Gasanschluss: Kosten, Zuständigkeit, Förderung 

Ein Gas-Hausanschluss ist immer dann erforderlich, wenn Verbraucher die Heizung mit Erdgas betreiben möchten. Die Kosten für einen Gasanschluss sollten sie dabei von Beginn an in ihrer Planung berücksichtigen, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Wir erklären, wie hoch die Ausgaben sind und welche Alternativen bestehen, wenn die Kosten für einen Gasanschluss zu hoch sein sollten. Erfahren Sie außerdem, wer in der Regel Ihr Ansprechpartner ist.

Zuständigkeit für den Gasanschluss

In Städten befindet sich die Gasleitung im Regelfall nicht weit von der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus entfernt. Automatisch vorhanden ist der Anschluss für die Gasversorgung deshalb aber nicht. Denn dieser muss erst individuell beim zuständigen regionalen Versorger beantragt werden. Im Zuge dessen gilt es deshalb sicherzustellen, dass eine Gasversorgung im jeweiligen Einzugsgebiet überhaupt möglich ist. Informationsstellen hierfür sind neben dem lokalen Versorger auch das örtliche Bauamt. Mieter könnten zudem ihren Vermieter kontaktieren. In der Regel gibt dieser bereits bei einer Mietwohnung vor, auf welche Art und Weise geheizt wird, da diese Entscheidung für das gesamte Objekt getroffen wird.

Manchmal existieren keine Gasleitungen in der Nähe des eigenen Hauses

Nun könnte es nach der Anfrage nach dem Gasanschluss zu drei möglichen Ergebnissen kommen. Entweder ist die Gasleitung noch auf derselben Straße oder nur eine kurze Distanz entfernt, dann müsste eine Leitung samt Anschluss zum Haus gelegt werden. In Großstädten beziehungsweise Neubaugebieten ist es auch möglich, dass die Gasleitungen bereits den jeweiligen Grundstücken zugeteilt sind. Dann müsste für die jeweilige Wohneinheit oder das Objekt nur noch der Anschluss selbst verlegt und freigeschaltet werden. Im schlechtesten Fall existieren gar keine Gasleitungen in der Nähe des eigenen Hauses. Diese müssten dann erst speziell verlegt werden.  

Kosten für einen Gasanschluss: Richtwerte für die Planung

Ob bei einem Neubau oder einer Sanierung: Wer sein Haus zum ersten Mal mit Gas beheizten möchte, muss auch einen Gas-Hausanschluss legen lassen. Die Kosten dafür können ganz unterschiedlich ausfallen. Denn sie hängen von den örtlichen Gegebenheiten und dem regionalen Preisgefüge ab. Generell lassen sich bei den Kosten für einen Gasanschluss zwei Positionen unterscheiden:

  • die Gas-Hausanschluss-Kosten zum Gebäude
  • die Ausgaben für die Gas-Verteilung im Haus
Kosten für einen Gasanschluss von der Hauptversorgungsleitung bis zur Heizung
© fefufoto / Fotolia

Gasanschluss im Haus: Kosten für die Anbindung ans Netz  

Der Hausanschluss bezeichnet den Teil der Gasleitung, der vom öffentlichen Netz in der Straße zur Hauptabsperreinrichtung im Gebäude führt. Vom Energieversorger zugelassene Monteure legen die Leitung dabei in einen 0,6 bis 2,0 Meter tiefen Schacht. Sie führen die Rohre durch eine dichte Hauseinführung und installieren die Hauptabsperreinrichtung. Was kostet ein Gasanschluss in dieser Art und Weise? Richtwerte liegen hier zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Die Preise hängen dabei vor allem von der Entfernung zwischen der öffentlichen Versorgungsleitung und dem Gebäude ab.

  • Für einen Erdgas-Hausanschluss liegen die Kosten bei 1.000 bis 2.500 Euro.

Eine individuelle Auskunft über die Kosten für einen Gasanschluss bekommen Verbraucher beim örtlichen Energieversorger. Dieser benötigt für das Angebot Angaben über die Adresse, die Leistung der Gasheizung und die Lage des Hausanschlusses im Raum.

Übrigens: Wer die Kosten für einen Gasanschluss senken möchte, kann zumindest die Erdarbeiten auf dem Grundstück selbst übernehmen. Denn diese lassen sich auch ohne Fachfirma ausführen.

Erdgasanschluss der Heizung: Kosten für Leitungen im Haus

Geht es um die Kosten für einen Gasanschluss, dürfen Verbraucher auch die Leitungen und Armaturen im Haus nicht vergessen. Diese führen von der Hauptabsperreinrichtung zu den Gasverbrauchern im Gebäude. Neben der Heizung können das übrigens auch Öfen, Terrassenstrahler oder Gassteckdosen sein. Die Verteilung enthält wichtige Armaturen wie den Gasströmungswächter und den Gaszähler. Neben dem Hausanschluss für Gas entstehen dafür Kosten von 500 bis 2.000 Euro. Entscheidend ist hier die Anzahl der Verbraucher, deren Lage im Gebäude und der Umfang des Hausnetzes.

  • Kosten für Gasleitungen und notwendige Armaturen: 500 bis 2.000 Euro

Wie hoch die Ausgaben im Detail ausfallen, erfahren Hausbesitzer von einem Heizungsfachmann. Dieser nimmt das Haus genau unter die Lupe und erstellt ein individuelles Heizungs-Angebot.

Was, wenn die Kosten für einen Gasanschluss zu hoch sind?

Sind die Kosten für den Hausanschluss an das Gasnetz der Versorger zu hoch, kann das an einer zu großen Entfernung zur öffentlichen Versorgungsleitung liegen. Ist das der Fall oder ein Gasanschluss überhaupt nicht möglich, bleibt Hausbesitzern nur eine Alternative: Sie müssen einen Flüssiggastank installieren. Zumindest dann, wenn sie mit Gas heizen möchten. Denn andernfalls kommen auch andere Lösungen infrage. Beispiele sind Wärmepumpen, Holzheizungen oder Öl-Heizungen. Im Heizungsüberblick zeigen wir, was die verschiedenen Technologien voneinander unterscheidet. 

Teilweise bieten die regionalen Grundversorger auf ihren Websites auch Rechner an. Mit denen können Sie individuell für Ihre Adresse überprüfen, in welcher Höhe sich die Kosten für den Gasanschluss in etwa belaufen werden.

Fördermittel senken die Kosten für einen Gasanschluss

Wer sich bei der Sanierung für eine neue Gasbrennwertheizung als Hybridvariante entscheidet, bekommt eine Förderung für den Gasanschluss. Der Zuschuss erfolgt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Der Hausanschluss und die Gasleitung werden unter den förderfähigen Anschaffungskosten mit aufgeführt. Generell umfasst die Förderung für eine neue Gas-Hybridheizung bis zu 30 Prozent.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Die Kosten für einen Gasanschluss hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind dabei vor allem örtliche Gegebenheiten, wie die Entfernung zwischen öffentlicher Versorgungsleitung und Hauseinführung. Hausbesitzer müssen mit 1.000 bis 2.500 für den Hausanschluss und mit 500 bis 2.000 Euro für die Verteilung im Gebäude rechnen. 
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