The Edge: Nachhaltigkeit nimmt Formen an

Nicht nur auf der diesjährigen Hannover Messe war das Thema Nachhaltigkeit omnipräsent. Den Akteuren in Industrie und Wirtschaft ist bewusst, dass der schonende Umgang mit fossilen Ressourcen und regenerativen Energien keine Modeerscheinung ist. Das Nachrüsten bestehender Immobilien ist ungemein wichtig - wegweisend sind hingegen Projekte, die schon bei der Planung auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.

In Amsterdam steht "The Edge": Das offiziell nachhaltigste Gebäude der Welt. Mit einem Nachhaltigkeitsrating von 98,36 Prozent hat The Edge damit das Londoner "One Embankment Place"-Gebäude überholt. Dieses Rating nach dem Bewertungssystem BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) konnte erreicht werden, indem die komplette Bandbreite effizienter Energienutzung und netzunabhängiger Stromerzeugung zum Einsatz kommt - Photovoltaik, Wärmepumpen und eine intelligente Architektur.

Gebäude The Edge in Amsterdam im Abendlicht - Energieeffizienz Gebäude

Immer der Sonne nach

The Edge bringt vermutlich die Augen von Architektur-Studenten und Klimaforschern gleichermaßen zum Leuchten - zu Recht. So überzeugt das Energieeffizienz-Gebäude nicht nur in puncto Nachhaltigkeit. Auch die Außenform und die gebäudezentrisch ausgerichtete Botanik ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

Hier zeigt sich: Clevere und energieeffiziente Architektur kann so einfach sein: Im Osten geht die Sonne auf, von Süden scheint zumindest in Mitteleuropa und so weiter, Sie erinnern sich? Die Südfassade des Gebäudes besteht nur aus Fenstern und Photovoltaik-Modulen. Wenn die Sonne also ihren Höhepunkt erreicht, erreicht ihn auch die Stromproduktion im Effizienz-Gebäude.

Als Partner beim Projekt The Edge wurden die Universität Amsterdam sowie die dortige Fachhochschule gewonnen. Die Dächer dieser beiden Institutionen wurden ebenfalls mit Solarmodulen bestückt - insgesamt ergibt das eine Fläche von 4.100 qm in The Edge. Investoren sind der Immobilienentwickler GVO Real Estate und der Finanzdienstleister "Deloitte".

Das Geheimnis der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird hier auf den gesamten 40.000 qm des Gebäudes großgeschrieben. Mehr Strom für das Effizienz-Gebäude zu produzieren, ist schließlich die eine Sache. Zusätzlich wird hier aber mit den Ressourcen auch smart umgegangen. Dabei hilft unter anderem die raffinierte Gebäudetechnik von The Edge. Über 6.000 LED-Leuchtmittel wurden verbaut. Jedes zweite davon ist ausgestattet mit einem Paket an Sensoren, die Bewegungen registrieren sowie Licht-, Temperatur- und Infrarotwerte überwachen.

Das Gebäudemanagement von The Edge hat so die wichtigsten Daten in Echtzeit auf dem Bildschirm, sieht Ausfälle und Flächen, bei denen Handlungsbedarf besteht. Ist das Büro von The Edge komplett leer, schaltet das System automatisch das Licht aus. Betritt jemand einen Raum, geht sofort das Licht an und die Klimaanlage reguliert auf eine vorher eingestellte Temperatur. Mitarbeiter können ihren Arbeitsplatz auch individuell, via mobilem Endgerät, anpassen. Bei Feedbackrunden kann es ja schon mal hitzig zugehen. Apropos Sitzung: Heutzutage gründet ein Großteil des Wasserbedarfs auf der Nutzung sanitärer Einrichtungen. Die Trinkwasseraufbereitung ist dank ihrer kleinen Geschäfte selbst ein großes. Hier denkt The Edge mit und nutzt Regenwassertanks. So spült das, was von oben kommt, das weg, was nach unten verschwinden soll.

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