Brennerstörung: Ursachen und Lösungen 

Bei einer Brennerstörung bleibt die Heizung aus. Das Wasser ist kalt und es kommt keine Wärme im Haus an. Üblicherweise passiert das immer zum ungünstigsten Zeitpunkt: An einem richtig kalten Winterwochenende. Da der Notfalleinsatz vom nächstgelegenen Heizungsbauer mit hohen Kosten einhergeht, suchen viele erst einmal selbst nach der Ursache für die Brennerstörung. Wann Sie diese selbst beheben können und wann ein Fachmann zwingend erforderlich ist, erklären wir in den folgenden Abschnitten. 

Brennerstörung an der Heizung erkennen

Der Brenner springt nicht an und die Heizung bleibt kalt? In diesem Fall handelt es sich um eine Störung, die Sie an verschiedenen Anzeichen erkennen können. Üblicherweise leuchtet dann die Warnleuchte am Kessel oder das Display der Regelung zeigt eine Brennerstörung an. Ist beides nicht der Fall, können Sie die Funktion der Anlage mit einem einfachen Test überprüfen: Drehen Sie für kurze Zeit das heiße Wasser an einem Waschbecken auf. Ist kein Speicher vorhanden oder der Warmwasserspeicher leer, müsste der Brenner schnell anspringen. Zu hören ist das unter anderem am Gebläse oder an der Zündung.

Heizung: Brenner steht nicht auf Störung 

Zeigt die Heizung keine Brennerstörung an, sollten Sie zuerst den Heizungsnotschalter kontrollieren. Nicht selten kommt es vor, dass Sie oder Ihre Gäste den Schalter versehentlich drücken und die Heizung damit abschalten. Darüber hinaus kann es auch sein, dass die Sicherung der Anlage herausgesprungen ist.

Wasserstand kontrollieren und anheben 

Unabhängig von der Art der Heizung kann ein zu geringer Wasserdruck die Ursache für die Brennerstörung sein. Rutscht der Druck unter einen Wert von 0,5 bar ab, blockiert die Heizung die Feuerung, um sich selbst zu schützen. Erkennen können Sie das Problem mit einem Blick auf das Anlagenmanometer. Die analoge Druckanzeige befindet sich in der Regel am oder in der Nähe des Kessels. Ist der Druck zu niedrig, sollten Sie Heizungswasser nachfüllen lassen.

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© Gina Sanders – stock.adobe.com

Störung am Ölbrenner erkennen und beheben

Springt der Öl-Brenner nicht an, können Sie zunächst die Entstörtaste drücken. Löst das Ihr Problem und die Störung tritt nicht wieder auf, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Andernfalls sollten Sie sich weiter auf die Suche nach der Ursache begeben.

Ist der Öltank ausreichend gefüllt?

Tritt die Brennerstörung an der Ölheizung auf, geht der erste Blick zum Tank. Ist dieser ausreichend gefüllt? Befindet sich nur noch wenig Heizöl im Heizöltank, kann die Heizung Verunreinigungen ansaugen und verstopfen. Die Brennstoffversorgung ist dann unterbrochen und der Ölbrenner geht auf Störung. Ist das die Ursache, sollten Sie einen Fachbetrieb um Hilfe bitten. Die Experten reinigen die Leitungen und führen bei Bedarf auch eine Öltankreinigung durch.

Wichtig zu wissen: Bei vielen Arbeiten an Tankanlagen und Leitungen besteht eine Fachbetriebspflicht. Beauftragen Sie daher nur „Fachbetriebe nach Wasserrecht“ beziehungsweise „Fachbetriebe nach AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen)“.

Ist das Entnahmeventil am Öltank geöffnet?

Häufig findet sich die Ursache auch am Entnahmeventil des Öltanks, über das der flüssige Brennstoff zur Heizung gelangt. Ein verschlossenes Ventil unterbricht die Brennstoffversorgung und löst damit eine Brennerstörung aus. Die Lösung ist hier ganz einfach: Ventil öffnen und Entstörtaste drücken.

Ölbrenner: Störung vom Fachmann prüfen lassen

Der Brenner springt nicht an, obwohl Sie die genannten Punkte überprüft haben? In diesem Fall sollten Sie einen Heizungsbauer zurate ziehen. Der Experte kann den Fehler auslesen oder durch eine Analyse vor Ort erkennen. Er führt eine Wartung durch, reinigt den Brenner oder tauscht defekte Bauteile aus. Ohne Erfahrung und entsprechende Hilfsmittel ist das für Laien oft nicht möglich.

Brennerstörung an der Gasheizung

Haben Sie eine gasbetriebene Heizung und der Brenner steht auf Störung? In diesem Fall können Sie lediglich die Brennstoffversorgung kontrollieren. Sind die Gashähne geöffnet? Zeigt die Füllstandsanzeige im Flüssiggastank mehr als fünf Prozent an? Funktionieren andere Gasgeräte im Haus?

Während Sie versehentlich geschlossene Hähne einfach öffnen können, sollten Sie leere Gastanks schnell betanken lassen. Sind diese Probleme kein Grund für die Brennerstörung, informieren Sie erst einmal Ihren Gasversorger. Bestätigt dieser den ordnungsgemäßen Betrieb seiner Anlage, hilft nur ein Heizungsbauer aus Ihrer Region.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Bei einer Brennerstörung bleibt die Heizung aus. Liegt das Problem an verschlossenen Ventilen, einem betätigten Notschalter oder daran, dass der Brennstoffvorrat knapp ist? Dann können Sie die Störung in der Regel selbst beheben. In allen anderen Fällen hilft nur ein erfahrener Heizungsbauer.
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