Heizung geht nicht – diese Tipps helfen

Ist die Heizung ausgefallen, geraten Mieter und Hausbesitzer schnell in Panik. Denn in der Regel passiert das genau dann, wenn es draußen richtig kalt ist. Für Erleichterung sorgt die Tatsache, dass viele Probleme selbst oder zusammen mit einem Heizungsmonteur schnell in den Griff zu bekommen sind. Denn die Heizung geht nicht, weil Einstellungen nicht stimmen, Ventile klemmen oder einzelne Bauteile defekt sind. Im Folgenden geben wir Tipps für Mieter und Hausbesitzer, deren Heizung ausgefallen ist. 

Die Heizungsanlage überprüfen 

Kommen Hausbesitzer an einem kalten Winternachmittag nach Hause und stellen fest: Die Heizung geht nicht, sollte der erste Weg zum Kessel führen. Denn dabei lassen sich viele größere Probleme schnell ausschließen.

Heizung ausgefallen: Warmer Tee und Pullover sorgen für Wärme
 © Ivan Kruk | Fotolia

Steht der Kessel auf Störung ist die Heizung ausgefallen

Steht der Kessel zum Beispiel auf Störung, können wesentliche Teile der Anlage defekt sein. Da die Fehlersuche ohne Fachkenntnis zur unlösbaren Aufgabe werden kann, empfiehlt es sich schnell einen Installateur zu rufen. Mit dem entsprechenden Fehlercode und einer Schilderung der Störung kann sich dieser gut auf den Einsatz vorbereiten und das Problem schnell lösen. 

Probleme mit der Brennstoffversorgung

Ist die Heizung ausgefallen, kann das auch an der Brennstoffversorgung liegen. Denn die Heizung geht nicht, wenn der Brenner zu wenig oder gar keinen Treibstoff bekommt. Passieren kann das zum Beispiel dann, wenn der Füllstand im Öltank besonders niedrig ist. Denn dann verstopfen Schwebstoffe vom Boden Leitungen und Ventile. Tanken sollten Hausbesitzer aus diesem Grunde immer dann, wenn die Behälter nur noch zu einem Viertel gefüllt sind.

Die Regelung ist verstellt

Die Heizung geht nicht, wenn die Heizungsregelung verstellt ist. So ist die Heizfunktion deaktiviert, wenn die Anlage auf Sommerbetrieb steht. Bleibt es dagegen nur an besonders kalten Tagen lauwarm, kann eine ungünstige Einstellung die Ursache sein. Abhilfe schafft dabei die Kontrolle der Heizkurve. Denn diese gibt vor, welche Leistung gerade benötigt wird. Wie das funktioniert, erklären wir im Beitrag „Heizkurve“.

Heizung geht nicht, weil die Pumpe streikt

Die Heizungspumpe fördert warmes Wasser durch die gesamte Anlage. Dieses versorgt die Heizflächen mit Energie und das Haus mit kuscheliger Wärme. Streikt die Pumpe, fließt kein Wasser und die Heizung ist ausgefallen. Überprüfen lässt sie sich zum Beispiel mit einem Schraubenzieher. Zwischen Ohr und Pumpe gehalten, sollte dieser Vibrationen und Geräusche spüren lassen. Ist die alte defekt, können Hausbesitzer mit einer neuen und geförderten Hocheffizienzpumpe sogar bares Geld sparen.

Heizung ausgefallen: Der Druck ist zu niedrig

Lässt sich keine Störung feststellen, wurde die Regelung überprüft und arbeitet auch die Pumpe planmäßig? Dann ist auch folgendes möglich: Die Heizung geht nicht, weil der Druck im System zu niedrig ist. Denn auch das kann den Wärmetransport stören und für kalte Heizkörper sorgen. Feststellen lässt sich das Problem durch einen Blick auf das Manometer. Dieses ist entweder in den Kessel integriert oder in dessen Nähe angebracht. Zeigt die Anzeige im Einfamilienhaus nicht wenigstens 1 bis 1,5 bar, müssen Hausbesitzer Heizwasser nachfüllen.

Fällt der Druck dennoch immer wieder, lässt das zum Beispiel auf ein defektes Ausdehnungsgefäß oder ein Leck im System schließen. In diesem Fall hilft ein Installateur, wenn die Heizung ausgefallen ist.

Kessel läuft, aber Heizkörper bleiben kalt

Nicht immer sind die Ursachen für Probleme im Heizungskeller zu finden. So lautet die Diagnose häufig auch: Die Heizung geht nicht, weil Heizflächen in ihrer Funktion gestört sind.

