Heizung für den Altbau mit modernen Heizsystemen

Die Neuinstallation einer Heizung im Altbau erfordert langfristiges Denken und entsprechende Maßnahmen. Vor allem Heizsysteme mit sehr hoher Energieeffizienz setzen für einen optimalen Wirkungsgrad aufwendige Umbaumaßnahmen voraus. Aktuell ist es unmöglich, die Preisentwicklung von Energieträgern wie Öl, Gas oder auch Holz zuverlässig zu prognostizieren. Daher erfolgt die Entscheidung für ein Heizsystem für den Altbau häufig unter den vier wichtigsten Aspekten. Dazu gehören der Umweltverträglichkeit, der Wirkungsgrad oder die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen sowie die aktuell verursachten Kosten ohne Prognose für die Zukunft.

Die optimale Heizung für den Altbau

Das Bundesumweltamt führte unter dem Titel "Umweltwirkung von Heizungssystemen in Deutschland" eine groß angelegte Studie durch. Im Rahmen der Untersuchungen wurden Neubauten nach EnEV 2009 und nicht sanierte Altbauten genauer betrachtet. Insgesamt zwölf verschiedene Heizsysteme wurden bewertet. Zum Teil waren sie mit und ohne Solarthermie kombiniert. Verglichen wurden neben den Emissionswerten die Jahresgesamtkosten der einzelnen Heizsysteme.

Altbau Haus von außen mit Altbau Heizung

Es war zu erwarten, dass die Jahresgesamtkosten eines Heizsystems beim unsanierten Altbau immer höher liegen als beim Neubau. Trotzdem zeichnete sich eine Tendenz für die optimale Heizung im Altbau ab. Diese kann als Entscheidungshilfe für Immobilienbesitzer dienen:

  • Scheitholzkessel weisen die beste Kostenbilanz auf.
  • An zweiter Stelle liegen Heizungen mit ölbetriebenem Brennwertkessel.
  • Den dritten Platz nimmt der Gas-Brennwertkessel ein.

Die drei angeführten Heizsysteme liegen bei Betrachtung der Gesamtkosten-Bilanz vor den alternativen Systemen wie einer Wärmepumpen-Solar-Kombination. Auch dann, wenn der für die Wärmpumpe nötige Strom über eine eigene Photovoltaik-Anlage produziert wird. Dies liegt vor allem daran, dass Wärmepumpenheizungen als Flächenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen am effektivsten sind. Und um diese Vorteile zu nutzen, sind im Altbau häufig umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Installation einer Fußbodenheizung oder Wandheizung erforderlich.

Scheitholzkessel und Pelletheizung als Heizung für den Altbau

Die effizienteste Heizung für den Altbau ist wohl der Scheitholzkessel. Der ist in seiner Funktion der Pelletheizung sehr ähnlich. Es fehlt nur die automatische Zuführung. Sein Nachteile liegen jedoch in der Lagerung des Heizmaterials, die eine entsprechende Infrastruktur erfordert sowie in der manuellen Beschickung. Wer diese Unbequemlichkeiten in Kauf nimmt, ist mit dem Scheitholzkessel als Heizung für den Altbau unter Betrachtung der Kosten bestens beraten. Eine Alternative stellt die Pelletheizung dar. Wobei auch hier ein dem Bedarf angepasster Lagerraum nötig ist. Das gilt übrigens auch für den ausreichend Raum für die Fördereinrichtung zwischen Pelletlager und Brenner. Das Herzstück dieser beiden Heizsysteme ist die durchdachte Mess- und Regeltechnik. Sie sorgt für eine optimale Zuführung und somit für umweltschonende und effiziente Verbrennung von Holz oder Pellets.

Brennwertkessel als effiziente Heizung für den Altbau

Die geringsten Investitionskosten erfordert der Austausch eines bestehenden Kessels gegen einen modernen Brennwertkessel. Unabhängig davon, ob der Betrieb mit Gas oder Öl erfolgt. Moderne Brennwertkessel nutzen die Wärmeenergie der produzierten Abgase und reduzieren dadurch den Verbrauch fossiler Brennstoffe. Dies gilt auch für die modernen Brennwertkessel der bereits beschriebenen Pelletheizung. Eine Alternative für einzelne Wohneinheiten im Altbau bildet die Gastherme für Etagenheizungen. Diese Gasthermen, die als Wandgeräte kompakt konstruiert sind, nutzen ebenfalls das Konzept großer Brennwertkessel.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

So umweltschonend und langfristig kosteneffizient alternative Heizsysteme sind, basiert die Heizung für den Altbau im Idealfall auf bewährten Brennwertkesseln mit innovativen Technologien. Ist der Immobilienbesitzer bereit, aufwendige Umbaumaßnahmen wie das Verlegen einer Fußbodenheizung oder Wandheizung in Kauf zu nehmen, bilden die neuen Heizsysteme für den Altbau eine interessante Alternative.

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