heizung.de Tipp des Monats: Optimales Lüften im Sommer

Im Hochsommer scheint die Sonne in der Regel mehrere Stunden am Tag unerbittlich und der Wohnraum heizt sich auf. Häufig kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzu. In unserem Tipp des Monats erfahren Sie, wie Sie auch während der wärmsten Phase des Jahres richtig lüften und welche Vorkehrungen zu treffen sind.

Die Themen im Überblick:

Grundlegendes zum richtigen Lüften im Sommer

Die größte Herausforderung ist das richtige Lüften im Sommer, um die Zimmer in der Wohnung oder im Haus kühl zu halten. Dabei geht es nicht nur darum, ein angenehmes Raumklima zu schaffen, sondern auch um die Vermeidung von Schimmel. Neben einfachen Verhaltensregeln beim Lüften kann dies auch durch eine entsprechende technische Ausstattung erreicht werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Lüften im Sommer?

Hausbesitzer und Mieter sollten grundsätzlich im Hochsommer nur abends, in der Nacht sowie in den frühen Morgenstunden die Fenster öffnen. So wird sichergestellt, dass auch wirklich kühlere und frische Luft in den Innenraum gelangt.

Stoß- und Querlüften

Beim Lüften sollte besser auf das Ankippen der Fenster verzichtet werden. Dabei sollte möglichst viel Luft auf einmal in die Räume gelassen werden, damit ein vollständiger Austausch der Luft von innen nach außen erfolgen kann. Stoßlüften und Querlüften sind in diesem Zusammenhang zwei Schlüsselbegriffe. Im besten Falle kann nämlich bereits ab einer Dauer von 20 bis 25 Minuten ein optimaler Luftaustausch stattfinden. Um diesen Vorgang zu beschleunigen, sollte die Lüftung von einer Seite der Wohnung zur anderen erfolgen. Werden gegenüberliegende Fenster geöffnet, kommt es zum sogenannten Durchzug. Querlüften lohnt sich vor allem dann, wenn die Luft im Innenbereich mit viel Feuchtigkeit, wie etwa nach dem Duschen oder Kochen, angereichert ist.

Tagsüber Räume abdunkeln

Umso mehr Sonnenlicht in die Räume gelangt, desto stärker heizen sich diese auf. Deshalb sollten nicht nur die Fenster tagsüber geschlossen, sondern auch die Rollladen oder Jalousien heruntergelassen werden.

Das Bild zeigt den heizung.de Tipp des Monats zum optimalen Lüften im Sommer.

Keller lüften im Sommer

Selbst im Hochsommer sind die Kellerräume in der Regel der kühlste Ort in einem Haus. Die Außenmauern des Untergeschosses erwärmen sich nur langsam. Deshalb ist beim Lüften besondere Vorsicht geboten. Denn wird warme, feuchte Luft eingelassen, kühlt diese zu rasch ab und kondensiert an den noch kalten Wänden. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit im Keller rapide an. Beim Lüften im Sommer darf der Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft nicht höher sein als jener im Kellerraum. Deshalb eignen sich auch hier insbesondere die frühen Morgenstunden zum Stoß- und Querlüften.

Das Lüften des Kellers im Sommer ist bei sehr hohen Außentemperaturen ein Mal am Tag durchzuführen. Diese Maßnahmen schränken das Risiko zur Schimmelbildung ein. Denn hat sich dieser Pilz einmal im Keller festgesetzt, ist es schwer, diesen wieder herauszubekommen.

Nachtkühlung mithilfe eines Bypasses bei Lüftungsgeräten

Eine Alternative oder Ergänzung zu den bereits genannten Maßnahmen für das angemessene Lüften im Sommer ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Diese erhöht die Lebensqualität und schaffen ein angenehmes Raumklima, da ein optimaler Luftaustausch stattfindet. Sie sind gerade in sehr luftundurchlässigen Neubauten sehr sinnvoll. Eine Prüfung durch einen Fachmann sollte dem auf jeden Fall vorangestellt sein. Zentral ist dabei der benötigte Luftaustausch, damit sich Schimmel erst gar nicht bilden kann. Doch wie können diese Anlagen dabei helfen, die Räumlichkeiten abzukühlen?

Grundsätzlich entziehen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung der Abluft Wärme, um sie dann indirekt auf die herein strömende Außenluft zu übertragen. Das ist vor allem in den Wintermonaten wichtig. Doch für den Sommer erscheint dies wenig sinnvoll. Deshalb verfügen die Anlagen in der Regel über einen sogenannten integrierten Sommerbypass. Die kühle Außenluft strömt durch diesen Bypass und von dort in die Räume. Damit wird der Wärmetauscher umgangen, der normalerweise die Luft von außen leicht erwärmt. So kann das Aufheizen des Gebäudes reduziert werden.

Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Beim richtigen Lüften im Sommer sind die kühleren Nachttemperaturen entscheidend. Zudem sollte das Sonnenlicht ausgesperrt werden, damit sich die Wohnräume tagsüber nicht aufheizen. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und integriertem Sommerbypass können zusätzliche Abhilfe gegen stickige Luft im Innenraum schaffen.

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