Förderung Heizung: Zuschuss für die neue Heizung

Effiziente Heizungen sorgen für niedrigere Kosten und entlasten die Umwelt. Damit möglichst viele Hausbesitzer von diesen Vorteilen profitieren können, halten staatliche Einrichtungen wie KfW oder BAFA zahlreiche Möglichkeiten zur Förderung der Heizung bereit. Welche Heizung dabei gefördert wird, wie hoch die Mittel sind und wie Bauherren und Hausbesitzer die Förderung beantragen müssen, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Die Themen im Überblick:

  1. Förderung für Gas- und Ölheizungen
  2. Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien
  3. Fazit

Förderung für Gas- und Ölheizung bei Sanierungen

Eine Gasheizung oder Ölheizung mit Brennwerttechnik nutzt die im Abgas gespeicherte Wärme und kann die eingesetzten Brennstoffe besonders gut ausnutzen. Während die kompakten Geräte, die sogar in Küchen oder Bädern installiert werden können, im Altbau für bis zu 10 Prozent niedrigere Heizkosten sorgen, eignen sie sich im Neubau zum Beispiel in Kombination mit Solarthermie auch als Hybridheizung. Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es Förderung für die Heizung.

KfW-Förderung der Heizung

Bei der Kreditvariante bekommen Hausbesitzer ein Darlehen mit einem Zinssatz von 0,75 Prozent mit 10 Jahren Zinsbindung. Hinzu kommt ein Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent (maximal 3.750 Euro je Wohneinheit), der den zurückzuzahlenden Betrag reduziert. Die KfW fördert den Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung als Einzelmaßnahme zur energetischen Sanierung mit günstigen Krediten (KfW-Programm 152) oder einmaligen Zuschüssen (KfW-Programm 430). Wünschen Hausbesitzer die Förderung der Heizung über einen Tilgungszuschuss, zahlt die KfW 10 Prozent der Kosten, die durch den Heizungstausch entstehen. Als Obergrenze gilt hier ein Wert von 5.000 Euro je Wohneinheit.

Höhere Zuschüsse sind möglich, wenn neben dem Tausch der Heizung auch die übrige Anlage optimiert wird. Während der Tilgungszuschuss in der Kreditvariante dabei auf 12,5 Prozent steigt, erhöht sich der Zuschuss der Förderung für die neue Heizung auf 15 Prozent.

Voraussetzungen für die KfW-Förderung der Heizung

Damit Sanierer auf die KfW-Förderung der Heizung zurückgreifen können, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. So muss die bestehende Heizungsanlage für den dauerhaften Brennwertbetrieb geeignet sein. Das heißt, auch bei einer Vorlauftemperatur vom maximal 60 Grad Celsius muss es im Haus ausreichend warm werden. Weitere Bedingungen für die Förderung der Heizung sind ein hydraulischer Abgleich und die Prüfung der Maßnahme durch einen Sachverständigen.

Beantragung der KfW-Förderung der Heizung

Anträge für die Förderung der Heizung können seit dem 27. Juli 2016 einfach online auf dem Portal der KfW gestellt werden. Wichtig dabei ist, dass ein Energieberater die geplante Maßnahme bereits geprüft hat und der Antrag vor dem Beginn der Arbeiten ausgestellt wird.

Hände halten ein kleines Haus - Förderung Heizung

Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien

Ökoheizungen, wie eine Wärmepumpe, Holzheizung oder Anlage für Solarthermie, gewinnen die Wärme für Heizung und Warmwasser aus natürlichen Quellen. Sie entlasten fossile Ressourcen und kommen dank effizienter Technik mit geringen Verbräuchen aus. Über eine Förderung der Heizung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle können Hausbesitzer die Investitionskosten senken und von den Vorteilen der nachhaltigen Technik profitieren.

BAFA Förderung – Heizen mit erneuerbaren Energien

Über das Programm Heizen mit erneuerbaren Energien fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Solarthermie-Anlagen, Wärmepumpen und Biomasseheizungen. Bei allen Technologien gibt es dabei eine Basis-Förderung, die die grundsätzlichen Investitionen in die neue Heizung fördert. Unter bestimmten Voraussetzungen kann diese über verschiedene Zusatzförder-Mittel erweitert werden.

BAFA-Förderung für Solarthermie-Anlagen

Für Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung, die auf einem Bestandsgebäude errichtet werden, gibt es eine Förderung von 50 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche, maximal jedoch 2.000 Euro. Noch mehr Geld wird ausgezahlt, wenn die Solarwärme auch die Heizung unterstützt. Denn dann erhöht sich die Basis-Förderung auf 140 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche und maximal 5.600 Euro.

