Förderung für die Heizungsoptimierung

Zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs in einem Haushalt gehen zu Lasten der Heizwärme. Gleichzeitig entspricht ein Großteil der Anlagen nicht mehr dem technischen Stand der Dinge. 38 Prozent sind älter als 16 Jahre. Dennoch steht eine Heizungsoptimierung oder gar Modernisierung bei den wenigsten Anlagenbesitzern hoch im Kurs. Dabei verbirgt sich hier ein hohes Einsparpotential. Was viele in diesem Zusammenhang auch nicht wissen, dass eine Förderung der Heizungsoptimierung möglich ist.

Die Themen im Überblick:

Bedingungen für die Förderung einer Heizungsoptimierung

Das Thema Energieeffizienz ist in aller Munde und dennoch investieren nur wenige in die Sanierung der Heizungsanlage. Dabei können sich die Kosten durch eine Förderung für die Heizungsoptimierung reduzieren. Initiator ist das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Dieses stellt Fördermittel für den Austausch von Heizungspumpen sowie für den hydraulischen Abgleich. Auch Maßnahmen, die sich infolge des Abgleichs ergeben, können gefördert werden. Dazu gehören unter anderem diese Aspekte:

  • voreinstellbare Thermostatventilen
  • Einzelraumtemperaturreglern
  • Strangventile
  • Volumenstromregelung
  • neue Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Pufferspeicher
  • fachmännische Einstellung der Heizkurve

Grundsätzlich umfasst die Förderung einer Heizungsoptimierung bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Hierbei handelt es sich um einen Zuschuss. Das heißt, Anlagenbesitzer müssen diesen nicht zurückzahlen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Maßnahmen durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden. Sie bekommen für Eigenleistungen keine Förderung.

Besonderheiten bei der Antragstellung

Einen Antrag für die Förderung einer Heizungsoptimierung können Privatpersonen, Unternehmen, Freiberufler, Kommunen, Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände stellen. Dieser ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einzureichen. Dabei ist darauf zu achten, sich vorher auf dem Online-Portal des Bundesamts zu registrieren. Daraufhin erhalten Antragsteller eine persönliche Registriernummer. Im Anschluss daran kann ohne weitere Absprachen die Planung und Umsetzung der Heizungsoptimierung erfolgen.

Hierbei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie lediglich ein Zeitfenster von sechs Monaten nach der Registrierung haben, um die entsprechenden Daten an das BAFA zu übermitteln. Schließlich bekommen Sie ein Formular, das wiederum ausgedruckt und ausgefüllt werden muss. Erst mit diesem letzten Schritt haben Sie die Förderung für eine Heizungsoptimierung erfolgreich beantragt. Es gilt diesbezüglich ab dem 01.01.2018, dass die Anträge noch vor Beginn der Arbeiten gestellt werden müssen.

Kern des Förderprogramm sind Maßnahmen zur Verbesserung von alten Anlagen. Das heißt, eine Förderung in diesem Rahmen für Heiztechnik in Neubauten ist ausgeschlossen. Zudem ist das Programms bislang nur vom 01.08.2016 bis 31.12.2020 gültig.

Das Bild zeigt eine Tastatur mit der Taste "staatlich gefördert" und symbolisiert die Möglichkeit zur Förderung der Heizungsoptimierung.

Unkenntnis über die Förderung der Heizungsoptimierung

Eine vom Spitzenverband der Gebäudetechnik beauftragte Umfrage ergab, dass 60 Prozent der Anlagenbesitzer nach einer Heizungsoptimierung Energiekosten einsparen konnten. Von den Befragten haben jedoch nur 45 Prozent die Förderung in Anspruch genommen. Sogar 47 Prozent wussten nichts über die Möglichkeit, sich die Maßnahmen staatlich fördern zu lassen. Dabei bedeutet ein derartiger Zuschuss, dass sich die Investition für eine neue Umwälz- oder Warmwasserzirkulationspumpe viel schneller rechnet.

Hohes Einsparpotential durch die Heizungsoptimierung

Nicht nur die Option zur Förderung der Heizungsoptimierung ist vielen Anlagenbesitzern unbekannt, sondern auch die Tatsache, dass der Austausch der Heizungspumpe sowie ein hydraulischer Abgleich ein hohes Energieeinsparpotential bergen. Vor allem Hausbesitzer, die nach dem Jahr 2000 gebaut haben, unterschätzen die Möglichkeiten. Obwohl sich nicht nur die Kosten für die Anschaffung und Installation durch die Förderung reduzieren. Die entsprechenden Maßnahmen sorgen auch langfristig dafür, dass Sie weniger Energiekosten zahlen müssen.

Die Förderung zur Heizungsoptimierung unterstützt, wie gezeigt, den Austausch von Heizungspumpen. Bei den förderfähigen Geräten handelt es sich um moderne Hocheffizienzpumpen, die bis zu 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als die herkömmlichen Modelle. Dabei sei anzumerken, dass die Pumpen in den meisten Haushalten veraltet und auch oft überdimensioniert sind. Ihr Anteil an den Gesamtstromkosten liegt bei fünf oder sogar zehn Prozent.

Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Die Förderung für eine Heizungsoptimierung zahlt sich doppelt aus. Nicht nur die Kosten für die Anschaffung sowie Installation reduzieren und amortisieren sich durch die Fördermittel. Auch langfristig sparen Anlagenbesitzer bei den Energiekosten, da die Heizungen effizienter laufen. Um von der staatlichen Förderung zu profitieren, sollten Sie sich unbedingt an die Fristen und Antragsbedingungen halten.

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