Förderung für die Heizungsoptimierung

Die Förderung einer Heizungsoptimierung ist mit dem 01.01.2021 in die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) überführt worden und dort unter Einzelmaßnahme zu finden sowie als BEG EM ausgewiesen. Die bisherige  Richtlinie für Maßnahmen zur Optimierung ist damit beendet. Wie Sie den Antrag für die Förderung einer Heizungsoptimierung richtig stellen, was genau der Fördergegenstand ist und warum Sie jetzt über eine Optimierung nachdenken sollten, erfahren Sie in den nachfolgenden Abschnitten.

Gegenstand der Förderung für eine Heizungsoptimierung

Das Thema Energieeffizienz ist in aller Munde und dennoch investieren nur wenige in die Sanierung der Heizungsanlage. Dabei können sich die Heizkosten im Zuge einer solchen Umsetzung spürbar reduzieren und es muss auch nicht gleich die Komplettsanierung sein oder eine neue Anlage. Bereits mit kleineren Optimierungsmaßnahmen lässt sich einiges bewirken. Ebenso wie eine neue Heizung kann auch die Optimierung gefördert werden. Zentrale Anlaufstelle dafür ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA. Als Einzelmaßnahme können Sie die Optimierung bezuschussen lassen. Kredite mit hohen Tilgungszuschüssen erhalten Sie bis einschließlich Juni 2021 über das Programm 152 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und ab dem 01.07.2021 ebenfalls über die BEG-EM-Förderung. 

Was wird konkret gefördert?

Im Mittelpunkt des Maßnahmenpakets stehen der Austausch von Heizungspumpen sowie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs. Dabei können Sie eine Förderung für den Ersatz von Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen beantragen. Das umfasst unter anderem auch die Kosten für den fachgerechten Einbau und die mit der Maßnahme direkt verbundenen Materialkosten sowie Anpassung der Pumpenleistung und der Vorlauftemperatur.

Darüber hinaus sind Maßnahmen in direkter Folge des hydraulischen Abgleichs förderfähig, wie das Einstellen der Heizkurve. Ebenfalls Fördergegenstand sind unter anderem:

  • Dämmung von Rohrleitungen
  • Einbau von Flächenheizungen oder Niedertemperaturheizkörper
  • Einbau von Wärmespeichern
  • Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

Für die Maßnahmen gilt: die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs oder eines Heizungs-Checks nach DIN EN 15378 ist hierbei immer notwendige Voraussetzung für die Genehmigung der Förderung. 

Wichtig: Der Einbau von kompletten Heizungsanlagen sowie Maßnahmen im Neubau sind von dieser Förderung ausgeschlossen. Fördermittel erhalten Sie nur für Optimierungsarbeiten an Heizsystemem, die mindestens zwei Jahre alt sind. Das Gebäude selbst muss zum Zeitpunkt der Installation mindestens 5 Jahre alt sein. 

Das Bild zeigt eine Tastatur mit der Taste "staatlich gefördert" und symbolisiert die Möglichkeit zur Förderung der Heizungsoptimierung.
© momius / Fotolia

Wie hoch ist die Förderung bei einer Heizungsoptimierung?

Grundsätzlich umfasst die Förderung einer Heizungsoptimierung bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Hierbei handelt es sich, bei Antrag über das BAFA, um einen Zuschuss. Das heißt, Anlagenbesitzer müssen diesen nicht zurückzahlen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Maßnahmen durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden müssen. Sie bekommen für Eigenleistungen keine Förderung. 

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 300 Euro. Maßnahmen, die günstiger sind, können nicht über den genannten Weg beantragt und bewilligt werden. Die Kosten müssen die Hausbesitzer dann selbst tragen.

Hinweis: Erfolgen die Maßnahmen der Heizungsoptimierung im Rahmen eines sogenannten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), können zusätzlich fünf Prozent der Investitionskosten bezuschusst beziehungsweise finanziell unterstützt werden. 

Besonderheiten bei der Antragstellung

Einen Antrag für die Förderung einer Heizungsoptimierung können grundsätzlich folgende Personengruppen stellen:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Freiberufler
  • Kommunen
  • Gebietskörperschaften
  • kommunale Zweckverbände

Der Antrag zur Förderung einer Heizungsoptimierung ist je nach Art der Auszahlung beim BAFA oder bei der KfW zu stellen. Bitte achten Sie darauf, dass die Optimierung über die KfW bis Ende Juni 2021 über die bekannten Förderprogramme möglich ist. 

Den Antrag rechtzeitig einreichen

Bevor sie einen Handwerksbetrieb beauftragen, müssen Sie den Förderantrag einreichen. Anderenfalls werden die Mittel nicht genehmigt. Stichtag ist Vorhabensbeginn und dieser ist auf den Zeitpunkt gesetzt, wenn Leistungs- oder Liefervertrag unterschrieben wurden. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass alle Maßnahmen, die nach Antragstellung aber vor dem Erhalt des Zuwendungsbescheids durchgeführt werden auf eigenes finanzielles Risiko erfolgen. Achten Sie außerdem darauf, alle geforderten Nachweise und Anlagen einzureichen. Rechnungen sollten nur die förderfähigen Maßnahmen auflisten. Eine Mischrechnung ist nicht zulässig. 

Sollten Sie den richtigen Moment verpasst haben, können Sie die entstandenen Handwerkerkosten auch steuerlich absetzen

Was bringt die Heizungsoptimierung?

Eine vom Spitzenverband der Gebäudetechnik beauftragte Umfrage ergab, dass 60 Prozent der Anlagenbesitzer nach einer Heizungsoptimierung Energiekosten einsparen konnten. Von den Befragten haben jedoch nur 45 Prozent die Förderung in Anspruch genommen. Sogar 47 Prozent wussten nichts über die Möglichkeit, sich die Maßnahmen staatlich fördern zu lassen. Dabei bedeutet ein derartiger Zuschuss, dass sich die Investition zum Beispiel für eine neue Umwälz- oder Warmwasserzirkulationspumpe viel schneller rechnet.

Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom 

Nicht nur die Option zur Förderung der Heizungsoptimierung ist vielen Anlagenbesitzern unbekannt, sondern auch die Tatsache, dass der Austausch der Heizungspumpe sowie ein hydraulischer Abgleich ein hohes Energieeinsparpotential bergen. Vor allem Hausbesitzer, die nach dem Jahr 2000 gebaut haben, unterschätzen die Möglichkeiten. Obwohl sich nicht nur die Kosten für die Anschaffung und Installation durch die Förderung reduzieren. Die entsprechenden Maßnahmen sorgen auch langfristig dafür, dass Sie weniger Energiekosten zahlen müssen. Die Förderung zur Heizungsoptimierung unterstützt, wie gezeigt, den Austausch von Heizungspumpen. Bei den förderfähigen Geräten handelt es sich um moderne Hocheffizienzpumpen, die bis zu 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als die herkömmlichen Modelle. Dabei sei anzumerken, dass die Pumpen in den meisten Haushalten veraltet und auch oft überdimensioniert sind. Ihr Anteil an den Gesamtstromkosten liegt bei fünf oder sogar zehn Prozent.

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde
Fazit von Jeannette Kunde
Die Förderung für eine Heizungsoptimierung zahlt sich doppelt aus. Nicht nur die Kosten für die Anschaffung sowie Installation reduzieren und amortisieren sich durch die Fördermittel. Auch langfristig sparen Anlagenbesitzer bei den Energiekosten, da die Heizungen effizienter laufen. Um von der staatlichen Förderung zu profitieren, sollten Sie sich unbedingt an die Fristen und Antragsbedingungen halten.
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