Das Haus mit dem Plus

Wer eine Anlage für Photovoltaik auf dem Dach oder eine Wärmepumpe im Keller hat, weiß es. Ein umweltbewusstes Wohnkonzept wie ein Plusenergiehaus bringt viele wirtschaftlichen Vorteile mit sich. Ein bislang beispielloses Pilotprojekt aus Norwegen zeigt nun, wie sich das Potenzial eines energieeffizienten Zuhauses ausschöpfen lässt - dank modernster Technik und innovativer Architektur.

Das Plusenergiehaus vereint Welten

Ein Einfamilienhaus etwa 100 Kilometer südlich von Oslo. Hier haben das renommierte Architekturbüro Snøhetta und Skandinaviens größtes unabhängiges Forschungszentrum für Nullemissionshäuser ein zukunftsweisendes Pilotprojekt realisiert. Und das dürfte die künftige Wohnarchitektur wohl maßgeblich prägen. Denn in ihrem Plusenergiehaus vereinen sich umweltbewusste Lösungen zur autarken Energieversorgung, Smart Home-Technologien und ein innovatives Designkonzept. Hierbei stehen Komfort und Nachhaltigkeit gleichermaßen im Fokus.

Tuerkises Plusenergiehaus

Plusenergiehaus nutzt Energie aus erneuerbaren Quellen

Das Plusenergiehaus ist vom Fundament bis zum Dach auf energetische Eigenversorgung ausgelegt. Denn es nutzt erneuerbare, lokale Ressourcen, um seinen Energiebedarf zu 100 Prozent selbst zu decken. Es verursacht somit keine Emissionen. Auf dem großflächigen Schrägdach liefern Photovoltaikmodule bis zu 19.200 kWh Strom im Jahr. Zusätzlich sind im Plusenergiehaus solarthermische Kollektoren installiert. Diese wiederum produzieren jährlich etwa 4.000 kWh Wärme.

Während auch hierzulande immer mehr Hausbesitzer mit einer heimischen Solaranlage von hohen Energieerträgen profitieren, hat das Plusenergiehaus darüber hinaus weitere Asse im Ärmel. Denn sie nutzt thermische Energie aus dem Erdreich zur Raumbeheizung und Warmwasserbereitung und verfügt ferner über einen solarbetriebenen Heizkessel.

Freie Bahn für die E-Mobilität

Der überschüssige Strom des Plusenergiehauses genügt durchaus, um ein Elektroauto für eine jährliche Strecke von über 20.000 Kilometer aufzutanken. Damit schlägt das Null-Emissionshaus einer bisherigen Herausforderung der E-Mobilität ein Schnippchen. In Deutschland ist die Zahl der Elektroautos in den letzten zehn Jahren auf knapp 19.000 gestiegen. Die Möglichkeiten zum Aufladen sind, gerade im ländlichen Raum, jedoch noch immer begrenzt.

Ein wertvoller Schritt in Richtung E-Mobilität wäre es, wenn Eigenheime künftig selbst Strom produzieren. Und zwar so viel, dass sie nicht nur den Wohnraum damit beheizen, sondern auch die Akkus eines Elektrofahrzeugs aufladen können. Und es könnte so zu einer drastischen Reduzierung des CO2-Ausstoßes führen.

Smartes Energiemanagement für maximale Effizienz im Plusenergiehaus

Das Haus mit dem Plus besticht jedoch nicht nur durch effiziente Technik zur Energieerzeugung und -nutzung, sondern auch durch ein smartes Management der Energie. Neben der Wärme- und Stromanlage sind im Plusenergiehaus auch Haushaltsgeräte im Smart Home-System vernetzt und können mobil gesteuert werden. Das ist nicht nur komfortabel, sondern ermöglicht eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

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