heizung.de Tipp des Monats: Brennholz kaufen

Werden die Tage wieder kürzer und die Abende kühler, freuen sich Kaminbesitzer wieder auf das prasselnde Geräusch des Feuers und die angenehme Wärme. Sie müssen nur rechtzeitig daran denken, Brennholz zu kaufen. Aber auch Anlagenbesitzer von Festbrennstoffkesseln sind auf den Rohstoff aus dem Wald angewiesen. Erfahren Sie im folgenden Tipp des Monats, was es zu beachten gilt beim Kauf von Brennholz.

Warum Brennholz?

Nicht nur Kaminöfen sind eine schöne und beliebte Ergänzung für die Wärmeerzeugung im Herbst und Winter. Auch Holzheizungen liegen seit Jahren generell im Trend. Viele Hausbesitzer machen sich damit unabhängig von den fossilen Brennstoffen wie Öl oder Erdgas, die nur endlich zur Verfügung stehen. Holz hingegen gehört zu den erneuerbaren Ressourcen. Dabei nimmt das Brennholz eine spezielle Rolle ein. Denn es ist nur eine Variante von vielen, eine Holzheizung zu befeuern. Insbesondere Holzpellets und Hackschnitzel dominieren mittlerweile den Markt. Doch das schlichte, nur grob gehackte Holz hat immer noch seinen Reiz und viele Hausbesitzer schwören darauf.

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Brennholz: Vor- und Nachteile

Bevor Sie sich für eine Heizung mit Brennholz entscheiden, sind bestimmte Aspekte abzuwägen. Die Lagerung von Brennholz benötigt viel Platz. Doch ist diese verhältnismäßig einfach, da sich die längsgespaltenen Holzstücke gut stapeln lassen. Dabei ist ein trockener Standort zu beachten. Optimal ist ein überdachter, regengeschützter Unterstand mit einer luftdurchlässigen Unterlage. Kellerräume eigenen sich nicht, da die aus dem Holz entweichende Feuchtigkeit die Schimmelgefahr erhöht. Das heißt, sonst übliche Wartungs- und Reinigungsarbeiten für einen Tank oder Ähnliches wie bei einer Pelletheizung entfallen.

Daneben besteht ein hoher manueller und damit zeitlicher Aufwand, um eine Holzheizung mit Brennholz zu bestücken und die Scheite unter Umständen selbst zurecht zu hacken. Wenn Anlagenbesitzer Brennholz kaufen, muss der Verarbeitungszustand berücksichtigt werden. Schließlich stammt das Brennholz in der Regel aus der regionalen Forstwirtschaft. Das heißt, bestenfalls können Sie ihr Brennholz direkt dort kaufen, wo Sie auch wohnen und müssen keine hohen Transportkosten in Kauf nehmen oder extra eine Firma für die Lieferung beauftragen.

Was macht gutes Brennholz aus?

Wenn Anlagenbesitzer Brennholz kaufen, sind zwei Aspekte besonders zu betrachten: die Holzart und die Restfeuchte. Das bedeutet, frühzeitig und genau zu planen, wie viel Brennholz zu kaufen ist. Denn die im Holz verbliebene Feuchtigkeit sollte nicht mehr als 20 Prozent betragen. Eine ideale Lagerung umfasst zwei bis drei Jahre. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine zu hohe Feuchtigkeit zu viel Rauch erzeugt und ein zu lang gelagertes Brennholz seinen Heizwert verliert.

Brennholz kaufen: Die richtige Sorte

Die optimale Holzart richtet sich nach dem Verwendungszweck und der sogenannten Darrdichte. Diese beschreibt die Dichte des Brennholzes bei einem Wasseranteil von null Prozent. Anhand dessen unterscheiden sich Hart- und Weichholz. Eine höhere Dichte bedeutet zudem einen höheren Heizwert. Hartes Brennholz zu kaufen, empfiehlt sich vor allem für offene Feuer. Denn diese brennen kurzflammig. Außerdem hält sich der Funkenflug in Grenzen. Fichte zum Beispiel mit einer eher geringen Dichte sollte nur in geschlossenen Öfen verheizt werden.

Was ist zu beachten, wenn Sie Brennholz kaufen?

Wenn Anlagenbesitzer Brennholz kaufen, müssen verschiedene Faktoren betrachtet werden. Neben der Größe der Anlage spielt das Nutzverhalten eine große Rolle. Wird die Holzheizung nur zur Warmwasserbereitung genutzt? Ist der Kaminofen lediglich eine schöne Ergänzung? Oder müssen alle Räume über die Heizungsanlage mit Heizwärme versorgt werden? Wo soll welche Raumtemperatur herrschen? Je umfangreicher die Anforderungen, umso komplexer ist die Planung, um Brennholz zu kaufen.

Grundsätzlich ist es ratsam, das Brennholz beim Fachbetrieb zu bestellen und zu kaufen. Denn einfach selbst in den Wald fahren und dort Holz schlagen, ist untersagt. Ofenfertig gesägtes und gebündeltes Holz gibt es bei Holzlieferanten im Internet, in Baumärkten oder im Gartencenter. Benötigen Sie ganzjährig Holzscheite und haben nur wenig Lagerplatz, sind regionale und überregionale Holzhändler zu empfehlen, welche die entsprechende Menge nach Hause liefern.

Brennholz kaufen und Preise vergleichen

Um Brennholz zu kaufen, bedarf es aufgrund der Lagerungsanforderung einer langfristigen Planung. In der Regel sind die Preise im Sommer und frühen Hebst vergleichsweise niedrig. Um die Preise jedoch vergleichen zu können, sollten Anlagenbesitzer über folgende Begriffe Bescheid wissen:

  • Festmeter: Volumen eines Kubikmeters Holz ohne Zwischenräume
  • Raummeter: Menge der ordentlich gestapelten Holzscheite in einem Kubikmeter
  • Schüttraummeter: Menge Brennholz geschüttet in einem Kubikmeter (inklusiver eventueller Zwischenräume)
heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Wenn Sie Brennholz kaufen, sollten Sie langfristig planen. Denn die Holzscheite müssen ausreichend gelagert werden. Eine ausführliche Beratung durch den Fachmann ist ratsam. Denn neben dem eigenen Heizverhalten spielen unterschiedliche Faktoren des Holzes wie die Darrdichte eine wichtige Rolle.

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