Die zehn besten Wasserspartipps im Haushalt

Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Person liegt in Deutschland bei 121 Litern pro Tag. Gerade einmal vier Prozent davon werden tatsächlich zum Trinken und für die Lebensmittelzubereitung genutzt. Der Rest wird beim Händewaschen, Baden und bei anderen Aktivitäten im Haushalt verbraucht – meist ohne darüber nachzudenken. Mit unseren zehn Wasserspartipps vermeiden Sie schnell und effizient unnötige Wasserverschwendung. Das spart Kosten und entlasten zudem die Umwelt. Schließlich ist Wasser ein kostbares Gut, mit dem man sorgsam umgehen sollte.

Wasser sparen: Unsere Tipps für den Haushalt

Laut Statistik ist Warmwasser mit einem Anteil von etwa 14 Prozent der zweitgrößte Energieverbraucher in privaten Haushalten. Nur das Heizen verbraucht mehr – rund 72 Prozent. Das verdeutlicht, wie wichtig das Thema ist und wie viel Potenzial das Einsparen von Wasser aus energetischer Sicht hat. Wir möchten Ihnen zeigen, wie Sie den Wasserverbrauch insgesamt reduzieren und damit auch Energie sparen. Wie bei den vergangenen Artikeln haben wir bei der Auswahl der Wasserspartipps großen Wert auf eine leichte und praktische Umsetzung gelegt. Die Maßnahmen zum Einsparen von warmem und kaltem Wasser lassen sich einfach in Ihren Alltag integrieren und erfordern bis auf wenige Ausnahmen keine allzu große Umstellung. Damit es für Sie etwas übersichtlicher wird, haben wir die Tipps in Kategorien unterteilt: 

  • Zubehör zum Wassersparen
  • Sparsames Verhalten 
  • Effiziente Geräte 
Eine Hand dreht einen Wasserhahn ab zum Wasser sparen
© heizung.de

Das richtige Zubehör hilft Wasser zu sparen

Mit dem entsprechenden Zubehör können Sie im Bad und in der Küche viel Wasser sparen. Die Investition lohnt sich. Zudem ist der Installationsaufwand oft gering. 

1. Tipp: Wassersparenden Duschkopf nutzen

Neben der Massagefunktion verfügen moderne, Wasser sparende Duschköpfe gleichzeitig über Durchflussbegrenzer und Strahlregler. Diese sorgen für eine Minderung des Wasserdurchsatzes, ohne dass es zu einem Komfortverlust kommt. Auf ähnliche Weise funktioniert auch das Wasser sparen beim Wasserhahn. Mischdüsen beziehungsweise Perlatoren werden einfach aufgeschraubt. Die Anschaffungskosten für sparsame Armaturen sind mitunter etwas höher. Je nach Technik und Nutzungsverhalten lassen sich im Jahr jedoch mehrere Tausend Liter Wasser sparen. Durch die geringeren Betriebskosten gleicht sich der Anschaffungspreis so langfristig aus.  

2. Tipp: Modernen Spülkasten einsetzen

Alte Spülkästen haben ein Fassungsvermögen von neun bis zwölf Litern, die bei jeder Spülung den Abfluss herunterfließen. Um den Wasserverbrauch pro Person zu reduzieren, sind moderne Zwei-Mengen-Spülkästen zu empfehlen. Diese kommen mit drei bis sechs Litern pro Spülung aus oder haben eine Stoppvorrichtung. So können Sie bis zu 50 Prozent weniger Wasser verbrauchen – ein enorm großes Einsparpotenzial. Manche Modelle lassen sich auch nachrüsten.

3. Tipp: Regenwasser für die Toilettenspülung verwenden

Für die Toilettenspülung wird meist Trinkwasser verwendet. Nur in seltenen Fällen kommt recyceltes Wasser zum Einsatz. Dabei lässt sich Regenwasser optimal für diesen Zweck nutzen. Nötig ist lediglich eine Regenwasseranlage, die das Wasser auf dem Dach sammelt und es an einen Tank leitet. Kosten- und Wasserspartipp: Für den Einbau einer Anlage inklusive Tank und Leitungen gibt es in manchen Bundesländern sogar Fördermittel. Ob und welche Fördermöglichkeiten es gibt, können Sie bei Ihrem örtlichen Bau-, Umwelt- oder Tiefbauamt erfragen. 

Wassersparendes Verhalten ritualisieren

Es lohnt sich alte Gewohnheiten zu hinterfragen. Denn schon mit ein paar Verhaltensänderungen lässt sich im Alltag viel Wasser sparen. Ob bei der Körperpflege, beim Waschen oder Kochen, wir haben die besten Tipps für Sie zusammengefasst. 

4. Tipp: Duschen statt Baden

Dieser Wasserspartipp ist ein Klassiker und widmet sich dem Thema Duschen. Vor allem in den heißen Sommermonaten erfrischt eine Dusche deutlich mehr als ein ausgedehntes Vollbad. Zudem verbraucht ein Duschvorgang je nach Duschkopf etwa ein Drittel weniger Wasser.

