Mit dem Heizkessel für Gas Wärme erzeugen

Ein Heizkessel für Gas erzeugt Wärme für die Heizung und für die Bereitstellung von Warmwasser. Dies passiert auf Grundlage der Umsetzung von chemisch gebundener Energie in thermische. Zu diesem Zweck wird ein fester, flüssiger oder gasförmiger Stoff verbrannt.

Wie funktioniert ein Heizkessel mit Gas?

Ein Heizkessel für Gas besteht grundsätzlich aus einem Brennraum, einem Brenner sowie einem Wärmeübertrager und einem Abgasrohr. Wichtig bei einem Verbrennungsprozess ist die optimale Luftzufuhr. Denn eine Flamme benötigt Sauerstoff. Mithilfe von Regeleinrichtungen lässt sich die Leistung des Heizkessels entsprechend des Bedarfs anpassen. Der Brenner kann zudem ein- oder ausgeschaltet werden. Einige Modelle besitzen zusätzlich eine Lambdasonde. Diese misst den restlichen Sauerstoffgehalt in den Abgasen. So erfolgt die Einstellung des Verbrennungsluftverhältnisses aufgrund der Messwerte automatisiert. Die Verbrennungswärme des Brenners transportiert der Wärmeübertrager an das Heizwasser. Über ein Rohrsystem und eine Umwälzpumpe gelangt dieses in die Heizkörper. Dort wird die Wärme des Wassers an die Umgebungsluft der jeweiligen Räume abgegeben.

Heizkessel: Die Grundlage Gas

Erdgas und Flüssiggas sind fossile Energieträger, die aufgrund ihres Aggregatzustands leicht zu transportieren sind. Jedoch sind ihre Lagerstätten endlich und begrenzt auf der Erde. Alternativen bieten mittlerweile Biogas und synthetisches Gas, welches aus überschüssigem Solar- sowie Windstrom gewonnen werden kann. Durch eine Elektrolyse zerfällt Wasser in seine Bestandteile. Wasserstoff wird dann wiederum methanisiert und ein erneuerbarer gasförmiger Energieträger entsteht.

Auf dem Bild ist eine Gasanlage mit Leitungen zu sehen, welche den Brennstoff zum Heizkessel für Gas transportieren.
© kaiskynet | Fotolia

Arten von Gasheizhesseln

Es gibt drei Kategorien von Heizkesseln für Gas. Standard- oder Konstanttemperaturkessel laufen bei konstant hoher Temperatur. Der Brenner wird aktiviert, unterschreitet die Kesseltemperatur die Marke von 60°C. Das verhindert die Kondensation von Wasser und letztlich die Korrosion der Gerätebestandteile. Diese Art von Heizkessel ist in seiner Energieeffizienz sehr niedrig einzustufen. Sie weist eine hohe Abgastemperatur auf. Die Heizkessel, welche mit Gas betrieben werden, entsprechen heutzutage sowohl ökologisch als auch ökonomisch gesehen nicht mehr den technischen Standards. In vielen Fällen ist auch nach gesetzlichen Maßgaben ein Austausch erforderlich. Gemäß §10 der Energieeinsparverordnung (EnEV) dürfen Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, nicht mehr betrieben werden.

Niedertemperaturkessel

Die zweite Variante ist der Niedertemperaturkessel, der sich dadurch auszeichnet, dass er auch für den Betrieb mit niedrigeren Vorlauftemperaturen geeignet ist. Das reduziert zwar im Vergleich zum Standardkessel die Komplexität der Anlage sowie den Brennstoffverbrauch, aber auch dieser Heizkessel für Gas ist technisch gesehen nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Moderner Brennwertkessel

Brennwertkessel sind Heizkessel für Gas mit einem sehr hohen Wirkungsgrad. Das heißt, das Verhältnis von abgegebener Heizleistung gegenüber der zugeführten Brennstoffenergie ist nahezu gleich. Unter besonders günstigen Umständen kann dieser bei einem Gasbrennwertkessel über 95 Prozent liegen. Um derartige Wirkungsgrade zu erreichen, machen sich die Geräte die latente Wärme zu Nutze, die in Form des Wasserdampfs in den Abgasen vorliegt. Das sieht wie folgt aus: die Abgastemperatur wird so stark reduziert, dass der größte Teil des Wasserdampfs kondensiert. Dieses Wasser wird als Abwasser abgeführt und die Wärme eingespeist in die Anlage. Damit es jedoch nicht zur Korrosion kommt, sind Brennwertkessel mit entsprechendem Material ausgestattet wie Edelstahl oder Keramik. Dabei muss gesamte Abgassystem ebenso feuchteunempfindlich sein. Diese Art des Kessels eignet sich vor allem für Mehrfamilienhäuser, aber auch für kommunale wie gewerblich genutzte Gebäude.

Ist eine Förderung möglich?

Heizkessel, die mit Gas betrieben werden, gehören in Deutschland zu den häufigsten Varianten zur Wärmeerzeugung. Seit Jahrzehnten heizen viele Haushalte mit Gas. Dadurch sind die Anlagen zuverlässig. Doch vor allem mit dem Einsatz moderner Technik lassen sich sowohl Energie als auch Kosten sparen. Nicht nur der technische Aspekt ist bei einer möglichen Modernisierung zu betrachten, auch andere Faktoren wie der eigentliche Wärmebedarf eines Haushalts spielen eine zentrale Rolle. Bei dessen Berechnung ist die Unterstützung durch einen Fachmann sinnvoll.

Die Programme der KfW

Ist die Entscheidung für eine Modernisierung oder Sanierung gefallen, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erfolgen. Dabei bietet unter anderem die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite (Programm 152) sowie einmalige Zuschüsse (Programm 430) an. Der Antrag zum energieeffizienten Sanieren ist unbedingt zusammen mit einem Energieberater zu stellen. Voraussetzungen für diese Förderprogramme ist der Einbau eines Brennwertkessels sowie ein hydraulischer Abgleich durch einen Fachmann. Letzterer stellt sicher, dass die Heizkörper jederzeit eine ausreichend hohe sowie angemessene Leistung erbringen. Die Wärme also dementsprechend gleichmäßig und energiesparend im Haus verteilt wird. Im Programm 152 vergibt die KfW Kredite in Höhe von 50.000 Euro. Dabei liegt der Zinssatz bei 0,75 Prozent. Die Laufzeit kann bis zu 30 Jahre betragen. Zudem sind tilgungsfreie Anlaufjahre möglich. Nach Programm 430 erhalten Antragsteller 10 Prozent der förderfähigen Kosten. Beträge unter 300 Euro zahlt die KfW nicht aus. Die Obergrenze liegt pro Wohneinheit bei 7.500 Euro.

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Wird ein Heizkessel mit Gas betrieben, entsteht Wärme sowohl für die Raumheizung als auch für die Warmwasserbereitung. Mithilfe von moderner Brennwerttechnik kann sogar die Wärme aus den Abgasen optimal genutzt werden. Bei den Kosten für den Umstieg auf energieeffiziente Lösungen kann unter anderem ein Kredit weiterhelfen. Die Ausgaben hierfür rechnen sich in der Regel innerhalb nur weniger Jahre.

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