Förderung für die Heizungsoptimierung

Heizungsoptimierung fördern lassen:

Bis zu 30 Prozent der Nettoinvestition sind förderfähig (höchstens 25.000 Euro pro Standort). 

Die Förderung einer Heizungsoptimierung wird seit August 2016 durch das Bundeswirtschaftsministerium ermöglicht. Das ins Leben gerufene Förderprogramm umfasst nicht rückzahlbare Zuschüsse. Sie sollen Anreiz bieten, um eine bestehende Heizungsanlage zu verbessern. Denn zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs in einem Haushalt gehen zu Lasten der Heizwärme. Doch nur ein bescheidender Anteil der Heizungsanlagen entspricht dem aktuellen technischen Stand. 38 Prozent der Heizungen sind sogar älter als 16 Jahre. Umso wichtiger ist es, an die Heizungsoptimierung rechtzeitig zu denken, denn damit lässt sich nicht nur die CO2-Emission senken, sondern auch Geld sparen. 

Gegenstand der Förderung für eine Heizungsoptimierung

Das Thema Energieeffizienz ist in aller Munde und dennoch investieren nur wenige in die Sanierung der Heizungsanlage. Dabei können sich die Heizkosten im Zuge einer solchen Umsetzung spürbar reduzieren. Die Investition lässt sich durch eine Förderung für die Heizungsoptimierung wiederum minimieren. Anlaufstelle dafür das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle - kurz BAFA.

Im Mittelpunkt des Maßnahmenpakets stehen der Austausch von Heizungspumpen sowie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs. Dabei können Sie eine Förderung für den Ersatz von Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen beantragen. Das umfasst unter anderem auch die Kosten für den fachgerechten Einbau und die mit der Maßnahme direkt verbundenen Materialkosten. Wichtig: Die Pumpen müssen beim BAFA als förderfähig gelistet sein, andernfalls können Sie nicht von der Förderung profitieren.

Darüber hin aus sind auch Maßnahmen in direkter Folge des hydraulischen Abgleichs förderfähig. Dazu gehören unter anderem diese Aspekte:

  • voreinstellbare Thermostatventile
  • Einzelraumtemperaturreglern
  • Strangventile
  • Volumenstromregelung
  • neue Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Pufferspeicher
  • fachmännische Einstellung der Heizkurve

Unter anderem der Einbau von kompletten Heizungsanlagen oder Heizkörpern sowie Maßnahmen im Neubau sind von dieser Förderung im Übrigen ausgeschlossen. In diesen Fällen können Sie ggf. auf das Marktanreizprogramm oder verschieden Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgreifen.

Das Bild zeigt eine Tastatur mit der Taste "staatlich gefördert" und symbolisiert die Möglichkeit zur Förderung der Heizungsoptimierung.
© momius / Fotolia

Wie hoch ist die Förderung bei einer Heizungsoptimierung?

Grundsätzlich umfasst die Förderung einer Heizungsoptimierung bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Hierbei handelt es sich um einen Zuschuss. Das heißt, Anlagenbesitzer müssen diesen nicht zurückzahlen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Maßnahmen durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden. Sie bekommen für Eigenleistungen keine Förderung.

Die Förderung für die Heizungsoptimierung ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss. Dieser wird überwiesen, nach dem die Maßnahmen ausgeführt wurden und die Antragsunterlagen vollständig beim BAFA eingegangen sind. 

Besonderheiten bei der Antragstellung

Einen Antrag für die Förderung einer Heizungsoptimierung können grundsätzlich folgende Personengruppen stellen:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Freiberufler
  • Kommunen
  • Gebietskörperschaften
  • kommunale Zweckverbände

Der Antrag zur Förderung einer Heizungsoptimierung ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einzureichen. Dabei ist darauf zu achten, sich vorher auf dem Online-Portal des Bundesamts zu registrieren. Daraufhin erhalten Antragsteller eine persönliche Registriernummer. Im Anschluss daran kann ohne weitere Absprachen die Planung und Umsetzung der Heizungsoptimierung erfolgen.

Im Übrigen: Kern des Förderprogramm sind Maßnahmen zur Verbesserung von alten Anlagen. Das heißt, eine Förderung in diesem Rahmen für Heiztechnik in Neubauten ist ausgeschlossen. Zudem ist das Programms bislang nur vom 01.08.2016 bis 31.12.2020 gültig.

Den Antrag rechtzeitig einreichen

Hierbei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie lediglich ein Zeitfenster von sechs Monaten nach der Registrierung haben, um die entsprechenden Daten an das BAFA zu übermitteln. Schließlich bekommen Sie ein Formular, das wiederum ausgedruckt, ausgefüllt und unterschrieben werden muss. Dieses ist dann zusammen mit der Rechnung im Portal des BAFA hochzuladen. Erst mit diesem letzten Schritt haben Sie die Förderung für eine Heizungsoptimierung erfolgreich beantragt. 

Bitte beachten Sie bei der Antragstellung, dass die Rechnung nur förderfähige Maßnahmen auflistet. Eine Mischrechnung ist nicht zulässig. Darüber hinaus ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die Förderung erst dann ausgezahlt wird, wenn der vollständige Verwendungsnachweis eingegangen ist

Was bringt die Heizungsoptimierung?

Eine vom Spitzenverband der Gebäudetechnik beauftragte Umfrage ergab, dass 60 Prozent der Anlagenbesitzer nach einer Heizungsoptimierung Energiekosten einsparen konnten. Von den Befragten haben jedoch nur 45 Prozent die Förderung in Anspruch genommen. Sogar 47 Prozent wussten nichts über die Möglichkeit, sich die Maßnahmen staatlich fördern zu lassen. Dabei bedeutet ein derartiger Zuschuss, dass sich die Investition für eine neue Umwälz- oder Warmwasserzirkulationspumpe viel schneller rechnet.

Nicht nur die Option zur Förderung der Heizungsoptimierung ist vielen Anlagenbesitzern unbekannt, sondern auch die Tatsache, dass der Austausch der Heizungspumpe sowie ein hydraulischer Abgleich ein hohes Energieeinsparpotential bergen. Vor allem Hausbesitzer, die nach dem Jahr 2000 gebaut haben, unterschätzen die Möglichkeiten. Obwohl sich nicht nur die Kosten für die Anschaffung und Installation durch die Förderung reduzieren. Die entsprechenden Maßnahmen sorgen auch langfristig dafür, dass Sie weniger Energiekosten zahlen müssen. Die Förderung zur Heizungsoptimierung unterstützt, wie gezeigt, den Austausch von Heizungspumpen. Bei den förderfähigen Geräten handelt es sich um moderne Hocheffizienzpumpen, die bis zu 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als die herkömmlichen Modelle. Dabei sei anzumerken, dass die Pumpen in den meisten Haushalten veraltet und auch oft überdimensioniert sind. Ihr Anteil an den Gesamtstromkosten liegt bei fünf oder sogar zehn Prozent.

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde
Fazit von Jeannette Kunde
Die Förderung für eine Heizungsoptimierung zahlt sich doppelt aus. Nicht nur die Kosten für die Anschaffung sowie Installation reduzieren und amortisieren sich durch die Fördermittel. Auch langfristig sparen Anlagenbesitzer bei den Energiekosten, da die Heizungen effizienter laufen. Um von der staatlichen Förderung zu profitieren, sollten Sie sich unbedingt an die Fristen und Antragsbedingungen halten.
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