Förderung für einen Durchlauferhitzer

Vielerorts sind Durchlauferhitzer in den Haushalten zu finden. Dieses kleine und kompakte Gerät ist aufgrund der vergleichsweise einfachen Installation nach wie vor beliebt und das trotz seines Rufs als Energiefresser. Es gibt auch aktuell ein Programm zur Förderung für Durchlauferhitzer. Wie dieses aussieht und welche Bedingungen diesbezüglich gelten, beantwortet Ihnen der nachstehende Artikel.

Was kennzeichnet einen Durchlauferhitzer?

Das Hauptmerkmal für einen Durchlauferhitzer besteht darin, bedarfsgerecht Warmwasser zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet: es findet keine dauerhafte Speicherung des Wassers statt wie zum Beispiel beim Boiler. Öffnen Sie den Wasserhahn, wird das Brauchwasser erst in diesem Moment erwärmt. Somit entstehen keine Energieverluste für die Speicherung.

Dabei sind grundsätzlich zwei Arten zu unterscheiden: der elektrische und der gasbetriebene Durchlauferhitzer. Für einen Elektro-Durchlauferhitzer mit einer Leistung von mehr als 18 kW ist ein Drehstromanschluss zwingend erforderlich. Kleinere Geräte können einfach an die Steckdose angeschlossen werden. Eine Wartung ist nur in den seltensten Fällen nötig. In der Regel wird er dezentral genutzt, also in einzelnen Räumen. Ein Gasdurchlauferhitzer ist hingegen auch zentral nutzbar. Hierbei ist jedoch auf eine regelmäßige Wartung und Kontrolle durch den Schornsteinfeger zu achten. Für beide Modelle gilt: je weniger Warmwasserbedarf besteht, umso niedriger sind die Energiekosten.

Staatliche Förderung für Durchlauferhitzer

Hinsichtlich der Energie- und Ökobilanz sind Durchlauferhitzer nicht die besten Begleiter. Dennoch besteht aktuell eine Fördermöglichkeit durch den Staat. Kern dieses Programms ist der Wechsel zu den sogenannten vollelektronisch geregelten Durchlauferhitzern. Sie können im Vergleich zu älteren Modellen bis zu 20 Prozent Energie einsparen. Zu den Auslaufmodellen gehört der hydraulische Durchlauferhitzer. Dieser regelt die Heizleistung über die Durchflussmenge sowie den Druck des Wassers. Das einlaufende kalte Wasser wird konstant erwärmt. Die Auslauftemperatur ist am Gerät selbst nicht regulierbar. Weiterer Nachteil besteht darin, dass kleinste Wassermengen erst gar nicht erwärmt werden. Zudem schwanken die Temperaturen zum Teil erheblich.

Im Gegensatz dazu gibt es die elektronisch gesteuerten und die elektronisch geregelten Geräte. Diese verfügen über einen Einfluss- und Durchflusssensor sowie zusätzlich über einen Auslauftemperatursensor. Doch die Spitzenklasse bildet der vollelektronisch geregelte Durchlauferhitzer. Er verfügt über ein Motorventil, das geringfügig durchfließende Wassermengen reguliert. Damit sind Temperaturschwankungen nahezu ausgeschlossen.

Das Bild symbolisiert eine mögliche Förderung für Durchlauferhitzer.
© tech_studio | Fotolia

Wann ist eine Förderung für Durchlauferhitzer möglich?

Förderfähig ist laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nur der Austausch von elektrischen Durchlauferhitzern gegen vollelektronische Komfort-Durchlauferhitzer. Diese ermöglichen eine genaue Leistungs- und Wassermengenregelung. Zudem erfassen sie den Wasser- und Energieverbrauch. Das heißt, damit können Besitzer ihren Verbrauch beobachten und dementsprechend anpassen. Infolgedessen sind Einsparungen an Energie und Kosten möglich. Für die förderfähigen Geräte hat das Ministerium auch eine Liste erstellt. Darüber hinaus ist es jedoch möglich, auch davon abweichende Modelle fördern zu lassen. Dafür muss dann jedoch eine genaue Typenbeschreibung des Herstellers bei der Antragstellung erfolgen.

Wie bekommen Sie eine Förderung für den Durchlauferhitzer?

Grundlage für die Förderung bestimmter Durchlauferhitzer ist das Programm zur Förderung von Stromeinsparungen im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen: „Stromeffizienzpotentiale nutzen“. In diesem Kontext gelten folgende Bedingungen:

  • Onlineregistrierung vor Beginn der Maßnahme
  • Registrierung hat eine Gültigkeit von sechs Wochen
  • Fördervertrag bis spätestens vier Wochen nach dem Gerätetausch einreichen
  • Fördersumme: 100 Euro
  • Einbau muss von einem Fachhandwerker durchgeführt werden

Wichtig zu erwähnen ist, dass das Programm nur bis 30.06.2019 läuft und auf 2.500 Geräte beschränkt ist. Die Förderung dieser Durchlauferhitzer stellt eine nicht rückzahlbare Zuwendung für den Kauf und die Installation dar.

Wichtige Aspekte bei der Antragstellung

Bei der Antragstellung ist darauf zu achten, dass der Fördervertrag nach der Maßnahme einzureichen ist. Dem ist eine Kopie der Handwerkerrechnung sowie des Zahlungsnachweises beizufügen. Dabei sind folgende Angaben auf der Rechnung für eine Förderung der Durchlauferhitzer zwingend:

  • Rechnungsdatum
  • vollständige Anschrift von Auftraggeber und Auftragnehmer
  • Datum des Austauschs
  • vollständige Angaben von Alt- und Neugerät, inklusive Herstellername und Produktbezeichnung
  • Mengenbezeichnung
  • Entsorgungsnachweis für das alte Modell
  • Kosten für das Neugerät, inklusive Installation, Brutto- und Nettopreis
  • Zahlungsbedingungen
  • Hinweis zur Zahlung
heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Eine Förderung für Durchlauferhitzer ist vor allem für solche Anlagenbesitzer sinnvoll, die keine andere Möglichkeit zur Warmwasserbereitung haben. Denn trotz moderner Technik mit den unterschiedlichen Möglichkeiten zur Regulierung der Leistung ist ein geringer Warmwasserverbrauch Voraussetzung für einen Durchlauferhitzer. Denn nur dann lohnt sich dieser. Andernfalls kann sich der Betrieb eines solchen Geräts massiv auf die Energiekosten auswirken.

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