlich, durch eine permanente Kontrollmöglichkeit kommt es nur sehr selten zu Energie- und Komfortverlusten durch Störungen.

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Verbraucher können mit verhältnismäßig wenig Aufwand mittels Smart Home eine Menge Energie sparen. Das schont nicht nur die Umwelt, da weniger Brennstoffe zum Einsatz kommen, sondern ist auch gut für den Geldbeutel. Denn Sie können zwischen zehn und 30 Prozent der bisherigen Energiekosten einsparen. Außerdem befindet sich die Heizungsanlage stets in einem optimierten Zustand, was wiederum Schäden minimiert.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon

Neueste Artikel

Vom 11. Juli 2018

Wann ist eine Schornstein-Sanierung nötig, wie läuft sie ab und welche Arten gibt es eigentlich? Wir informieren über die verschiedenen Möglichkeiten und Kosten beim Schornstein Sanieren. weiterlesen

Vom 09. Juli 2018

Wohnungsstationen verteilen die Wärme einer zentralen Heizungsanlage bedarfsgerecht, effizient und komfortabel in den angebundenen Wohnungen. Wir informieren über Funktion, Vorteile und Einsatzgebiete. weiterlesen

Vom 08. Juli 2018

Bei Brennwertheizungen und Klimaanlagen fällt Kondensat an, das sich meist in das Abwassernetz einleiten lässt. Ist dieses nicht erreichbar, ist eine Kondensatpumpe nötig. So funktioniert die Technik. weiterlesen

Vom 02. Juli 2018

Die Einrohrheizung hat Probleme: Sie lässt sich nur schwer regulieren und verursacht hohe Heizkosten. Wir erklären, wie ein Einrohrsystem funktioniert und geben wertvolle Tipps zum Optimieren. weiterlesen

News article img

Artikelbewertung