Heizkosten berechnen und senken

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Das Gleiche gilt auch für die Heizung im Winter. Je nachdem, wie lange die Heizperiode dauert, können die Heizkosten deutlich steigen – oder sinken. Wer Heizkosten sparen möchte, der sollte als Erstes wissen, wie sich diese zusammensetzen. Erst in den folgenden Schritten kann er die Heizkosten berechnen und gegebenenfalls Sparmaßnahmen ergreifen. Welche das sind, das haben wir in diesem Artikel zusammengetragen.

Wer seine Heizkosten berechnen möchte, der macht es nicht immer nur aus ökonomischen Gründen. Auch der Wunsch, die Umwelt zu schonen bzw. die Energiewende voranzutreiben, kann ihn zu diesem Schritt motivieren. Welche Beweggründe es auch sind, bei der Berechnung der Heizkosten gibt es immer mehrere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören unter anderem die Brennstoffkosten und die Betriebskosten.

Heizkosten berechnen und sparen. Bei einem Einfamilienhaus kommt da schnell was zusammen.

Wichtige Faktoren beim Heizkosten berechnen

Brennstoffkosten

Um die eigenen Heizkosten berechnen zu können, muss zunächst herausgefunden werden, womit geheizt wird. Ob mit Erdgas oder Öl, eine gute Übersicht liefert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die Ergebnisse erfassen etwa 40 Mio. Haushalte, die mit unterschiedlichen Energieträgern heizen. Von den 40 Millionen Haushalten nutzt fast die Hälfte (19,3 Mio.) Erdgas als Brennstoff. Zählt man noch das Flüssiggas mit dazu, dann beträgt der Anteil 49,3 Prozent. Den zweiten Platz belegt das Heizöl, das von knapp 11 Mio. Haushalten zum Heizen genutzt wird. Die Plätze 3 und 4 teilen sich die Fernwärme mit 5,5 Mio. und Strom mit 1,7 Mio. Wohnungen.

Anteil der Energieträger im Überblick

  • Erdgas: 19,3 Mio. Haushalte
  • Öl: 10,8 Mio. Haushalte
  • Fernwärme: 5,5 Mio. Haushalte
  • Strom: 1,7 Mio. Haushalte
  • Holz / Pellets: 1,2 Mio. Haushalte
  • Sonstiges: 0,8 Mio. Haushalte
  • Flüssiggas: 0,6 Mio. Haushalte

Heizkosten berechnen mithilfe von Vergleichswerten

Um Ihnen einen Überblick zu geben, legen wir unseren Fokus nur auf die 3 meist benutzten Energieträger Erdgas, Heizöl und Fernwärme.

Erdgas: Zusammen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem deutschen Mieterbund bringt die gemeinnützige Organisation CO2-Online GmbH jährlich den sogenannten Heizspiegel heraus. Den aktuellen Zahlen zufolge betragen die Heizkosten für eine 100 Quadratmeter große Wohnung 1.300 Euro, sofern sie mit Erdgas geheizt wird.

Heizöl: Wird dieselbe Wohnung hingegen mit Öl geheizt, liegen die durchschnittlichen Jahreskosten bei 1.180 Euro.

Fernwärme: Am teuersten ist es nach wie vor, mit Fernwärme zu heizen. Die Heizkosten werden hier auf 1.530 Euro beziffert. In den erwähnten Kosten sind sowohl die für die Bereitstellung von Warmwasser als auch die für die Raumheizung erfasst.

Die herausgegebenen Zahlen sind natürlich nicht absolut und sollen in erster Linie als Richtwerte dienen. Denn die Brennstoffkosten allein decken nicht die kompletten Heizkosten ab.

Betriebskosten

Möchte man die Heizkosten berechnen, dürfen energetische Eigenschaften nicht außer Acht gelassen werden. Ein Passivhaus beispielsweise hat einen Heizwärmebedarf von etwa 15 kWh/m2a. Der durchschnittliche Heizwärmebedarf in Deutschland beträgt aber 166 kWh/m2a, was vor allem am vorhandenen Häuserstand mit schlechter Isolierung und Dämmung liegt. Auch das Volumen des zu beheizenden Raumes hat einen großen Einfluss auf die Heizkosten. Generell gilt: je höher die Decke, desto höher fallen die Heizkosten aus.

Zu den Faktoren, die beim Heizkosten berechnen mitunter eine entscheidende Rolle spielen, gehören die Betriebskosten für die Heizungsanlage. Eine Wärmepumpe beispielsweise braucht Strom, um der Umgebung Wärme zu entziehen. Aber auch die Wartung bzw. Reparatur sowie der Einsatz eines Schornsteinfegers fallen zur Last. Solche „Nebenkosten“ als Verbrauchkosten zu betrachten ergibt durchaus Sinn, wenn man die Heizkosten möglichst genau berechnen möchte.

Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Wer die eigenen Heizkosten berechnen kann, hat automatisch auch die Möglichkeit, diese zu senken. Der Weg bis dahin ist zwar nicht einfach, steinig aber auch nicht. Neben den Kosten für den Brennstoff selbst dürfen Ausgaben für andere Bereiche wie Betrieb oder Modernisierung nicht außer Acht gelassen werden.

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