Falsches Heizen – 5 Irrtümer zum Heizen

Die Heizung so hoch stellen wie möglich, sodass es schnell warm wird. Die Heizkörper müssen überall auf der gleichen Stufe eingestellt werden, sodass man nicht für kühlere Zimmer mit heizt. Diese und weitere Irrtümer zum Heizen finden Sie in der folgenden Topliste. Wir zeigen Ihnen, wie Sie falsches Heizen vermeiden. Damit wird es nicht nur wohlig warm in Ihrem Zuhause, sondern Sie heizen auch effektiv und können die Heizkosten reduzieren.

Irrtum 1: Vermieter müssen nur im Winter die Heizung einschalten

Geht es um das Heizen im Mietrecht, sind die Jahreszeiten lediglich eine grobe Orientierung. Denn selbst der Begriff der Heizsaison ist gesetzlich nicht festgelegt. Vielmehr muss die Heizung immer betriebsbereit sein, um angenehme Temperaturen in den Räumen sicherzustellen. Diese liegen bei etwa 20 bis 22 Grad Celsius. Außerhalb der bekannten Heizperiode (01.Oktober bis 30.April) sollte die Heizung eingeschaltet sein, wenn die Raumtemperatur mehrere Tage in Folge nicht über 18 Grad Celsius steigt oder die Außentemperatur unter die Marke von 16 Grad Celsius fällt.

Doch neben der Pflicht des Vermieters ist die des Mieters nicht zu vernachlässigen. Denn dieser sollte falsches Heizen vermeiden. 

Topliste November Irrtümer - falsches Heizen
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Irrtümer bezüglich der Funktionsweise der Heizungsanlage

Falsches Heizen bezieht sich häufig auf die Funktion von Heizungsanlage und Heizkörper. Denn bis heute halten sich diesbezüglich so manche Mythen. 

Irrtum 2: Heizung auf 5 wird schneller warm

Grundsätzlich wird über das Thermoastat die Wunsch- beziehungsweise Solltemperatur eingestellt. Das heißt konkret: wenn Sie eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius möchten, sollten Sie das Thermostat auf drei drehen. Das bewirkt, dass genau so lange warmes Heizwasser in den Heizkörper strömt, bis diese Temperatur erreicht ist. Erhöhen Sie die Einstellungen, wird es jedoch nicht schneller warm. Letztlich schließt das Ventil einfach später und es ist wärmer als gewünscht. Meist wird dann gelüftet oder die Türen geöffnet. Dieses falsche Heizen erhöht unnötig den Energieverbrauch und damit auch die Heizkosten.  

Irrtum 3: Überall muss es gleich warm sein

Falsch heizen kann man auch, wenn in jedem Raum die gleiche Temperatur herrscht. Das gilt insbesondere dahingehend, dass es häufig unnötig ist. Denn im Flur oder in der Küche müssen nicht dieselben Temperaturen wie im Wohnbereich herrschen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass sich die optimale Raumtemperatur vor allem nach der Nutzung richtet. Zudem ist darauf zu achten, dass die Türen geschlossen bleiben, auf diese Weise heizen Sie kühlere Räume nicht mit. Zudem strömt weniger feuchte Luft aus wärmeren Räumen in kältere. Dadurch sinkt das Schimmelrisiko.

Irrtum 4: Heizung muss regelmäßig entlüftet werden

Eine Heizungsanlage ist ein geschlossenes System, welches vollständig mit Heizwasser gefüllt ist. Befindet sich Luft darin, mindert dies die Leistung. Die Wärme verteilt sich nicht optimal. Das lässt sich an ungleichmäßig warmen Heizkörpern feststellen. Auch Heizungsgeräusche können ein Hinweis darauf sein. In einem solchen Falle hilft das Entlüften. Denn andernfalls heizen Sie wiederum falsch, da die Thermostate weiter aufgedreht werden müssen, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Doch diese Maßnahme sollte nicht vorsorglich durchgeführt werden. Denn zum einen tritt beim Entlüftungsvorgang immer etwas Wasser aus, was ab einer bestimmten Menge den Druck reduzieren kann. Zum anderen kann ein anderes Problem an der Anlage verschleiert werden, wenn die Heizung ohne Grund entlüftet wird. Denn ist dies wirklich alle paar Wochen notwendig, muss geprüft werden, ob nicht ein anderer Defekt vorliegt. In der Regel sollte das einmalige Entlüften nach der langen Heizpause genügen. 

Irrtum 5: Kipplüften ist besonders effektiv 

Falsches Heizen geht nicht selten mit unzureichendem Lüften oder einem Zuviel davon einher. Häufig wird das Fenster über den Tag hinweg auf Kipp gelassen. Dabei tritt der gewünschte Effekt, frische Luft im Raum zu haben, weniger ein. Denn der Luftaustausch ist zu gering. Vor allem in Bezug auf die Feuchtigkeit in den Räumen kann dies fatal sein. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit schlägt sich unter Umständen an kalten Oberflächen nieder und führt möglicherweise zur Schimmelbildung. Deshalb ist es umso wichtiger für eine ausreichende Luftströmung zu sorgen. Dies lässt sich aber nur mit dem sogenannten Stoßlüften bewerkstelligen. Das heißt, die Fenster weit zu öffnen für fünf bis zehn Minuten zwei- bis dreimal am Tag. Um dabei zudem falsches Heizen zu vermeiden, sollten die Heizkörper während des Lüftens heruntergedreht werden. 

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

So manche Irrtümer zum Heizen halten sich hartnäckig. Dabei führt falsches Heizen meist dazu, dass sich nicht nur der Energieverbrauch erhöht, sondern auch die Heizkosten. Selbst kleine Veränderungen im Heizverhalten können dazu beitragen, dass weniger kostbare Heizwärme verloren geht.  

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