5. Tipp: Wasserhahn beim Zähneputzen abdrehen

Beim Zähneputzen und Händewaschen neigen viele Menschen dazu, das Wasser weiterhin fließen zu lassen. Das ist aber nicht nur unnötig, sondern auch verschwenderisch. Wer während des Zähneputzens und des Händeeinseifens den Wasserhahn abdreht, spart bis zu 50 Prozent Trinkwasser. Auch der gute alte Zahnputzbecher hilft beim Sparen.

6. Tipp: Spül- und Waschmaschine voll beladen

Wasch- und Geschirrspülmaschinen gehören zu den größten Wasserverbrauchern im Haushalt. Um den Trinkwasserverbrauch zu minimieren, sollten die Maschinen immer voll beladen sein. Auf Waschgänge mit wenigen Kleidungsstücken und Programme zur Vorwäsche sollte hingegen lieber verzichtet werden. Besser: Moderne Spül- und Waschmaschinen besitzen in der Regel einen Sparmodus. Je nach Hersteller heißt diese Funktion Eco-, Spar- oder Schnellprogramm. In den meisten Fällen wird das Geschirr oder die Wäsche auch in diesem Waschgang sauber. 

7. Tipp: Obst und Gemüse in einer Schüssel waschen

Wer Wasser sparen möchte, sollte das Obst und Gemüse in einer Schüssel anstatt unter fließendem Wasser waschen. Denn das leicht verschmutze Wasser lässt sich danach wunderbar zum Blumengießen nutzen. In manchen Fällen ist das Waschen in einer Schüssel ohnehin notwendig: etwa bei der Zubereitung vom frischen Feldsalat oder Spinat. Diese sind bekanntlich etwas sandig. 

8. Tipp: Undichten Wasserhahn abdichten

Was oft unterschätzt wird: Je nach Ausmaß können tropfende Wasserhähne mehrere Liter am Tag verlieren. Das ist pure Verschwendung. Zu unseren Wasserspartipps für den Haushalt gehört deshalb auch die schnelle Reparatur von Armaturen. Häufige Ursachen sind defekte Dichtungen oder Verkalkung des Ventils. In beiden Fällen können Verbraucher die Fehler selbst beheben. Die Kosten für neue Dichtungen oder für die Entkalkung halten sich meist in Grenzen. 

9. Tipp: Kaltes Wasser aus dem Wasserwahn sinnvoll nutzen

Je nach Art der Warmwasserbereitung kann es manchmal ein wenig dauern, bis warmes Wasser aus dem Hahn fließt. Zum Wassersparen gehört es auch, dieses kalte Wasser sinnvoll zu nutzen: etwa um damit Blumen zu gießen oder die Kaffeemaschine zu befüllen. Alternativ kann dieses Wasser auch in den Wasserkocher fließen, um später für andere Zwecke aufgekocht zu werden.

Schon beim Gerätekauf ans Wasser sparen denken

Bei dem Kauf von Wasch- und Spülmaschine handelt es sich um nicht unerhebliche Investitionen. Um das passende Modell zu finden, empfiehlt es sich daher im Vorfeld neben den Preisen auch die technischen Merkmale zu vergleichen. Dazu gehören auch Energie- und Trinkwasserverbrauch. 

10. Tipp: Auf energieeffiziente Technik setzen

Der seit Jahrzehnten sinkende Wasserverbrauch hängt nicht nur mit dem zunehmenden Umweltbewusstsein zusammen, sondern auch mit der immer effizienter werdenden Technik. Beim Kauf einer neuen Spülmaschine oder Waschmaschine lohnt es sich deshalb, auf den Wasserverbrauch der Geräte zu achten. Um diesen gering zu halten, verfügen heute viele Geräte über Sparprogramme. Oft wird auch der Wasserverbrauch automatisch an die eingelegte Wäschemenge angepasst. Bei Geschirrspülern empfiehlt es sich Geräte mit Energieeffizienzklasse A+++ zu wählen. Denn im Vergleich zu älteren Modellen verbrauchen diese Varianten rund 50 Prozent weniger Wasser und punkten zusätzlich mit geringeren Stromkosten. Wer den Wasserverbrauch reduzieren möchte, sollte deshalb nicht erst abwarten, bis das alte Gerät kaputt geht.

Zusatztipp: Warmwasser, Energie und Kosten sparen

Rund 14 Prozent des gesamten Energiebedarfs eines Haushalts entfallen auf das Erwärmen von Warmwasser. Daraus ergibt sich ein großes Einsparpotenzial. In dem folgenden Video erfahren Sie, wie Sie insbesondere Warmwasser sparen können: 

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Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen
Fazit von Minh Duc Nguyen
Wasser ist ein kostbares Gut und sollte daher nicht verschwendet werden. Mit einigen Wasserspartipps kann jeder den eigenen Wasserverbrauch senken. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Geldbeutel aus, sondern auch auf die Umwelt.
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