Jetzt Wohnung und Haus winterfest machen!

Die Temperaturen sinken nachts teils unter fünf Grad Celsius. Einige Bäume haben ihre Blätter abgeworfen und innerhalb der Räume lässt es sich nur mit aufgedrehter Heizung aushalten. Höchste Zeit also, nicht nur sich selbst, sondern auch das Haus winterfest zu machen. Worauf Sie als Hausbesitzer oder Mieter dabei achten sollten, darum geht es in den folgenden Abschnitten

Warum der Wintercheck auch für das Haus wichtig ist

Ist der erste Schnee gefallen, bekommen viele Autofahrer kalte Füße, sofern sie noch keine Winterreifen aufgezogen haben. Spätestens dann ergreifen sie erste Maßnahmen und machen ihr Auto fit für den Winter. Eisige Temperaturen machen aber nicht nur Menschen und Autos zu schaffen. Auch das eigene Haus bzw. die Wohnung muss dabei viel einstecken. Damit keine bösen Überraschungen wie Rohrbruch, Schimmelbefall oder Heizungsausfall passieren, ist ein Wintercheck auch hier ratsam. Dabei macht es durchaus einen Unterschied, ob man das eigene Haus winterfest machen möchte oder die gemietete Wohnung.

Das eigene Haus winterfest machen

Wer nicht zur Miete wohnt, muss beim Wintercheck für das eigene Zuhause etwas mehr Zeit einplanen. Schließlich ist der Vorbereitungsaufwand deutlich höher. Es lassen sich grob drei Bereiche aufteilen, in denen die Überprüfungen stattfinden sollten: im Haus, um das Haus und vor dem Haus.

Das Haus im Kern winterfest machen

Einer der ersten Schritte beim Wintercheck für das Haus betrifft die Heizungsanlage. Diese sollte in regelmäßigem Abstand von einem Fachmann gewartet werden. Nur so lässt sich feststellen, ob die Anlage wirtschaftlich arbeitet. Ist das nicht mehr der Fall, ist eine Heizungsmodernisierung die beste Option. Neben der Wartung der Heizungsanlage sollten Hausbesitzer ferner darauf achten, dass die Heizkörper einerseits frei von Staub sind und andererseits nicht zugedeckt werden. In beiden Fällen führt es zur Minderung der Heizleistung und letztlich zur Steigung der Heizkosten.

Eine funktionierende und effizient arbeitende Heizungsanlage ist vor allem wichtig, um die Räume zuverlässig und günstig auf optimale Temperaturen zu erwärmen. Beim Heizen sollten Hausbesitzer darauf achten, dass die Räume nie über eine längere Zeit auskühlen. Denn dann besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Nicht zuletzt können Leitungen, die sich etwas weiter vom Heizkessel entfernt befinden, Frostschäden davontragen.

Zwei Schneemännchen als Symbol für Haus winterfest machen
© HappyAlex | Fotolia

Das Haus rundum winterfest machen

Neben der Heizungsanlage und dem richtigen Heizen müssen Eigentumsbesitzer, wenn sie ihr Haus winterfest machen, dieses auch von außen fit machen. Dazu gehören unter anderem:

  • Die Überprüfung des Daches auf Schwachstellen
  • Die Reinigung der Dachrinnen und Fallrohre
  • Die Isolierung frostgefährdeter Wasserleitungen
  • Die Dichtheitskontrolle bei Fenstern und Türen

Im Laufe der Zeit können sich Risse an den Außenwänden bilden, in die Wasser eindringen kann. Ist das der Fall, sollten Hausbesitzer schnell professionelle Hilfe einholen und die Wand abdichten lassen. Auch Regentonnen und Pflanzengefäße können bei eisigen Temperaturen bersten – erst recht, wenn sich darin viel Wasser befindet. Für Regentonnen, Eimer und Gießkannen gilt deshalb: Ausleeren und umdrehen, damit sie sich bei Regen nicht erneut füllen.

Wer in einer Region mit starkem Schneefall lebt, dem raten Experten dazu, den Dachstuhl alle fünf Jahre von einem Fachmann auf beeinträchtigende Mängel überprüfen zu lassen. Einstürzende Dächer lassen sich somit optimal vorbeugen.

Maßnahmen vor dem Haus ergreifen

Im Winter kann es bereits am späten Nachtmittag sehr dunkel werden. Zum Haus winterfest Machen gehört es daher auch, die Außenbeleuchtung auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Denn gerade bei Eisglätte stellen unzureichende bis nicht beleuchtete Wege ein großes Unfallrisiko dar. Daher ist es ratsam, Schneeschaufel und Streumittel bereitzustellen. Schließlich sind Hausbesitzer für das Schippen und Streuen ihres Eingangs zuständig. Wer sein Haus vermietet, ist ebenfalls von dieser Pflicht betroffen – sofern nichts anderes im Mietvertrag vereinbart ist.

Das Haus winterfest machen: das Wichtigste zusammengefasst.

  1. Die Heizungsanlage (Heizkörper) auf Funktionstüchtigkeit überprüfen
  2. Dach, Fenster, Türen und Fassaden auf Dichtheit kontrollieren
  3. Wasserleitungen frostsicher machen / Dachrinnen und Fallrohre reinigen
  4. Regentonnen, Eimer und Gießkannen im Freien umdrehen
  5. Außenbeleuchtung checken / Schneelast fürs Dach in manchen Regionen beachten

Die Wohnung winterfest machen

Mieter haben es in dieser Hinsicht etwas leichter, denn ihre Checkliste ist deutlich kürzer als die der Hausbesitzer. Möchten sie ihre Wohnung winterfest machen, dann müssen auch sie einen Blick auf die Heizung werfen, genauer auf die Heizkörper. Diese sollten intakt sein und keine ungewöhnlichen Töne wie Gluckern und Blubbern von sich geben. Ist das der Fall, können sie die Heizkörper entlüften. Meist genügt dieser Eingriff und die Heizkörper laufen wie gewohnt weiter. Falls nicht, dann sollten sie als Erstes den Vermieter kontaktieren und ihm die Sachlage mitteilen.

Richtig heizen für Mieter

Wer es kühl mag, kann die Heizkörper auch auf niedrige Stufen einstellen. Mieter sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, zu heizen. Kommt es aber aufgrund falscher bzw. mangelnder Beheizung der Räume zur Schimmelbildung, so müssen sie für die Schäden haften.   

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Ob Mieter oder Eigentümer: Mit dem Wintereinbruch sollten die eigenen vier Wände gut gegen die teils eisigen Temperaturen geschützt sein. Wer sein Haus winterfest machen möchte, fängt am besten mit der Heizungsanlage an.   

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