Fußbodenheizung wird nicht warm – was kann ich tun?

Eine Flächenheizung soll für kuschelige Wärme im eigenen Zuhause sorgen. Stellen Hausbesitzer jedoch fest: „Die Fußbodenheizung wird nicht warm“, kommt schnell Unmut auf. Denn dann kühlen die Räume vor allem in der kalten Jahreszeit schnell aus. Welche Gründe es dafür gibt und welche Maßnahmen helfen, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Neuer Bodenbelag oder zugestellte Bodenflächen

Eine Flächenheizung gibt die Wärme des Kessels über große Bodenflächen ab. Sind diese durch viele Möbel verstellt, sinkt die nutzbare Fläche und die Heizleistung fällt. Als Folge dessen werden die Räume nicht mehr richtig warm, auch wenn die Heizung die benötigte Temperatur erreicht.

Stellen Hausbesitzer die Mängel nach einer Modernisierung fest, kann das zum Beispiel an einem neuen Bodenbelag liegen. So stören zum Beispiel starke Holz- oder Teppichböden den Wärmetransport und die Fußbodenheizung wird nicht warm. Um hier Probleme von vornherein ausschließen zu können, lohnt es sich bereits beim Kauf auf die Eigenschaften der neuen Beläge zu achten.

Fußbodenheizung wird nicht warm, trotz dreh am Thermostat

Fußbodenheizung wird nicht warm: Heizung überprüfen

Verliert die Flächenheizung im laufenden Betrieb an Leistung, deutet das häufig auf eine Störung der Heizungsanlage hin. So kann es sein, dass der Kessel noch im Sommerbetrieb läuft, die Heizungspumpe defekt ist oder Heizungswasser fehlt.

Kessel steht auf Sommerbetrieb oder Störung

Viele Heizkessel haben eine Einstellung für einen sparsamen Sommerbetrieb. Dabei erzeugen sie Wärme allein für das Trinkwasser und senken die jährlichen Heizkosten um bis zu fünf Prozent. Vergessen Hausbesitzer die Einstellung im Herbst anzupassen, erzeugt die Heizung zu wenig Wärme und die Fußbodenheizung wird nicht warm. Ähnlich verhält es sich auch, wenn der Wärmeerzeuger auf Störung steht. In diesem Fall empfehlen wir die Hilfe durch einen Installateur aus der Region.

Fußbodenheizung wird nicht warm, weil die Heizungspumpe nicht arbeitet

Ein weiterer Grund für kalt bleibende Heizflächen kann eine defekte Heizungspumpe sein. Diese hat die Aufgabe, das heiße Heizungswasser vom Kessel durch das Haus zu transportieren. Funktioniert sie nicht, bleibt der gesamte Heizkreis kalt.

Die Funktion der Heizungspumpe lässt sich zum Beispiel mit einem Schraubenzieher prüfen. Hält man diesen zwischen Ohr und Pumpe, sollten im Normalfall Geräusche oder Vibrationen zu spüren sein.

Der Wasserdruck ist zu niedrig

Funktionieren Wärmeerzeuger und Pumpe, kann auch ein zu geringer Anlagendruck für die Störung verantwortlich sein. Dabei ist zu wenig Wasser im System und die Fußbodenheizung wird nicht warm. Erkennen lässt sich der Druck über ein Manometer, das sich meist in der Nähe des Kessels befindet. Zeigt es einen Wert von weniger als 1,0 bis 1,5 bar, sollte man Heizwasser nachfüllen.

Fällt der Druck dennoch immer wieder ab, deutet das auf ein größeres Problem hin. Neben einem defekten Ausdehnungsgefäß (erkennbar daran, dass beim Eindrücken des Ventilstifts Wasser austritt) können auch undichte Verbindungen an Rohren oder Armaturen nicht ausgeschlossen werden.

Fußbodenheizung wird nicht warm: Verteilung prüfen

Können Hausbesitzer einen Fehler an der Heizungsanlage ausschließen, sollten sie auch die Verteilung der Flächenheizung überprüfen lassen. Kalte Heizflächen können dabei zum Beispiel an defekten Ventilen oder Ablagerungen im Heizkreis liegen.

Defekte an Ventilen oder Regelung senken den Heizwasserdurchfluss

So können zum Beispiel defekte Ventile dazu führen, dass nicht ausreichend Heizwasser durch die Kreise fließt und die Fußbodenheizung wird nicht warm. Ähnlich verhält es sich auch bei einer verstellten oder defekten Regelung. Abhilfe schafft dabei meist nur die Unterstützung durch einen Fachmann vor Ort. Dieser kann die Probleme schnell identifizieren und defekte Bauteile austauschen.

Luft und Ablagerungen im Heizkreis

Bleiben die Heizflächen kalt, kann das auch an Luft oder Ablagerungen im System liegen. Denn auch diese stören den Heizwasserdurchfluss und die Fußbodenheizung wird nicht warm. Rettung verspricht hier das professionelle Heizung spülen. Dabei werden alle Heizkreise Schritt für Schritt mit Hochdruck gereinigt.

Wichtig: Um Folgeschäden an der Heizungsanlage verhindern zu können, sollte das Wasser zum Befüllen der Anlage unbedingt den Anforderungen der Kesselhersteller entsprechen.

Zusätzlichen Schutz bieten auch spezielle Abscheider-Armaturen. Diese reduzieren die Fließgeschwindigkeit des Heizungswassers kurzzeitig auf ein Minimum und sorgen dafür, dass Luft und Schmutzpartikel entweichen. Sinnvoll ist der Einsatz solcher Armaturen vor allem bei der Sanierung einer alten Heizungsanlage.

Hydraulischer Abgleich verteilt Wärme gleichmäßig

Treten die Probleme in einigen Räumen auf, nachdem Hausbesitzer eine energetische Sanierung durchgeführt haben, kann ein fehlender hydraulischer Abgleich die Ursache sein. Denn dabei fließt das Heizwasser ungleichmäßig durch das Haus und die Fußbodenheizung wird nicht warm. Bei der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderten Maßnahme nimmt ein Fachmann die gesamte Anlage genau unter die Lupe. Dabei sorgt er dafür, dass alle Heizflächen mit der für sie benötigten Heizwassermenge versorgt werden und sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilt.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Stellen Hausbesitzer fest: „Die Fußbodenheizung wird nicht warm!“, kann das viele Ursachen haben. Neben neuen Bodenbelägen oder verstellten Fußbodenflächen liegt der Grund für kalte Heizflächen dabei oft in der Wärmeverteilung. Zu überprüfen sind dabei neben dem Kessel selbst auch Druck, Pumpen und Ventile.

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