Pufferspeicher für die Gasheizung

Mit einem Pufferspeicher lassen sich die Wärmebereitstellung und der Wärmebedarf entkoppeln. Die Gasheizung wiederum lädt den Pufferspeicher mit Energie auf. Sobald Bedarf vorliegt, wird diese Energie an Heizkörper oder Heizflächen weitergeleitet. Der Pufferspeicher einer Gasheizung sorgt also dafür, dass die Gasheizung auf eine längere Laufzeit kommt und seltener anspringen muss.

Wann ist ein Pufferspeicher für Gasheizung sinnvoll?

Ein Pufferspeicher bei einer Gasheizung ist insbesondere dann erforderlich, wenn man eine hybride Heizanlage nutzt. Die besteht folglich aus mehreren Wärmeerzeugern. Alle Wärmequellen geben dann ihre Energie gemeinsam an den Pufferspeicher weiter. Dieser versorgt dann über die Heizflächen oder Heizkörper das Haus mit Wärme. Welcher Wärmeerzeuger wann tätig ist oder ob alle Erzeuger gleichzeitig in den Pufferspeicher der Gasheizung einspeisen, lässt sich mittels einer entsprechenden Regelung festlegen.

Abbildung des Aufbaus eines Pufferspeicher Gasheizung
Aufbau eines Pufferspeichers in der Gasheizung

Häufig werden bestimmte Erzeuger wie ein Kaminofen oder eine Solarthermieanlage allein betrieben. Zumindest solange diese den vorhandenen Bedarf decken können. Ist dies nicht mehr der Fall, springt die Gasheizung ein und ist solange in Betrieb, bis der Pufferspeicher wieder voll ist, beziehungsweise der Bedarf gedeckt ist. Ob ein Pufferspeicher für eine Gasheizung sinnvoll ist, wenn man ausschließlich mit einer solchen Anlage heizt, lässt sich nicht ganz so leicht beantworten.

Die Gasheizung als alleiniger Wärmeerzeuger

Wer ausschließlich eine Gasheizung nutzt, benötigt den Pufferspeicher für die Gasheizung nicht unbedingt. Sinnvoll kann der Speicher allerdings dann sein, wenn man die Taktung des Kessels reduzieren möchte. Auf diese Weise erreicht die Heizung bessere Laufzeiten und springt nicht mehr so häufig an. Auch für ein Mehrfamilienhaus kommt die Nutzung eines Pufferspeichers für Gasheizung insbesondere in Betracht. Da in einem Mehrfamilienhaus mehrere Heizkreise versorgt werden müssen, fungiert der Pufferspeicher quasi als hydraulische Weiche. Die Pumpen und auch die verschiedenen Heizkreise können dann optimal und besonders effizient arbeiten.

Pufferspeicher für Gasheizung: folgende Varianten gibt es

Der Heizwasserpufferspeicher ist der bekannteste Form des Pufferspeichers. Dieser Speicher lässt sich direkt oder indirekt erhitzen. Direkt erhitzt werden kann er über Heizschlangen, die durch den Speicher laufen. Indirekt erhitzen lässt er sich über einen Wärmetauscher. Als Speichermedium verwendet man stets normales Heizwasser. Zu den neueren Pufferspeicher-Arten zählen der Schichtenladespeicher und der Schichtenspeicher. Beim Schichtenspeicher bilden sich innerhalb des Speichers mehrere Schichten, welche jeweils unterschiedlich temperiert sind. Der Speicher besitzt verschiedene Einspeise- und Entnahmepunkte, an denen Wärme so entnommen und zugeführt werden kann, dass die unterschiedlichen Wärmeniveaus bestehen bleiben. Dies führt dazu, dass Wasser mit der gewünschten Temperatur besonders lange am Entnahmepunkt verfügbar ist. Das wiederum bedeutet, dass die Nachheizung effizienter funktioniert und Temperaturverluste gering gehalten werden können.

Gasheizung mit Pufferspeicher und die Warmwasserbereitung

Mit einem Heizwasserpufferspeicher, einem Schichtenspeicher oder einem Schichtenladespeicher lässt sich die Warmwasserbereitung allerdings nicht abdecken. Hierzu gibt es allerdings mehrere andere Möglichkeiten. So kann man das Warmwasser dezentral durch einen elektrischen oder gasbetriebenen Durchlauferhitzer bereitstellen. Auch zentral vom Heizkessel aus kann das Warmwasser mit erwärmt werden. Wer an die Gasheizung einen zusätzlichen Warmwasserspeicher anbindet, ist in der Lage, Raumwärme und Warmwasser getrennt voneinander zu speichern und bereitzustellen. Außerdem gibt es mit den sogenannten "Tank im Tank"-Systemen Pufferspeicher, die beide Funktionen miteinander vereinen.

Eine Vermischung der Flüssigkeiten findet nicht statt

Bei diesen Systemen befindet sich innerhalb des Pufferspeichers ein kleiner Tank mit Frischwasser. Dieser Tank wird über den Pufferspeicher der Gasheizung beheizt. Die beiden Wasserarten - Trinkwasser und Heizwasser - bleiben dabei getrennt. Und noch eine weitere Variante ist möglich. Man führt die Frischwasserleitung als eine Art Heizspirale durch Speicher, so dass das Frischwasser im Durchfluss erwärmt wird. Beide eben beschriebenen Varianten werden als Kombispeicher bezeichnet. Außerdem gibt es die sogenannte Frischwasserstation. Hierbei wird ein Wärmetauscher an den Pufferspeicher der Gasheizung montiert. Über diesen Wärmetauscher wird das Frischwasser dann erwärmt. Vermischt werden die Flüssigkeiten auch bei dieser Variante nicht. Da das Frischwasser bei dieser Variante nicht gespeichert wird, wird zudem die Wahrscheinlichkeit der Legionellenbildung reduziert.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Wie groß sollte der Pufferspeicher für die Gasheizung sein? Je nach den gegebenen Anforderungen können Pufferspeicher für die Gasheizung verschieden groß sein. Während die kleineren Varianten ein Fassungsvermögen von ca. 120 Litern besitzen, ist nach oben hin die Grenze praktisch offen. Bei Pufferspeichern ist ein größerer Speicher jedoch nicht unbedingt besser. Zwar lässt sich mit einem größeren Volumen mehr Wärme speichern, jedoch steigt gleichzeitig auch der Wärmeverlust. Deshalb gilt auch bei Pufferspeichern: Wer den gesunden Mittelwert wählt, liegt immer richtig.

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