heizung.de Tipp des Monats: Heizung jetzt optimieren

Der meteorologische Herbst beginnt bereits am 1.September jeden Jahres. Das ist auch der Zeitpunkt, seine Heizung zu optimieren und so für die kommende lange Heizsaison fit zu machen. Was Sie dabei beachten und welche Schritte Sie auf gar keinen Fall vergessen sollten, lesen Sie im nachstehenden Artikel.

Die Heizung fit machen – aber warum?

Die Heizung zu optimieren, bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Hausbesitzer profitieren in der Regel nicht nur von sinkenden Heizkosten. Auch die Umwelt kann sich freuen. Denn werden die richtigen Schritte eingeleitet, reduziert das den Einsatz von Brennstoffen sowie den Ausstoß von CO2 und anderen Schadstoffen.

Eine eigene Checkliste anlegen

Um die Heizung umfassend zu optimieren, muss an einiges gedacht werden. Deshalb ist es ratsam, sich eine kleine Liste anzulegen oder ein paar Fragen zu notieren. Werfen Sie also einen Blick auf die gesamte Heizungsanlage und verschaffen sich einen Überblick über mögliche Stellschrauben, die in Angriff genommen werden sollten. Dabei helfen möglicherweise folgende Fragen:

  • Sind die Heizkosten auffällig hoch?
  • Macht die Heizung Geräusche?
  • Werden die Heizkörper nicht richtig warm?
  • Erwärmen sich die Heizflächen in den verschiedenen Räumen unterschiedlich?
  • Wann haben Sie zuletzt Einstellungen an der Heizung vorgenommen?

Bevor Sie diesen Fragen auf den Grund gehen, ist es jedoch empfehlenswert einen Blick auf die Anlage zu werfen. Für eine optimale Wärmeverteilung im Raum sollten die Heizkörper nicht mit Möbeln zugestellt sein. Auch eine Reinigung und das Befreien von Staub, der sich oft hinter dem Heizkörper sammelt, kann nicht schaden.

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Maßnahmen um die Heizung zu optimieren

Möchten Anlagenbesitzer ihre Heizung fit machen, sind unterschiedliche Maßnahmen möglich. Einige davon können einfach selbst durchgeführt werden. Für andere ist es ratsam einen Installateur zu Rate zu ziehen. An dieser Stelle sei erwähnt: Es ist auch dann sinnvoll, eine Heizung zu optimieren, wenn Anlagenbesitzer keine größeren Auffälligkeiten bemerken.

Heizung an die eigenen Bedürfnisse anpassen

Damit die Heizung nicht unnötig läuft und zu viel Wärme ungenutzt bleibt, sollten die eigenen Heizgewohnheiten sowie die gewünschten Raumtemperaturen klar sein. Unter Umständen muss die Temperatur im Arbeitszimmer nicht ganztägig bei 20 Grad Celsius liegen. Außerdem hat sich womöglich die Raumaufteilung in einem Haus verändert. Das führt dazu, dass die Wärme nun anders verteilt werden sollte. Deshalb sollten Wärmebedarf, -erzeugung sowie -verteilung und die entsprechenden Heizflächen, Regelungen sowie das Nutzerverhalten aufeinander abgestimmt sein. Nur so lässt sich die Heizung optimieren. Lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Fachmann hierbei beraten. Dieser kann Ihnen auch Maßnahmen zur Heizungsmodernisierung an die Hand geben.

Heizung optimieren mit hydraulischem Abgleich und Heizungs-Check

Um die Heizung zu optimieren und das gesamte System wieder auf Vordermann zu bringen, lohnt sich ein hydraulischer Abgleich. Ein Fachhandwerker überprüft alle relevanten Komponenten der Anlage, ob diese richtig dimensioniert sind und gut ineinandergreifen. Denn nicht selten kommt es zu dem Phänomen, dass die Räume unterschiedlich warm werden. Dem Heizkessel nahe Heizkörper sind zu heiß und ferne bekommen kaum etwas vom heißen Heizwasser aus dem Kessel ab. Kern des Abgleichs ist es dann, die Voreinstellungen an den Thermostatventilen richtig vorzunehmen. Damit wird die Durchflussmenge des Heizwassers exakt reguliert und so auf den entsprechenden Bedarf im Raum angepasst.

Bei einem Heizungs-Check geht es in erster Linie darum, das Einsparpotenzial einer Heizungsanlage festzustellen. Hierbei werden verschiedenste Daten erfasst und ausgewertet. Der durchführende Handwerker leitet aus diesen Ergebnissen Maßnahmen ab, um die Heizung zu optimieren.

Weitere Maßnahmen um die Heizung zu optimieren

Auch die sogenannte Nachtabsenkung kann eine Option sein, die Heizung zu verbessern und für die kalten Monate fit zu machen. Denn diese schaltet den Brenner aus und lässt die Heizung herunterfahren, wenn die Wohnräume nachts nicht genutzt werden. Damit sparen Anlagenbesitzer Energie und somit Kosten.

Daneben sind Wasserdruck und –stand wichtige Elemente, um die Heizung zu optimieren. Auch Laien können dies schnell und einfach prüfen. Ein Blick auf das Manometer reicht aus. Um Schäden zu vermeiden, ist es wichtig beim Nachfüllen auf die VDI Richtlinie 2035 zu achten. Stimmt der Wasserdruck oder die Verteilung des Heizwassers nicht, kann auch die Heizung gluckern oder es kommt zu anderen unangenehmen Geräuschen. Die betrifft in der Regel einzelne Heizkörper, die in einem solchen Fall zu entlüften sind. Wie Sie dabei richtig vorgehen, lesen Sie unter: Heizung entlüften.

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Um mit gutem Gewissen in die kühleren Monate starten zu können, ist es ratsam, die Heizung zu optimieren. Das heißt jedoch nicht, den Heizkessel oder die Anlage komplett auszutauschen, sondern lediglich einige Elemente zu justieren. Außerdem sollte der Heizbedarf und das Nutzerverhalten genau unter die Lupe genommen werden. Denn wenn diese mit der Heizungsanlage korrespondieren, kann langfristig Energie eingespart werden.

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