Heizung ablesen: Fehler erkennen und Geld sparen

Die Heizkosten haben oft den größten Einfluss auf die Nebenkosten vieler Mieter. So erschrecken nicht wenige, wenn die jährliche Abrechnung ins Haus flattert. Aber ist es möglich, die Kosten durch richtiges Heizung ablesen zu senken? Experten meinen Ja. Wie das funktioniert und worauf Hausbesitzer beim Heizung ablesen achten sollten, erklären wir im folgenden Beitrag.

Heizung ablesen über Heizkostenverteiler

Grundlage für die jährliche Heizkostenabrechnung sind die Messwerte der Heizkostenverteiler. Das sind die kleinen Geräte, die an vielen Heizkörpern angebracht sind und abwechselnd eine Reihe verschiedener Zahlen anzeigen.

Heizung ablesen kann Fehler in der Heizkostenabrechnung sichtbar machen

Heizkostenverteiler messen Temperaturdifferenz

Anders als von vielen Verbrauchern vermutet, lässt sich an den kleinen Geräten nicht der tatsächliche Verbrauch der Heizung ablesen. Denn diese messen lediglich Temperaturdifferenzen, die mit verschiedenen Faktoren auf den Verbrauch schließen lassen. Heute unterscheidet man dabei Verteiler nach Verdunstungsprinzip und elektronische Verteiler.

Verteiler nach Verdunstungsprinzip machen Heizung ablesen schwer

Geräte nach Verdunstungsprinzip bestehen aus einem Glasröhrchen, das mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt ist. Je nach Temperatur der Heizkörper verdunstet diese schneller oder langsamer und entweicht aus dem oben offenen Röhrchen. Die veraltete Technik ist heute teilweise noch immer im Einsatz. Wirklich zuverlässig funktioniert sie aber nur bei Vorlauftemperaturen von über 55 bis 60 Grad Celsius.

Heizung ablesen mit elektronischen Verteilern

Elektronische Verteiler messen die Temperatur des Heizkörpers, vergleichen diese mit der Raumtemperatur und addieren die Ergebnisse zusammen. Sie gelten als zuverlässiger und lassen sich über Funk sogar aus der Ferne auslesen. Der Besuch durch einen Installateur ist dabei nicht mehr nötig.

Durch viele verschiedene Werte im Display kann das Heizung Ablesen hier zu einer echten Herausforderung werden. Die folgende Übersicht zeigt, welche Informationen viele elektronische Heizkostenverteiler verraten:

  • Zählernummer (dient der Organisation der Messwerte)
  • Jahresverbrauch (die Summe aller gemessenen Temperaturdifferenzen)
  • aktueller Verbrauch (wird meist als Zahl ohne Buchstabe angegeben)
  • Stichtag (einprogrammierter Stichtag, an dem die Ablesung erfolgt)
  • Prüfziffer (Wert, der vor Manipulationen und Messfehlern schützt)

Werte ohne Messfehler an der Heizung ablesen

Je nachdem, welche Verteiler in der Wohnung installiert sind, können diese unter Umständen falsche Werte liefern. So laufen Zähler nach Verdunstungsprinzip manchmal auch im Sommer, wenn die Temperatur im Raum sehr hoch ist.

Bei modernen elektronischen Zählern kommt es dagegen vor allem auf die richtige Montage an. So sollten sie sich horizontal in der Mitte und vertikal im oberen Drittel befinden, um den Verbrauch korrekt zu erfassen. Da die Temperatur im Heizkörper nach unten abnimmt, ist das Messergebnis kleiner, je tiefer sich die Verteiler befinden. Wird er zu weit oben montiert, lassen sich dagegen höhere Werte an der Heizung ablesen.

Experten raten: Heizung selbst ablesen und Abrechnung kontrollieren

Um zu hohe Heizkosten zu vermeiden, empfehlen Verbraucherschützer, die jährliche Abrechnung zu überprüfen. Neben einem Vergleich mit den selbst abgelesenen und notierten Werten sollten Verbraucher dabei auf die Einhaltung der Abrechnungszeiten achten.

Bei Gas- oder Fernwärmeheizungen muss aus der jährlichen Abrechnung neben der verbrauchten Energiemenge auch der dafür bezahlte Preis hervorgehen. Bei einer Ölheizung müssen dagegen die Ölstände am Beginn und am Ende der Abrechnungsperiode erkennbar sein. Wurde Heizöl geliefert, müssen auch die Lieferungen mit Datum und Preis aufgeführt sein.

Für etwas mehr Transparenz sorgt außerdem der Vergleich mit den Ergebnissen des Vorjahres. Dieser lässt erkennen, ob nur der eigene Verbrauch oder der des gesamten Objekts gestiegen ist. Für Messfehler sprechen hier zum Beispiel besonders starke Schwankungen.

Befürchten Mieter, dass beim Heizung ablesen Fehler aufgetreten sind, finden sie Hilfe bei einem Mieterbund aus der Region oder der Verbraucherzentrale im jeweiligen Bundesland.

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Wollen Mieter die Heizung ablesen, funktioniert das mit den sogenannten Heizkostenverteilern. Diese befinden sich an jedem Heizkörper und zeigen, wie lange dieser gelaufen ist. Mithilfe verschiedener Faktoren lassen sie auf den Verbrauch schließen. Um Messfehler zu vermeiden, raten Experten, die Werte der Heizkostenabrechnung genau zu überprüfen.

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