Heizkörper reinigen in einfachen Schritten

Eine Heizung zieht Staub und Schmutz geradezu auf magische Art und Weise an. Vor allem in der kalten Jahreszeit, sind die Heizkörper häufig den gesamten Tag mehr oder weniger eingeschaltet. Dabei setzen sich die Staubpartikel nicht nur auf der Oberfläche ab, sondern bei vielen Modellen auch im Innern oder an sehr unzugänglichen Stellen ab. Umso wichtiger ist eine gründliche und regelmäßige Heizkörperreinigung. Warten Sie damit jedoch nicht bis zum Ende der Heizsaison, sondern machen Sie es jetzt. Wie Sie dabei am besten vorgehen und welche Utensilien Sie dafür benötigen, verraten wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Warum ist eine Heizkörperreinigung notwendig?

Der klassische Heizkörper verteilt die thermische Energie über die sogenannte Konvektion. Diese wird auch als Wärmeströmung oder Wärmemitführung bezeichnet. Das bedeutet letztlich, dass kleinste Teilchen Wärme transportieren. Dabei erwärmen die Heizkörper also die sie umgebene Luft. Dieses Phänomen können Sie ganz einfach selbst beobachten: Drehen Sie die Heizung auf und achten Sie auf die Vorhänge oder Gardinen am darüber liegenden Fenster. Sie werden leichte Bewegungen wahrnehmen. 

Somit hält eine Heizung vor allem in den kühlen Monaten die Raumluft in ständiger Bewegung. Das bedeutet letztlich auch die Aufwirbelung von Staub. Gerade in Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern ist dies besonders intensiv. In Räumen wie der Küche kommen andere Schmutzpartikel hinzu. Das können zum Beispiel Fette sein vom Kochen. Diese Ablagerungen verbinden sich mit dem Staub und bilden eine nur schwer zu reinigende Schicht auf den Heizkörpern.

Das Bild symbolisiert den Tipp des Monats Dezember zum Thema Heizkörper reinigen.

Für ein gutes Raumklima sorgen 

Staub und andere Ablagerungen auf den Heizkörpern sehen nicht nur unschön aus, sondern bergen auch andere Nachteile. Geht es um das Raumklima und demnach auch um das Wohlbefinden der Bewohner, sollten sie regelmäßig die Heizkörper reinigen. Denn durch die Wärmeströmung, die von diesen ausgeht, verteilen sich auch die Staubpartikel. Sie werden immer wieder aufgewirbelt. 

Das gilt im Übrigen auch für die Milben, die sich millionenfach im Haushaltsstaub finden. Vor allem für Allergiker stellt das ein Problem dar. Aber auch für Nicht-Allergiker kann der Staub problematisch werden. Denn er sorgt für trockene Luft und verursacht damit nicht selten auch das Austrocknen der Schleimhäute. Dadurch können diese wiederum anfälliger für Bakterien oder Viren werden. 

… und gleichzeitig Geld sparen – Heizkörper reinigen

Daneben kann die Staubschicht auch für höhere Heizkosten sorgen, da die Wärmeübertragung nicht mehr optimal abläuft. Vor allem im Bad oder in der Küche kann diese Staubschicht durch den Wasserdampf und andere Partikel wie eine Isolation wirken. Dadurch sinkt der Wirkungsgrad der Heizung. Das bedeutet, um dieselbe Raumtemperatur zu erreichen, muss mehr Energie aufgewendet werden. Wenn Sie die Heizkörper also reinigen, tun Sie nicht nur etwas für die Umwelt, da weniger Ressourcen verwendet, sondern Sie können auch Heizkosten sparen. 

Verschiede Heizkörpertypen brauchen unterschiedliche Pflege

Möchten Sie Heizkörper reinigen, ist auf einiges zu achten. Dabei gibt es trotz der unterschiedlichen Ausführungen von Heizkörpern Schritte und Hilfsmitteln, die bei allen gleich sind. 

Schrittweise den Heizkörper reinigen

  1. Räumen Sie die Heizkörper frei. Damit verschaffen Sie sich auch Zugang zu eher schwer zugänglichen Stellen. Generell gilt: Für eine gute Wärmeabgabe sollte der Heizkörper möglichst freistehen und nicht als Dauerwäschetrockner benutzt werden.
  2. Möchten Sie die Heizkörper reinigen, sollten diese vollständig ausgekühlt sein. Das erleichtert nicht nur das Putzen, sondern vermeidet auch mögliche Verbrennungen.
  3. Vor allem bei hartnäckigem Schmutz breiten Sie Lappen, Tücher oder Zeitungspapier unter den Heizkörper aus. Damit schützen Sie Ihren Boden.
  4. Geht es überwiegend um losen Staub, empfiehlt es sich vor dem Putzen ein feuchtes Tuch unter den Heizkörper zu legen. Damit vermeiden sie, dass sich der Staub im ganzen Zimmer verteilt.
  5. Benutzen Sie die passende Heizkörperbürste. Der Markt bietet mittlerweile eine Vielzahl an Modellen für jeden Heizkörpertyp, ob Platten, Lamellen oder Rippen.
  6. Reinigen Sie den Heizkörper von außen am besten mit einem Schwamm und einer Seifenlauge. Sollte dies nicht ausreichen helfen bei Fettablagerungen neben normalen Fettlösern auch das Backofenspray. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen lassen Sie die Mittel länger einwirken, um den Heizkörper optimal reinigen zu können. Nach der Behandlung sollten Sie die Flächen immer mit purem Wasser nachwischen und danach auch gut durchlüften. 

Spezialtipps für die unterschiedlichen Heizkörpertypen

Aufgrund der verschiedenen Bauweisen bei unterschiedlichen Heizkörpertypen müssen verschiedene Reinigungsschritte berücksichtigt werden. Dementsprechend gibt es auch unterschiedliche Methoden und Utensilien.

  • Bei den Plattenheizkörpern können Sie die Abdeckung abnehmen und das Innere entweder mit einer Spezialbürste reinigen oder den schmalen Aufsatz beim Staubsauger benutzen, um den Staub zu entfernen. Auch ein Fön kann helfen. Dafür sollten Sie, wie oben beschrieben, ein feuchtes Tuch, welches den losen Staub auffängt.
  • Für die Rippenheizkörper gilt: vor allem in den Zwischenräumen sammelt sich der Schmutz. Dieser lässt sich mit schmalen Heizkörperbürsten besonders gut entfernen.
  • Bei den Konvektoren, die über Lamellen die Wärme an die Umgebung abgeben, können Sie den lose aufliegenden Staub selbst entfernen. Für die groben Verschmutzungen ist in diesem Fall der Experte, der richtige, um die Heizkörper zu reinigen. 
heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde
Fazit von Jeannette Kunde
Eine regelmäßige Heizkörperreinigung ist ratsam. Dabei reicht es aus, wenn Sie das gründliche Putzen in den Frühjahrsputz integrieren und bevor Sie die Heizungsanlage im Herbst wieder in Betreib nehmen. Doch das regelmäßige Entstauben vor allem in den Wintermonaten sollte nicht zu kurz kommen. 
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