Die ideale Raumtemperatur finden

Im Winter sollte die Raumtemperatur warm genug für Komfort sein, aber niedrig genug, um die Energiekosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Getreu nach dem Motto: So warm wie nötig und so kalt wie möglich, spielt die Ermittlung der "perfekten" Temperatur daher eine große Rolle. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über die ideale Raumtemperatur und ihre Einsparpotenziale.

Einfluss der Raumtemperatur auf den Menschen

Studien belegen eindeutig, wie die Temperatur in einem Zimmer das Wohlbefinden der Bewohner beeinflussen kann. Und das sowohl aus psychischer, produktiver als auch aus physischer Sicht. Ist es zu kalt, wird das als unangenehm empfunden. Man fühlt sich mitunter eher krank und vermisst den heimischen Wohnkomfort. Wenn es zu warm ist, kann das zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit führen. Oder aber zu Kopfschmerzen oder allgemeinem Unwohlsein.

"Eine" bestimmte ideale Temperatur gibt es nicht zwingend

Selbst wenn die anfallenden Energiekosten komplett ignoriert werden, ist die Ermittlung der idealen Raumtemperatur also dennoch sehr wertvoll für das eigene Wohlbefinden. Macht man sich hingegen bewusst, wie viel ein hinzugewonnener Grad im Raum an barem Geld ausmacht, ist Umdenken sogar noch leichter.

Am wie hier gezeigten Thermometer sieht man gut die Raumtemperatur. 
© Evannovostro / Shutterstock.com

"Eine" bestimmte ideale Temperatur gibt es nicht zwingend. Denn die Verhaltensmuster der Bewohner und die allgemeine Beschaffenheit spielen eine große Rolle. Wer im eigenen Zuhause auf der Couch liegt oder am Schreibtisch arbeitet, wird eine niedrige Temperatur eher zu spüren bekommen. Jemand, der gerade mit den Kindern spielt oder sich einfach aktiv bewegt, hat dagegen ein ganz anderes Empfinden. Demnach gibt es eher eine sogenannte normale Raumtemperatur, bei der die thermische Behaglichkeit berücksichtigt wird. 

In Schlafzimmern darf es ein bisschen kühler sein

Experten geben daher eine ideale Temperatur in Wohnbereichen zwischen 20 und 24 Grad Celsius aus. Möchte man es etwas genauer sagen, sind 22 Grad Celsius fast immer ein guter Richtwert. In Schlafräumen ist es normalerweise etwas kühler - hier reichen rund 18 bis 19 Grad Celsius. Variablen wie die angezogene Kleidung, die Ernährung, Bewegung sowie Aktivität und sogar das eigene Gewicht spielen aber immer eine Rolle.

Die Grafik zeigt die optimalen Raumtemperaturen in einem Haus

Einfluss der Raumtemperatur auf die Kosten

Im Winter sowie im Herbst und im Frühling (Tipps zum Heizen in der Übergangszeit) ist es draußen kälter als in den Innenräumen und die Heizung muss Wärme in das Haus einbringen. Folglich ist klar, dass hier ein direkter Zusammenhang zu den Heizkosten besteht. Dabei gilt: Je höher die gewünschten Raumtemperaturen sind, desto mehr Kosten fallen an. Das Heizen sollte der Jahreszeit entsprechen. Die wichtigsten Tipps und Tricks finden Sie hier:

Ganze sechs Prozent müssen für jeden Grad Celsius mehr gezahlt werden

Um ganze sechs Prozent steigen die Heizkosten mit jedem Grad Celsius, um das Verbraucher die Raumtemperaturen höher drehen. Das gilt zumindest in Altbauten, die über undichte Fenster und nicht gedämmte Fassaden viel Wärme verlieren. In Neubauten und energetisch sanierten Gebäuden fällt die Steigerung hingegen geringer aus. Denn diese sind oft so gut gedämmt, dass auch im Winter nur wenig Wärme verloren geht. 

Übrigens: Die gewünschten Raumtemperaturen lassen sich an analogen Thermostaten ganz einfach über die entsprechende Ziffer einstellen. Drehen Verbraucher den Knopf an der Heizung zum Beispiel auf die Stufe "3", entspricht das einer Temperatur von etwa 20 Grad Celsius. Im Beitrag Zahlen auf dem Heizkörperthermostat informieren wir über die genaue Bedeutung der Ziffern auf dem Thermostat.

Räume keinesfalls unterkühlen lassen

Wer zu viel spart, riskiert hingegen Feuchteschäden wie Schimmel an der Wand. Denn dann kühlen die Wände im Raum aus und Wasserdampf aus der Luft kondensiert. Bleiben die nassen Stellen unbemerkt, können sich feine Sporen anlagern und zu giftigen Pilzen entwickeln. Um das zu verhindern, sollten Verbraucher die Raumtemperaturen im Haus oder in der Wohnung nicht längere Zeit unter 15 Grad Celsius abfallen lassen. Wichtig ist außerdem regelmäßiges Stoßlüften, um die relative Feuchtigkeit der Luft weitestgehend zu begrenzen.

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Die Raumtemperatur beeinflusst die anfallenden Heizkosten. Je wärmer die Räume sind, umso mehr Energie verbraucht die Heizung. Eine effektive Sparmaßnahme ist es dabei, die idealen Raumtemperatur zu ermitteln und einzustellen. Aber Vorsicht: Wer zu viel spart, riskiert Feuchteschäden wie Schimmel.  
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