Die Intersolar 2018 in München

Die Intersolar 2018 findet vom 20. bis zum 22. Juni statt. Im Fokus dieser Fachmesse stehen Produkte und Lösungen rund um die Solartechnik. Im Vorfeld finden Konferenzen statt, zu denen etwa 200 Referenten erwartet werden. Sie bieten neue Themen und Diskussionen um die aktuellen Trends aus der Solarwirtschaft. Lesen Sie, welche Aspekte in diesem Jahr bei der Intersolar auf dem Plan stehen.

Was ist die Intersolar?

Die Intersolar ist eine jährlich stattfindende Messe, die sich an ein Fachpublikum richtet. Im Mittelpunkt steht die Solarwirtschaft. Neben den Photovoltaikanlagen, der Energiespeicherung sowie dem Thema der erneuerbaren Energien in der Heiztechnik liegt der Fokus ebenso auf Aspekten der sogenannten smart energy. Dies meint alle intelligenten Technologien aus der Energiewirtschaft. Neben der Energiewandlung, -speicherung und -übertragung geht es dabei auch um die Verbrauchssteuerung. Wichtige Teilaspekte sind:

Die Intersolar beziehungsweise Intersolar Europe ist die weltweit führende Fachmesse, zu der jährlich mehrere Hundert Aussteller und bis zu 40.000 Fachbesucher kommen.

Bild zeigt eine Aufnahme vom Messegelände in Anlehnung an die Intersolar.
© Euregiocontent / Shutterstock.com

Die Besonderheiten der Intersolar 2018 – Der Markt wächst

Strombetriebene Heizsysteme wie die Wärmepumpe werden immer beliebter. Doch der dafür notwendige Strom soll nach dem Willen vieler Hausbesitzer nicht aus einem Kraftwerk stammen, sondern am besten selbst erzeugt werden. Zudem werden die Module einer Photovoltaikanlage immer günstiger. Noch vor ein paar Jahren waren sie ein Luxus, den sich nur wenige Verbraucher leisten wollten. Hinzu kommt, dass die Stromspeicherung einfacher wird. Denn Systeme, die mithilfe der Sonne Energie erzeugen, tun dies vergleichsweise unregelmäßig. Scheint die Sonne, gibt es nicht selten einen Energieüberschuss. Schließlich sind viele Hausbesitzer zu dieser Tageszeit nicht zu Hause. Doch wenn am meisten Energie in einem Haushalt benötigt wird, ist die Leistung nicht die höchste, nämlich in den frühen Morgenstunden und am Abend. Die Energiespeicherung hat sich allerdings in den vergangenen Jahren stark verbessert. Darüber hinaus gibt es immer wieder neue Lösungsansätze und Produkte in diesem Segment.

Insbesondere in Europa wächst der Markt für Photovoltaikanlagen. Experten sprechen hier von einer neuen Blüte. Die Gründe sind vielfältig. Anders als noch vor Jahren hängt das Wachstum jedoch nicht maßgeblich von Fördermitteln durch den Staat ab. Vielmehr sind neue Anreize gesetzt wie etwa die sinkenden Kosten und Preise für die Module sowie Kollektoren, das gesteigerte Umweltbewusstsein oder die technischen Weiterentwicklungen. Daneben spielen auch folgende Aspekte eine immer bedeutendere Rolle:

  • Mieterstrom
  • Sektorkopplung
  • Stromabnahmeverträge
  • Bürgerstrom
  • Net-Metering

Highlights der Intersolar 2018

Viele Trends der Solarwirtschaft sind aktuell untrennbar mit dem Thema Digitalisierung verknüpft. Dabei spielen eine ganz besondere Rolle: die Einspeisung von selbst erzeugtem Strom sowie die verschiedenen Angeboten der Hersteller für den Bereich digitaler Service.

Digitale Kraftwerke

Vor ein paar Jahren war es aufgrund der hohen Einspeisevergütung noch vergleichsweise günstig, den selbst produzierten Strom ans Netz zu übergeben. Heute gibt es hingegen wesentlich weniger Geld für Hausbesitzer dafür. Anders als noch vor ein paar Jahren, als es vergleichsweise günstig war, den selbst produzierten Strom ins Netz einzuspeisen aufgrund der hohen Einspeisevergütung, gibt es heute wesentlich weniger Geld für Hausbesitzer. Deshalb raten viele Experten dazu, den Strom selbst zu nutzen. Das ist wegen der verbesserten Technologie der Energiespeicherung auch möglich. Ein anderer Weg sind die sogenannten digitalen Kraftwerke. Dabei können kleinere dezentrale Kraftwerke zu wesentlich größeren Einheiten zusammengeschlossen werden. Diese steuern die Verteilung des Stroms und können ihn gebündelt ins Netz einspeisen. Dabei haben Hausbesitzer nicht nur die Möglichkeit, den eigenen Strom an solche Betreiber zu verkaufen, sondern auch die Eigenproduktion zu erhöhen sowie selbst Strom zu beziehen. Dabei soll es langfristig nicht nur um die Verknüpfung von Solarstromspeichern gehen, sondern auch um Energiespeicher aus dem Bereich Wind und Biomasse.

Wechselrichter

Die ursprüngliche Funktion eines Wechselrichters besteht darin, Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln. Doch mittlerweile übernehmen sie, unter anderem durch die Digitalisierung bedingt, auch noch andere Funktionen. Vor allem im Bereich der Solarwirtschaft wächst ihre Bedeutung.

Folgende Aufgaben übernehmen sie:

  • Analyse und Steuerung von Photovoltaikanlagen, Solarbatterien, Power-to-Heat und Smart Home
  • Schnittstelle für digitale Kommunikation
  • Verknüpfung mit Energiemanagementsystemen

Daneben können Wechselrichter aber auch Elektrofahrzeuge mit Strom betanken und das sogar zweieinhalbmal schneller als die herkömmlichen Ladestationen. Doch auch für das Heizen spielen sie eine immer größere Rolle. Mit ihnen lässt sich unter anderem auch ein Heizstab steuern, der in einem Warmwasserspeicher verbaut ist und mit überschüssigem solaren Strom für warmes Wasser sorgt. Daneben bietet der Wechselrichter viele Möglichkeiten für das Energiemanagement von Gebäuden.  

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Die Intersolar Europe bietet einem Fachpublikum aus der Solarwirtschaft vom 20. bis zum 22. Juni 2018 eine große Vielfalt an Themen und Neuheiten. Dabei werden Aspekte der Digitalisierung, der Vernetzung sowie des Energiemanagements eine zentrale Rolle spielen.

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