Heizung im Winterurlaub: Das gilt es zu beachten!

Frost und Kälte machen nicht vor den eigenen Wohnräumen halt, nur weil Sie im Winterurlaub oder bei der Familie sind. Die Heizung im Winterurlaub benötigt daher besondere Aufmerksamkeit. Wird sie während Ihrer Abwesenheit falsch reguliert oder einfach völlig abgedreht, ist das aus vielerlei Hinsicht eher negativ zu betrachten. Mitunter kann es sogar zu kostspieligen Folgekosten oder starken Schäden kommen.

Heizung im Winterurlaub nicht völlig abdrehen

Ein häufiger Trugschluss lautet noch immer: die Heizung wird nur dann angeschaltet, wenn sich auch Bewohner im Haus oder der Wohnung befinden. Sind diese fĂĽr einen längeren Zeitraum verreist, werden die Heizkörper abgedreht. Viele Menschen sehen darin eine gute Gelegenheit, um Heizkosten zu sparen. Das kann vor allem bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt richtig gefährlich werden. Davor haben schon zahlreiche Experten gewarnt. Selbst bei "nur" kalten Temperaturen um die zwei oder drei Grad Celsius droht eine erhöhte Schimmelgefahr, wenn die Wohnräume völlig kalt bleiben.

Auch Bad und KĂĽche weiterhin beheizen

Das Gegenteil zur häufig umgesetzten Praxis ist der Fall. Die Heizung im Winterurlaub gehört angestellt und sollte die Räume wenigstens auf eine Grundtemperatur temperieren. Damit wird erreicht, dass diese während einer ein- oder zweiwöchigen Abwesenheit nicht komplett abkühlen. Betroffen sind längst nicht nur die Wohnräume. Stattdessen gilt dieser Grundsatz sowohl für die Küche als auch das Bad. Grund sind die hier verlegten Wasserleitungen. Kühlt die Wohnung zu stark ab, können diese gefrieren. Kommen Sie dann aus dem Urlaub zurück, haben Sie entweder kein Wasser oder aber im schlimmsten Fall einen gehörigen Wasserschaden, da die zugefrorenen Rohre aufgesplittert oder geplatzt sind. Läuft das Wasser nicht mehr, ist dieses höchstwahrscheinlich gefroren, weil die Heizung im Winterurlaub ausgestellt war.

Familie im Winterurlaub - Heizung im Winterurlaub

Heizung im Winterurlaub: die erforderliche Stufe variiert

Auf welche Stufe Sie die Heizung im Winterurlaub stellen mĂĽssen, sofern keine automatisierten Thermostate genutzt werden, hängt unter anderem von der Dämmung ab. Wohnungen oder Zimmer mĂĽssen zudem immer etwas stärker beheizt werden, da niedrige Temperaturen vom Erdboden durchdringen, während die warme Luft automatisch langsam nach oben steigt. Idealerweise sollten Sie im Urlaub eine Temperatur von rund 15 Grad anstreben. Diese lässt sich bei einer adäquaten Dämmung auch mit relativ ĂĽberschaubaren Heizkosten umsetzen. Sie verhindert zudem, dass die Rohre platzen oder das Wasser gefriert. Die normale WohlfĂĽhltemperatur in Räumen variiert von Mensch zu Mensch. Die meisten bevorzugen rund 21 Grad. Jemand der es kĂĽhler mag, kommt auch mit 18 Grad Celsius zurecht.

Heizung anlassen reduziert Schimmelgefahr

Bleibt die Heizung im Winterurlaub angeschaltet, wird zudem das Risiko für Schimmelbefall reduziert. Schimmel entsteht unter anderem durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, welche sich mitunter schnell bildet, wenn nicht gelüftet und nicht geheizt wird. Wird hingegen auch im Urlaub geheizt, kann die warme Luft mehr Luftfeuchtigkeit binden. Dadurch wird die gesamte im Raum befindliche Luftfeuchtigkeitsquote reduziert. Dennoch empfiehlt es sich, wenn Sie jemanden aus der Familie oder dem Freundes- und Bekanntenkreis bitten, alle zwei bis vier Tage in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung vorbeizuschauen. Diese können die Heizung im Winterurlaub zumindest kurz völlig abdrehen und einmal kräftig lüften.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Nachteilig für Ihre Abrechnung ist es im Übrigen nicht, wenn Sie die Heizung im Winterurlaub angeschaltet lassen. Denn wird kontinuierlich geheizt, nehmen Fußboden und Möbel die Temperatur auf. Sind diese, aufgrund mangelnden Heizens, völlig abgekühlt, müssen sie erst erwärmt werden, bevor tatsächlich die Raumluft spürbar wärmer wird.

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