Heizung reinigen und Energie sparen?

Wie das Blut im menschlichen Körper zirkuliert auch das Wasser in der Heizung unentwegt durch das gesamte System. Es nimmt die Wärme des Kessels auf, transportiert sie zu den Heizflächen und sorgt so für ein kuschelig warmes Zuhause. Sind die Rohrleitungen, Armaturen oder Einbauten dabei verstopft, funktioniert das nur noch eingeschränkt. Die Folgen: Der Kessel verbraucht mehr Energie und die Kosten steigen. Damit die Anlage wieder wie gewohnt funktioniert, ist das Thema Heizung reinigen zu beachten. Wie das funktioniert und worauf es dabei ankommt, erklären wir in diesem Beitrag.

Kupferroh-Rolle - Heizung reinigen ist auch bei neuen Anlagen wichtig

Wie kann eine Heizung verschmutzen?

Moderne Heizungsanlagen sind geschlossene Systeme. Auch wenn dabei über Jahre hinweg das gleiche Wasser zirkuliert, müssten Verstopfungen doch eigentlich ausgeschlossen sein? Nicht ganz, denn die Heizungsrohre und Armaturen, das Heizungswasser sowie die Bedingungen bei der Montage und Inbetriebnahme können dazu führen, dass sich Schwebstoffe und Verschmutzungen in den Rohren absetzen.

Vor allem in älteren Heizungsanlagen können so zum Beispiel Verschmutzungen wie Fette oder Öle, die bereits bei dem Bau der Anlage in das System gelangten, für Probleme sorgen. Durch eine fachgerechte Spülung der Heizungsanlage bei der Inbetriebnahme, bei der Handwerker die gesamte Heizung reinigen, kann diese Ursache heute nahezu ausgeschlossen werden.

Welche Probleme entstehen durch die Verschmutzungen?

Bei den Heizungsrohren funktioniert das ähnlich wie bei Blutgefäßen im menschlichen Körper. Denn in beiden setzen sich Schwebstoffe oder Schmutzpartikel an engen Stellen ab. In einer Heizungsanlage passiert das zum Beispiel an Armaturen oder Formstücken, wie Bögen oder Winkeln.

Der sinkende Innendurchmesser behindert den Durchfluss und sorgt dafür, dass die Heizungspumpe mehr leisten muss. Treten die Ablagerungen darüber hinaus im Kessel oder in den Heizflächen auf, beeinträchtigen sie zusätzlich die Wärmeübertragung, wodurch die Leistung von Kessel und Heizkörpern abnimmt.

In beiden Fällen versucht die Regelung die Probleme auszugleichen, wodurch Energieverbrauch und Kosten ansteigen. Bleiben die Verstopfungen lange unbemerkt ohne die Heizung zu reinigen, können sogar Schäden und Undichtigkeiten am Rohrnetz entstehen.

Heizung reinigen: Wie funktioniert das?

Soll die Heizung gereinigt werden, müssen alle Heizungsrohre, alle Armaturen und alle Heizkörper intensiv gespült werden. Da kein System dem anderen gleicht, erfolgt die Reinigung mit Wasser und verschiedenen Reinigungsmitteln immer nach einem eigens angepassten Ablauf. Mit speziellen Spülgeräten wird die Heizung dabei so lange gereinigt, bis keine Verschmutzungen mehr vorhanden sind, das Wasser klar ist und die chemischen Eigenschaften den Anforderungen entsprechen.

Nach der Reinigung eingebrachte Schutzmittel können die Rohre und Armaturen vor neuen Ablagerungen schützen und so langfristig für Sicherheit und Effizienz sorgen.

Woran erkennt man, dass die Heizung zu reinigen ist?

Ob die Heizung zu reinigen ist, erkennen Hausbesitzer unter anderem daran, dass einige Heizkörper kalt bleiben, pfeifende Strömungsgeräusche zu hören sind und die Kosten für Strom und Heizung steigen. Zusätzliche Gewissheit gibt jedoch erst eine chemische Analyse des Heizungswassers. Denn wie das menschliche Blut, verrät auch das sehr viel über den Zustand der Heizungsanlage. Nach einer Untersuchung auf pH-Wert und Inhaltsstoffe, kann ein Installateur gut erkennen, ob die Heizung zu reinigen ist.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Vor allem in alten Heizungsanlagen zirkuliert über viele Jahre hinweg das gleiche Wasser. Bleiben einige Heizkörper kalt oder steigen die Kosten für Pumpe und Kessel, kann es sich lohnen die Heizung zu reinigen.

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