  • auch eine neue Brennwert- oder Ökoheizung installiert wird (Bonus: 500 Euro)
  • die alte Heizungsanlage optimiert wird (Bonus: 10 Prozent der Kosten, maximal 50 Prozent der Basisförderung)
  • die Solaranlage in ein zum KfW-Effizienzhaus 55 saniertes Gebäude eingebaut wird (Bonus: 50 Prozent der Basisförderung)

Voraussetzung für die Förderungen ist, dass die Anlagen bestimmte technische Anforderungen erfüllen. So werden Anlagen mit Röhrenkollektoren bzw. Vakuumkollektoren nur dann gefördert, wenn sie eine Fläche von 7 bis 40 m² haben und mit einem Speicher von mindestens 50 Liter je Quadratmeter verbunden sind. Für herkömmliche Flachkollektoren genügt ein Speicher mit einem Volumen von 40 Liter/ Quadratmeter.

BAFA-Förderungen für Wärmepumpen

Wie bei Solarthermie-Anlagen zahlt das BAFA eine Förderung auch für Wärmepumpen-Heizungen. Die Mittel gibt es dabei aber nicht nur bei einer Sanierung, sondern auch im Neubau – zumindest dann, wenn besonders hohe technische Anforderungen eingehalten werden können.

Eine Zusatzförderung gibt es auch hier. Und zwar immer dann, wenn:

  • die Wärmepumpe mit einem speziellen Lastmanagement ausgestattet ist (Bonus 500 Euro)
  • auch eine neue Solaranlage installiert wird (Bonus: 500 Euro)
  • die alte Heizungsanlage optimiert wird (Bonus: 10 Prozent der Kosten, maximal 50 Prozent der Basisförderung)
  • die Wärmepumpe in ein zum KfW-Effizienzhaus 55 saniertes Gebäude eingebaut wird (Bonus: 50 Prozent der Basisförderung)

Im Neubau ist die Förderung der Heizung höher. Gezahlt werden hier 60 Euro je Kilowatt Nennwärmeleistung bei Luft-Wasser-Wärmepumpen und sogar 150 Euro je Kilowatt bei Sole- oder Wasser-Wasser- sowie gasmotorisch betriebenen Wärmepumpen. Gezahlt wird die Förderung für die Wärmepumpen-Heizung allerdings nur dann, wenn die Anlagen die technischen Anforderungen des BAFA einhalten. Eine Liste der förderfähigen Geräte finden Bauherren und Hausbesitzer dazu hier: bafa.de

BAFA-Förderung für Holzheizungen

Holzheizung und Holzstapel in Technikraum – Förderung der Heizung über das BAFA

Da auch Holzheizungen regenerative Energien zum Heizen nutzen, bekommen Hausbesitzer Unterstützung für den Einbau in bestehende Gebäude:

Pelletöfen und Pelletkessel mit einer Leistung von 5 bis 100 Kilowatt Wärmeleistung werden dabei mit 80 Euro je Kilowatt gefördert. Für Hackschnitzelanlagen gibt es dagegen pauschal 3.500 Euro. Eine neue Scheitholz-Heizung wird mit 2.000 Euro bezuschusst.

Auch bei Holzheizungen können zusätzliche Fördermittel genutzt werden, wenn:

  • auch eine neue Solaranlage installiert wird oder die Holzheizung in ein Nahwärmenetz eingebunden wird (Bonus: 500 Euro)
  • die alte Heizungsanlage optimiert wird (Bonus: 10 Prozent der Kosten, maximal 50 Prozent der Basisförderung
  • die Wärmepumpe in ein zum KfW-Effizienzhaus 55 saniertes Gebäude eingebaut wird (Bonus: 50 Prozent der Basisförderung)

Auch bei Biomasseanlagen wird die Förderung für die neue Heizung nur dann gezahlt, wenn die Geräte die technischen Anforderungen des BAFA einhalten. Einen Überblick über geförderte Anlagen finden Hausbesitzer dazu hier: bafa.de

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Eine effiziente Heizung kann die monatlichen Kosten senken und gleichzeitig auch die Umwelt schützen. Mit einer Förderung der Heizung werden die Anlagen für viele Hausbesitzer erschwinglicher und wirtschaftlich. Über die KfW und das BAFA gibt es heute eine große Auswahl, die für nahezu jede Heizung die passende Förderung bietet.

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