Wenn die Ventile klemmen, ist die Heizung ausgefallen 

Vor allem zu Beginn der Heizperiode kann dabei ein Thermostatventil klemmen. Das regelt den Heizwasserdurchfluss und sorgt dafür, dass immer ausreichend Wärme zur Heizfläche gelangt. Geht es darum, die Funktion zu überprüfen, sollten Hausbesitzer und Mieter zunächst den drehbaren Kopf abnehmen. Darunter finden sie einen Stift, der eigentlich frei sitzen sollte. Das heißt: Wird er per Hand in das Ventil gedrückt, sollte er auch von selbst herausrutschen.

Bleibt er dagegen stecken, verschließt er das Ventil und die Heizung geht nicht. Um die Funktion wiederherzustellen, sollten Hausbesitzer etwas Fett oder Öl auf den Ventilstift auftragen und diesen mit einer Zange mehrmals vorsichtig hinein und heraus bewegen. 

Heizung geht nicht aufgrund von Luft im System

Häufig ist auch Luft im System die Ursache für kalt bleibende Heizflächen. Vor allem zu Beginn der Heizsaison können Mieter und Hausbesitzer dabei die Heizkörper entlüften. Das funktioniert, in dem man die Entlüftungsventile betroffener Heizflächen mit einem speziellen Schlüssel langsam öffnet. Fließt Wasser heraus, ist keine Luft mehr vorhanden und das Ventil kann wieder geschlossen werden. Übrigens: Für optimale Ergebnisse sind zwei Punkte zu beachten. So sollten Mieter und Hausbesitzer die Ventile aller Heizkörper voll aufdrehen und wenn möglich auch die Pumpe abschalten.  

Heizkörper werden ungleichmäßig warm

Die Heizung geht nicht richtig, wenn kein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde. Denn dieser sorgt für eine optimale Verteilung der Wärme im Haus. Ohne einen Abgleich sind Heizkörper, die sich sehr nah am Kessel befinden zu heiß, während andere lauwarm bleiben.

Neben einer funktionierenden Heizung sorgt die Maßnahme auch für sinkende Energiekosten. Denn sie entlastet die Heizungspumpe und ermöglicht geringere Temperaturen und damit auch sinkende Wärmeverluste im System. Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert die Maßnahme darüber hinaus sogar mit einem Zuschuss von 30 Prozent. 

Heizung geht nicht – Mietminderung ist möglich

Im Vergleich zu Hausbesitzern haben Mieter nur wenig Möglichkeiten, wenn sie feststellen: Die Heizung geht nicht! Dafür können sie in vielen Fällen die Miete senken. Wann das möglich ist und worauf sie achten sollten, wenn die Heizung ausgefallen ist, erklären wir im Beitrag „Mietminderung bei einem Heizungsausfall“.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Die Heizung geht nicht, weil die Technik streikt, die Regelung verstellt ist oder sich Luft im System befindet. Während viele Probleme mit etwas handwerklichem Geschick schnell selbst zu lösen sind, hilft ein Installateur im Notfall.  Ist die Heizung ausgefallen und es handelt sich um eine Mietwohnung, besteht sogar die Möglichkeit, die monatlichen Mietzahlungen zu kürzen. 

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon

Neueste Artikel

Vom 26. Mai 2018

Interessieren sich Verbraucher für eine neue Heizung, sollte die Beratung umfassend und individuell sein. Wir erklären, worauf es dabei ankommt und wie Bauherren und Sanierer kompetente Partner finden. weiterlesen

Vom 25. Mai 2018

Die mobile Heizung ist flexibel einsetzbar. Ihre Leistung liegt je nach Technik bei wenigen 100 Watt bis zu mehreren Megawatt. Wir geben die wichtigsten Infos zu Arten, Einsatzbereichen und Kosten. weiterlesen

Vom 23. Mai 2018

Wärme ist eine Prozessgröße und beschreibt keinen Zustand wie in "es ist warm", sondern einen Vorgang der Übertragung. Dabei lassen sich drei Arten unterscheiden, die alle in der Heiztechnik genutzt werden. weiterlesen

Vom 21. Mai 2018

Die Sockelheizung sorgt für Behaglichkeit und schützt vor Schimmel. Sie lässt sich einfach montieren und begünstigt die Effizienz der Heizung. Wir erklären, wie sie funktioniert und was sie kostet. weiterlesen

News article img

Artikelbewertung