Die goldene Jahreszeit: So heizen Sie im Herbst

Mit dem Herbst fallen nicht nur die Temperaturen, auch wird es wieder kontinuierlich kälter. Vor allem in der Nacht sind Temperaturen um die 5 Grad Celsius oder weniger keinesfalls eine Seltenheit. Drinnen sollte es deshalb umso kuscheliger sein. Dennoch beschäftigt viele Menschen vor allem eine Frage: „Muss ich im Herbst überhaupt heizen und falls ja, wie am besten?“. Diese soll im folgenden Artikel näher beleuchtet werden.

Auch beim Heizen im Herbst sind Wohlfühltemperaturen eher subjektiv

Jeder Mensch besitzt eine andere Grenze, ab wann er eine Raumtemperatur als kalt, genau richtig oder zu warm erachtet. Deshalb sollen die folgenden Tipps auch nur einen groben Leitfaden darstellen. Ob es Sie friert oder nicht, wissen Sie schließlich selber am besten. Tendenziell gilt es immer abzuwägen, ob es nun tatsächlich das Geld wert ist, wenn Sie in der goldenen Jahreszeit heizen möchten. Eine „normale“ Wohlfühltemperatur bewegt sich bei den meisten Menschen in einem Spektrum von rund 20 bis 22 Grad Celsius. Manche bevorzugen aber auch 18 Grad oder 23 Grad Celsius. Tendenziell ist es im Herbst zudem nicht unbedingt nötig das Schlafzimmer zu beheizen, da dieses beim Schlafen immer etwas kühler bleibt. Einmal durchlüften und die Fenster über Nacht schließen, ist normalerweise ausreichend für eine angenehme Temperatur um die 18 Grad – wobei hier die Dämmung ebenfalls eine Rolle spielt.

Bunte Herbstbäume auf einer Wiese - Heizen im Herbst

Weiterhin spielt die aktuelle Tagesform eine entscheidende Rolle. Bewegen Sie sich gerade viel im Haushalt oder sind allgemein den Tag über aktiv, bleibt es Ihnen eher warm, als wenn Sie primär am Schreibtisch oder auf der Couch sitzen. Zögern Sie also nicht, die Heizung auch einmal nur als Ausnahme anzustellen. Tendenziell empfehlen Experten aber eine gemäßigte Nutzung. Heizen im Herbst ist nicht zwingend notwendig, wenn die Dämmung und bauliche Substanz qualitativ hochwertig sind. Notfalls können Sie jederzeit auch Energiekosten sparen, indem Sie sich eine lange Hose oder einen Pullover anziehen. Sobald die Raumtemperaturen unter 14 Grad Celsius fallen, muss aber immer geheizt werden – anderenfalls droht unmittelbare Schimmelgefahr!

Vor dem Heizen im Herbst noch einmal die Anlage überprüfen!

Über den Sommer staut sich mitunter zu viel Luft in der Heizung, da diese normalerweise dauerhaft ausgeschaltet bleibt. Befindet sich in den Heizkörpern aber zu viel Luft oder zu viel Wasser, arbeitet diese nicht mehr mit einer dauerhaft hohen Effizienz. Deshalb sollten Sie vor dem Herbstbeginn und bevor dauerhaft im Winter geheizt wird, noch einmal die Anlage selber überprüfen – gegebenenfalls haben Sie auch die Möglichkeit, die Heizung zu entlüften oder ein wenig Wasser nachfüllen. Sind Sie sich unsicher oder trauen sich das allein nicht zu, können Sie die Wartung auch von einem beauftragten Installateur vollziehen lassen. Die Heizkessel sollten zudem nicht älter als 15 Jahre sein. Besonders alte Modelle leiden unter einer schlechten Effizienz und schaden sogar der Umwelt. Mitunter ist es deshalb, bevor richtig geheizt wird, auch ratsam über das Thema Heizung modernisieren nachzudenken.

Eine regelmäßige Inspektion vor dem Heizen im Herbst vom Fachmann ist ebenfalls eine Überlegung wert. Dieser nimmt alle einzelnen Bestandteile der Heizung dann einmal genauer unter die Lupe. Verschlissene Komponenten werden ausgetauscht, bevor diese durch eine reduzierte Effizienz ungewollt die Heizkosten in die Höhe treiben. Derartige Inspektionen können bei vielen Dienstleistern auch im „Abo“ vereinbart werden – dann kommt der Fachmann jedes Jahr oder alle zwei Jahre zu einem festen Zeitpunkt vorbei. Weiterhin gilt beim Heizen im Herbst natürlich: die Räume sollten mit Bedacht gelüftet werden. Fenster nicht mehr kippen, sondern lieber für 10 bis 15 Minuten „stoßlüften“, kann beim Heizen im Herbst bereits viel Geld sparen – und sorgt für ein angenehmes Raumklima.

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