Allergien vorbeugen mit Wohnungslüftung und Co

Für Allergiker ist der Frühlingsanfang nicht nur eine Wohltat. Denn mit den steigenden Außentemperaturen nimmt auch die Belastung durch Pollen zu. Doch nicht nur von außen kommt die Gefahr. Auch die eigenen vier Wände bieten Pollen und Allergenen viele Möglichkeiten, sich einzunisten. Wie Sie Allergien mit Wohnungslüftung und Co vorbeugen können, ohne Ihre gewohnte Lebensqualität dabei einschränken zu müssen, darum geht es in den folgenden Abschnitten.  

Lüftungsanlagen gegen Schadstoffbelastung

Als Allergie bezeichnen Experten eine (Über)-Reaktion des Körpers auf nicht infektiöse Fremdstoffe. Nach Angaben des ECARF, dem Europäischen Zentrum für Allergieforschung, lassen sich nur wenige Allergien ursächlich behandeln. Daher liegt der aktuelle Fokus noch auf der Vorbeugung von Allergien. Die Gründe für allergische Reaktionen sind zahlreich. Neben erblicher Veranlagung sorgen viele anderen Faktoren dafür, dass Heuschnupfen, Neurodermitis, allergisches Asthma und andere Reaktionen erst entstehen können. Dazu gehören unter anderem Ernährung, Haustiere, Schimmel und Luftschadstoffe.

Pollenfilter sorgen für saubere Luft

Vor allem Schimmel und Luftschadstoffe lassen sich mithilfe einer Lüftungsanlage effektiv vorbeugen. Während des Betriebs sichert eine solche Anlage einen regelmäßigen Luftwechsel. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und die Gefahr der Schimmelbildung werden auf diese Weise verhindert. Außerdem versorgt die Anlage die Räume konstant mit lebensnotwendigem Sauerstoff und steigert dadurch die Lebensqualität merklich. Damit die Lüftungsanlage auch die Pollen und Allergene am Eindringen hindern kann, muss sie mit einem oder mehreren entsprechenden Filtern ausgestattet sein. Eine solche Lüftungsanlage kann aber nicht nur Allergien vorbeugen. Sie hat noch weitere Vorteile. Dazu zählen:

  • Eingebaute Schalldämpfer sperren Lärm aus
  • Händisches Lüften ist nicht mehr notwendig
  • Viele Anlagen arbeiten mit Wärmerückgewinnung und senken somit die Heizkosten
  • Einbruchsicherheit wird durch geschlossene Fenster erhöht

Flächenheizungen gegen aufgewirbelten Staub

Eine weitere technische Möglichkeit, Allergien innerhalb der Räume vorzubeugen, ist der Einbau von Flächenheizungen. Dazu zählen Fußboden-, Decken- und Wandheizungen. Ihr Vorteil liegt - in Bezug auf Allergien - in der Strahlungswärme. Sie wirbelt im Vergleich zu anderen Heizkörpern (eine Flächenheizung ist vereinfacht ausgedrückt auch ein großer Heizkörper) weniger Staub auf. Haushaltmilben und deren Kot, der bei vielen Menschen als allergieauslösend gilt, bleiben im Normalfall da, wo sie sind.

Auf die richtige Feuchtigkeit kommt es an

Lüftungsanlagen und Flächenheizungen sind langfristig eine gute Möglichkeit, Allergien vorzubeugen. Wer aber kurzfristig eine Linderung sucht, die von den beiden oben genannten Lösungen losgelöst ist, sollte immer auf die passende Luftfeuchtigkeit achten. Ist es innerhalb der Räume zu feucht, steigt die Gefahr der Schimmelbildung. Ist die Luft hingegen zu trocken, greift sie die Schleimhäute an. Die Folgen sind häufig auftretende Erkältungen. Eine gute Orientierung bietet ein Hygrometer, also ein Feuchtigkeitsmesser, den es günstig in zahlreichen Shops und Baumärkten zu kaufen gibt.

Ein niesender Mann als Symbol für Allergien vorbeugen
© Robert Kneschke | Fotolia

Weitere Tipps, Allergien vorzubeugen

Neben den technischen Möglichkeiten können Allergiker auch auf andere Maßnahmen zurückgreifen, die Allergiebeschwerden merklich reduzieren. Wie bereits erwähnt, sind Luftschadstoffe und Schimmelsporen zwei der Hauptauslöser. Beide lassen sich durch richtiges Lüften eindämmen.

Richtig lüften

Ob händisch oder ferngesteuert: Wer regelmäßig die verbrauchte Wohnraumluft gegen frische, sauerstoffreichere vom außen austauscht, entzieht den Erregern auch den Nährboden. Beim Lüften ist es aber wichtig, auf den Zeitpunkt und den Standort zu achten. So ist die höchste Pollenbelastung innerhalb der Stadt vor allem gegen Abend. Auf dem Land ist dies hingegen in den Morgenstunden der Fall. Mehr Informationen hierzu finden Sie auch Beitrag "Richtig lüften".

Pollenflug-Kalender regelmäßig beachten

Mit einem Blick auf den Pollenflug-Kalender lassen sich Allergien auch vorbeugen - zumindest bis zu einem gewissen Grad. Wer bereits weiß, welche Pollen bei ihm allergische Reaktionen hervorrufen, kann deren Flug etwa mit einem Urlaub umgehen.

Feuchtwischen und Filter verwenden

Innerhalb der eigenen vier Wände empfehlen Experten regelmäßiges Feuchtwischen. Dadurch wird weniger Staub aufgewirbelt. Bestimmte Elektrogegenstände wie der Staubsauger sollten mit entsprechendem Filter ausgestattet sein. Auch der Einsatz eines Luftreinigers mit Filterfunktion kann helfen.

Nicht im Schlafzimmer umziehen

Während der Pollenzeit ist es ratsam, die Kleidung nicht im Schlafzimmer zu wechseln. Denn dadurch können anhaftende Pollen aufgewirbelt werden. Das gilt übrigens auch für das Aufhängen der Wäsche. Diese sollte möglichst nicht im Freien trocknen. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann auch vor dem Schlafengehen duschen und danach nahezu pollenfrei ins Bett steigen. Nächtliche Beschweren werden dadurch deutlich minimiert.  

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Viele Menschen reagieren allergisch auf nicht infektiöse Fremdstoffe. Die Gründe dafür sind zahlreich. Ebenso zahlreich sind auch die Möglichkeiten, Allergien vorzubeugen. Technisch eignen sich für diesen Zweck Lüftungsanlagen und Flächenheizungen. Andere Präventivmaßnahmen sind zeitlich abgestimmtes Lüften, Kleidungswechsel außerhalb des Schlafbereiches sowie regelmäßiges Feuchtwischen.  

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