heizung.de Tipp des Monats: Duschen statt Baden

An sehr kalten Wintertagen gibt es kaum etwas Schöneres, als ein heißes und wohltuendes Bad. Der Körper entspannt sich dabei und gewinnt wieder Kraft für kommende Herausforderungen. Steigen die Temperaturen und die Sonnenstunden, bekommen die meisten Menschen allein durch das Sonnenlicht einen Energieschub. Verantwortlich dafür ist unter anderem das Hormon Serotonin, das vom Körper vermehrt ausgeschüttelt wird. Neben dem Baden funktioniert das Krafttanken auch anders, weshalb unser heizung.de Tipp des Monats sich dieses Mal dem Thema Duschen widmet.

Unsere Gründe für Duschen statt Baden

Natürlich gibt es auch gegen Ende des Frühlings und zu Beginn des Sommers kühle Tage, an denen ein entspanntes Bad mehr als verdient ist. Nehmen die Sonnenstunden jedoch stetig zu, spricht vieles für das Duschen statt Baden – und das aus mehreren Gründen.

Biologische Gründe

Wolkenverhangene Tage, klirrende Kälte und eine unsichtbare, kraftlose Sonne. Der lange Winter und der darauf folgende Frühling scheinen vorbei zu sein. An ihre Stelle treten nun angenehme Temperaturen, die tagsüber die 20 Grad-Grenze locker überschreiten. Durch die zunehmenden Sonnenstunden benötigt der menschliche Körper auch weniger Erholung. Schließlich produziert er vermehrt sogenannte Endorphine, also Glückshormone. Die wiederum steigern das allgemeine Wohlbefinden und vertreiben zudem depressive Verstimmungen.

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© dehweh | Fotolia

Gleichzeitig sorgt das Sonnenlicht dafür, dass die körpereigene Produktion von Melatonin abnimmt. Melatonin wird auch als Schlafhormon bezeichnet und regelt den Tag-Nacht-Rhythmus. Je höher der Melatonin-Spiegel ist, desto schläfriger fühlen wir uns. Ein weiterer Vorteil beim Duschen ist die deutliche Erfrischung. Vor allem das morgendliche Duschen bringt den Körper in kürzester Zeit in Form und ermöglicht somit einen elanvollen Start in den Tag.

Finanzielle Gründe

Nicht nur aus biologischen Gründen ist in den wärmeren Monaten das Duschen dem Baden vorzuziehen. Auch finanziell lohnt sich der Umstieg. Je nach Ausführung umfasst eine Badewanne 120 bis 150 Liter Wasser. Die Kosten für ein einziges heißes Bad bewegen sich zwischen 45 und 60 Cent. Exakte Angaben lassen sich schwer berechnen, da noch viele Faktoren eine Rolle spielen. Dazu gehören die Art der Warmwassererzeugung (Gas, Solarthermie, elektrisch, Öl usw.), die Wassertemperatur und auch die Zahl der Personen, die das warme Wasser „nutzen“.

Deutlich günstiger ist eine Dusche. Auch wenn sich hier exakte Angaben nicht wiedergeben lassen, so zeigen Richtwerte dennoch, dass ein Vollbad im Schnitt bis zu dreimal mehr Wasser braucht als eine fünfminütige Dusche. In Zahlen ausgedrückt kann ein Vier-Personen-Haushalt je nach Art der Warmwassererwärmung mehr als 100 Euro im Jahr einsparen. Wasser sparen lohnt sich sozusagen doppelt.

Ökologische Gründe

Der Wasserverbrauch pro Person hierzulande liegt bei 121 Liter am Tag. Die Menge bezieht sich allerdings nur auf das Trinkwasser, welches zur Essenzubereitung, für die Körperhygiene und die Wäsche verwendet wird. Auch wenn Deutschland nicht akut vom Wassermangel bedroht ist, in vielen Ländern ist sauberes Trinkwasser längst ein Luxusgut geworden. Und da trinkbares Wasser nur endlich vorhanden ist, die Weltbevölkerung aber stetig wächst, ist ein wassersparendes Verhalten gleichzeitig eine politische Haltung.

Happige Gebühren

Neben dem Kubikmeterpreis unterscheiden sich auch die Grundgebühren für die Wasserversorgung enorm. Hier ist Berlin mit 17,58 Euro pro Jahr am günstigsten. Die höchste durchschnittliche Grundgebühr fiel  in Thüringen mit 126,07 Euro an.

Platz- und Hygienegründe

Eine Dusche benötigt in der Regel weniger Platz als eine Badewanne. Bei einem Neubau mit beengtem Platzverhältnis kann diese Eigenschaft ausschlaggebend sein. Auch bei der Hygiene kann die Dusche punkten. Denn sie lässt sich nach der Nutzung viel einfacher reinigen, indem der vom Körper abgewaschene Schmutz einfach weggespült wird. Einen weiteren Vorteil hat das Duschen gegenüber dem Baden: Beim Ersteren trocknet die Haut nicht so stark aus, schließlich ist die Nutzungsdauer beim Duschen deutlich kürzer als beim Baden. 

Sparsames Duschen dank innovativer Technik

Mittlerweile gibt es auch im Bereich Bad und Sanitäranlagen ausgefeilte Techniken, die nicht nur das Duschen zu einem Erlebnis machen. Auch die individuellen Einstellbarkeiten und die Einsparung des Wassers rücken mehr und mehr in den Vordergrund. So verfügen moderne Duschköpfe über Massagefunktion und sind gleichzeitig mit Durchflussbegrenzern und Strahlreglern ausgestattet. Letztere dienen primär der Minderung des Wasserdurchsatzes und erhöhen dadurch das Einsparpotenzial merklich.

Je nach Technik und Duschverhalten lassen sich mithilfe eines solchen modernen Duschkopfes im Jahr mehrere Tausend Liter einsparen. Bei der Warmwasserbereitung durch einen Durchlauferhitzer könnte es gegebenenfalls zu einem Druckverlust kommen. Daher ist es ratsam, vor dem Einbau einen Installateur zu kontaktieren.

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen
Fazit von Minh Duc Nguyen
Wenn die Tage heller werden und die Temperaturen konstant hoch bleiben, ist es ratsam, sich mit Duschen anstatt Baden sauber zu halten. Dafür sprechen nicht nur finanzielle, sondern auch biologische Gründe.
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