Heizen im Frühling – darauf sollten Sie achten

Das richtige Heizen im Frühling ist nicht einfach zu bestimmen. Schließlich ist diese Jahreszeit von zum Teil stark schwankenden Temperaturen geprägt. Wie Sie trotzdem die Heizkosten minimieren können, das zeigt dieser Artikel.

Fehler beim Heizen im Frühling

Nicht selten steigen die Temperaturen in den ersten Monaten des Jahres auf 20 Grad Celsius und mehr – zumindest tagsüber. Viele Menschen neigen dazu, ihre Heizung komplett abzuschalten, um Heizkosten zu sparen. Das ist aber einer der häufigsten Fehler beim Heizen im Frühling.

Starke Temperaturschwankungen machen Heizen schwierig

Auch wenn die Sonne am Tage intensiv scheint, kann sie ein Haus in der Regel nicht rund um die Uhr beheizen. Denn häufig sinken die Temperaturen, sobald es dunkel wird. Verzichten Hausbewohner komplett auf das Heizen im Frühling und es kommt zu Kälteschäden, müssen sie für die Kosten haften.

Kühlen die Räume abends stark ab, braucht die Heizungsanlage einige Zeit und vor allem viel Energie, um sie wieder auf die gewünschten Temperaturen zu bringen. Wer sparen möchte, indem er auf das Heizen im Frühling verzichtet, bewirkt im schlimmsten Fall das Gegenteil.

Auch wenn die Tulpen bereits blühen, ist das Heizen im Frühling noch nicht passé.

Richtig Heizen im Frühling

Natürlich gibt es nicht die Formel für das richtige Heizen im Frühling. Schließlich ist das Wärmeempfinden bei jedem Menschen unterschiedlich. Richtwerte und Tipps können jedoch helfen, die für den einzelnen optimale Heizlösung zu finden.

Auf die richtigen Raumtemperaturen kommt es an

Aus wohnmedizinischer Sicht beträgt die optimale Raumtemperatur für den Wohnbereich im Frühjahr circa 20 Grad. Dazu zählen das Wohnzimmer und das Arbeitszimmer. Am höchsten ist die Temperatur im Bad. Hier beträgt sie etwa 24 Grad Celsius. Etwas kühler dürfen das Schlafzimmer sowie die Küche sein. Hier reichen 16 bis 18 Grad aus, um sich wohl zu fühlen. Sinken die Raumtemperaturen hingegen unter 14 Grad, begünstigt dies die Schimmelbildung. Um das zu verhindern, sollte die Heizungsanlage auf „Sparflamme“ laufen anstatt komplett ausgeschaltet zu sein.

Länger lüften und die Wärme im Raum behalten

Zum richtigen Heizen im Frühling gehört auch das richtige Lüften. Anders als im Winter können die Fenster bis zu 15 Minuten offenbleiben. Denn je wärmer die Außenluft, desto mehr Feuchtigkeit enthält sie. Das wiederum führt dazu, dass sie weniger Wasser aus dem Raum transportieren kann. Ein guter Zeitpunkt für das letzte Stoßlüften ist der Nachmittag, da die Luft noch warm ist.

Tagsüber erwärmen die Sonnenstrahlen die Räume und die sich darin befindenden Möbel. Je nach Lage werden sie so warm, dass die sich darin befindenden Heizungen ausbleiben können. Um diese Wärme zu speichern, empfiehlt es sich, die Rollläden und Jalousien beim Einbruch der Dunkelheit herunterzulassen. Wie lange die Wände und Möbel warm bleiben, hängt natürlich auch vom energetischen Zustand des Gebäudes ab. Indem die Rollläden und Jalousien abgelassen werden, wird auch verhindert, dass die zunehmend kalte Außenluft die Räume abkühlt.

Richtig heizen im Frühling mit moderner Technik

Der Frühling ist auch die optimale Zeit für eine Heizungsmodernisierung. Wird die vorhandene Heizung nicht nur gewartet, sondern durch eine neue ersetzt, bringt das einen weiteren Vorteil mit sich. Denn moderne Anlagen lassen sich so einstellen, dass sie auf die schwankenden Temperaturen reagieren. Richtig justiert stellen sie mitunter die optimale Lösung für das Heizen im Frühling dar.

Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Auch wenn die Temperaturen im Frühling zum Teil sehr hoch sind, ist das komplette Abschalten der Heizungsanlage nicht unbedingt ratsam. Stattdessen kann sie auf Sparflamme laufen, damit die Räume keine Feuchte- bzw. Kälteschäden bekommen.

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