In den Sommerurlaub fahren und Strom sparen – so geht´s

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Die Tickets sind gebucht, die Koffer gepackt, der Herd abgedreht und die Lichter ausgeschaltet. Und trotzdem dreht sich der Stromzähler noch immer weiter. Dabei ist Stromsparen während des Urlaubs so einfach, wie Sie es in den folgenden Abschnitten erfahren werden.

Die Themen im Überblick:

Stromsparen während des Urlaubs ist einfach

Die meisten Menschen werfen noch einen kurzen und prüfenden Blick auf den Herd und die Lichter im Haus, bevor sie vollbepackt in den Urlaub fliegen oder fahren. Das ist zwar richtig, jedoch nicht optimal. Denn neben der Beleuchtung und dem Kochherd gibt es in einem üblichen Haushalt noch andere Elektrogeräte, die auch in Abwesenheit der Bewohner Strom verbrauchen – wenn auch nicht in dem Maße wie an normalen Tagen.

Wie viel Geld ein Haushalt einsparen kann, hängt unter anderem von laufendem Stromvertrag, der Anzahl der Elektrogeräte und der Dauer des Urlaubs ab. Grundsätzlich lassen sich mit ein paar Maßnahmen schnell Beträge im zweistelligen Bereich erreichen. Diese können dann in die Urlaubskasse einfließen und entlasten zudem die Umwelt, da kein unnötiger Strom verbraucht wird. Alles, was dazu nötig ist, ist ein kurzer Kontrollgang durch die Wohnräume.

Stromfresser im Wohn- und Arbeitszimmer komplett ausschalten

Stromsparen während des Urlaubs fängt in der Regel in den Aufenthaltsräumen wie Wohnzimmer oder Arbeitszimmer an. Die meisten Haushalte verfügen über eine Stereoanlage sowie einen Rechner samt Zubehör wie Router, Monitor oder Drucker. Auch Ladegeräte für Telefone und Smartphone dürfen mittlerweile in keinem Haushalt fehlen. Um wirklich sparen zu können, reicht es nicht, die Geräte in den Stand-by-Modus zu versetzen. Hier hilft nur eins: den Stecker rausziehen. Als praktische Lösung haben sich schaltbare Steckdosenleisten erwiesen. Hier genügt ein Knopfdruck, und mehrere Geräte sind vom Netz getrennt.

Ein großes Online-Verbraucherportal hat ausgerechnet, wie groß das Einsparpotenzial solcher Steckdosenleisten ist. Würden alle Deutschen ein Jahr lang konsequent auf den Stand-by-Modus verzichten und stattdessen den Stecker ziehen, reichte die ersparte Leistung aus, um fünf Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.

Entspannen und sparen: Stromsparen während des Urlaubs ist einfach.

Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen

Wer drei Wochen oder länger in den Urlaub fährt, kann auch darüber nachdenken, den Kühlschrank komplett abtauen zu lassen. Insbesondere im Eisfach setzt sich mit der Zeit eine Eisschicht an den Wänden an, die die Kühlleistung deutlich mindert. Beim Abtauen ist es wichtig, dass das Gerät vollständig ausgeschaltet ist und ein Behälter sowie ein Lappen vorhanden sind. Je nach Dicke der Eisschicht und der Größe des Kühlgerätes kann die Abtaudauer variieren.

Nachdem Abtauen sollte die Tür offenbleiben, damit sich keine Gerüche oder gar Schimmel bilden. Generell gilt, dass Kühlschränke nicht zu kalt eingestellt sein sollten. Im Kühlschrank selbst reichen sieben Grad Celsius und im Gefrierfach -18 Grad Celsius. Zum Stromsparen während des Urlaubs gehört aber nicht nur das Abtauen des Kühlschranks. Auch andere Elektrogeräte wie Toaster, Kaffeevollautomaten und die Mikrowelle sollten komplett abgeschaltet sein.

Einsparpotenziale im Bad und im Schlafzimmer

In vielen Haushalten wird Warmwasser noch mithilfe eines Elektroboilers erzeugt. Ein weiteres Sparpotenzial bietet auch das Abschalten dieses Geräts. Aber Vorsicht: Bei großen Anlagen lohnt sich das Abschalten nur bei einer längeren Abwesenheit. Denn die Geräte brauchen zur einmaligen Erwärmung des Wassers viel Energie. Auch Ladegeräte für Rasierapparate und Zahnbürste können vom Netz. Wer in seinem Schlafzimmer Elektrogeräte wie Fernseher oder Radiowecker hat, sollte diese auch vom Netz trennen.

Heizung auf Sommerbetrieb stellen

Neue Heizungsanlagen lassen sich schnell und unkompliziert in den sogenannten Sommerbetrieb versetzen. In diesem Modus arbeiten Kessel und Umwälzpumpe nicht durchgehend, sondern nur dann, wenn Warmwasser benötigt wird. Unabhängig vom Sommerurlaub sollte die Heizung in den warmen Monaten in diesen Betrieb versetzt werden.

Strommessgeräte decken Stromfresser auf

Um sicherzugehen, dass die Einsparmaßnahmen auch zum Erfolg führen, empfehlen Experten, den Stromzähler vor der Abreise zu kontrollieren und den Stand zu notieren. Bei der Rückkehr lassen sich die Erfolge schnell feststellen. Wer über den Urlaub hinaus den Stromverbrauch aller Haushaltsgeräte im Blick behalten möchte, kann auch zu einem Strommessgerät greifen. Der Verbrauch einzelner Geräte lässt sich damit schnell herausfinden. Die Geräte gibt es bereits ab zehn Euro zu kaufen.

Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Kühlschrank abtauen, den Stecker ziehen und die Heizung in den Sommerbetrieb fahren. Stromsparen während des Urlaubs ist einfacher als gedacht. Manche Tipps lassen sich auch außerhalb der Urlaubszeit umsetzen.

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