Den Frühling nutzen und Heizung optimieren 

Nutzen Sie den Frühling, um Ihre Heizung zu optimieren! Warum es gerade jetzt sinnvoll ist, diesen Schritt zu wagen, erklären wir in den folgenden Abschnitten. Erfahren Sie außerdem, welche Optimierungsmaßnahmen es gibt und ob deren Durchführung vom Staat finanziell unterstützt wird. 

Der Frühling und die Heizung

Auch wenn der folgende Vergleich ein wenig hinkt, so verdeutlicht er doch den Zusammenhang zwischen dem Frühlingsbeginn und der Heizung: Nicht nur wir Menschen ächzen nach einem langen und harten Winter. Auch die Heizungsanlage hat über Monate hinweg unter hoher Last gearbeitet, um die Räume schnell und zuverlässig auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen. Mit dem Frühlingsanfang und dem damit einhergehenden sinkenden Heizbedarf ist es an der Zeit, der kompletten Anlage die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich liegt es auch in unserem Interesse, dass die Heizung in der nächsten Heizperiode wieder betriebsbereit ist.

Gründe für die Heizungsoptimierung im Frühling

Einer der Hauptgründe dafür, den Frühling für die Heizungsoptimierung zu nutzen, ist die Zeit. Je nachdem, welche Verbesserungsmaßnahmen ergriffen werden sollen, kann es mehrere Wochen dauern, bis das Ergebnis steht. Wer frühzeitig mit den Vorbereitungen beginnt, hat also in erster Linie einen großen zeitlichen Spielraum. Mit der hier erwähnten Heizungsoptimierung ist nicht zwangsläufig der Kesseltausch gemeint. Vielmehr steht die Vorbereitung im Vordergrund. Schließlich zeichnet eine Optimierung in der Regel nicht nur aus "Alt durch Neu ersetzen" aus, sondern vor allem aus der Verbesserung des Vorhandenen. Einige Maßnahmen erfordern eine ausführliche Planung und fachgerechte Durchführung. Hierfür ausreichend Vorlaufzeit zu nehmen, ist ratsam.

Ein Frühlingsbild als Symbol für die Optimierung einer Heizung
© lily | Fotolia

Optimierungsmöglichkeiten für die Heizung

Zwei Optimierungsmaßnahmen, die Anlagenbesitzer im Frühling für die Heizung durchführen lassen können, sind zum einen der hydraulische Abgleich und zum anderen die Einstellung der Heizkurve mit optionalem Pumpentausch.

Hydraulischer Abgleich sorgt für gleichmäßige Wärmeverteilung

Das Heizwasser nimmt immer den Weg des geringsten Widerstands. Das hat zur Folge, dass Räume, die sich in der Nähe des Heizkessels befinden, oft zu viel Wärme erhalten. Vom Heizkessel weiter entfernte Räume bleiben wiederum kalt, weil das Heizwasser nicht bis zu ihnen durchdringt. Abhilfe schafft hier ein hydraulischer Abgleich. Dabei stellt ein Heizungsfachmann den Anlagendruck so ein, dass jeder Raum den für ihn erforderlichen Wasserdurchfluss erhält. In diesem Zusammenhang kann es sich lohnen, auch die Heizungspumpe auszutauschen, sofern es sich dabei um ein veraltetes Modell handelt. Denn diese arbeitet konstant mit einer voreingestellten Leistung und verbraucht unnötig viel Strom. Eine Hocheffizienzpumpe hingegen ist in der Lage, bedarfsgerecht zu arbeiten. Sie verbraucht weniger Strom und entlastet sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt.

Heizkurve einstellen und Heizkosten senken

Was Anlagenbesitzer im Frühling für ihre Heizung tun können, ist die Anpassung der Heizkurve. Diese hat einen großen Einfluss auf die Wärmemenge und somit auf die Heizkostenentwicklung. Konkret wird dabei der individuelle Heizbedarf ermittelt und die Heizleistung daran angepasst. Wie das im Detail funktioniert, erfahren Sie im Beitrag "Heizkurve einstellen". Neben diesen beiden Maßnahmen gibt es noch weitere Möglichkeiten, bereits im Frühling die Heizung zu optimieren. Dazu zählen unter anderem die Dämmung offener Heizungsrohre, die Entlüftung der Heizkörper sowie der Umstieg von analogen auf digitale Thermostate.

Staatliche Fördermittel für Optimierungsmaßnahmen

Unabhängig davon, ob Anlagenbesitzer im Sommer oder im Frühling die Heizung optimieren. Für bestimmte Maßnahmen gibt es vom Staat Fördergelder. Um genauer zu sein, erhalten sie, sofern sie sich für einen hydraulischen Abgleich oder den Pumpentausch entscheiden, einen Zuschuss von 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Wichtig ist, dass sie sich davor auf dem Portal des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) registrieren. Nach der Registrierung und dem Erhalt einer Registrierungsnummer bleiben den Antragstellern sechs Monate, um die Optimierungsmaßnahmen durchführen zu lassen.

Den Frühling für Heizungstausch nutzen

Wenn die Durchführung der oben genannten Optimierungsmaßnahmen nicht den erhofften Erfolg gebracht hat, dann liegt es womöglich am veralteten Kessel. Das ist nichts Ungewöhnliches, denn das Durchschnittsalter aller in Deutschland laufenden Heizkessel beträgt 17,6 Jahre. Wenn man bedenkt, dass die Effizienz ab dem 15. Betriebsjahr nachlässt, dann ist es zumindest ratsam, eine Heizungserneuerung in Erwägung zu ziehen. Worauf Sie bei einer möglichen Heizungsmodernisierung achten sollten, entnehmen Sie unserer kostenlosen "Checkliste Heizungsmodernisierung" zum Herunterladen. 

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Wer schon im Frühling die Heizung optimieren möchte, hat in erster Linie einen zeitlichen Vorteil. Denn manche Maßnahmen dauern an und bedürfen einer ausführlichen Planung sowie Durchführung. Für kleine Optimierungsmaßnahmen wie der Pumpentausch oder der hydraulische Abgleich gibt es sogar staatliche Fördermittel. In einigen Fällen ist es sinnvoller, den kompletten Heizkessel zu erneuern. Auch hierbei unterstützt der Staat mit attraktiven Programmen. 

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