Heizöllieferanten: Verbraucher genießen die Qual der Wahl

Wer ein Heizsystem nutzt, welches mit Heizöl betrieben wird, muss seinen Tank selber auffüllen. Glücklicherweise existieren in den meisten Regionen mehrere Heizöllieferanten. Dadurch kommt es zugleich zu einem für Verbraucher vorteilhaften Wettkampf um die guten Preise. Auch der Bestellzeitpunkt spielt bei den späteren Kosten eine erhebliche Rolle. jwdhoqwD

Die Themen im Überblick:

Wie macht man Heizöllieferanten ausfindig?

Jeder Lieferant kann seine Preise weitestgehend so gestalten, wie ihm das beliebt. Aus diesem Umstand heraus ergeben sich automatisch preisliche Differenzen. Nicht jeder Lieferant bietet also zwingend wirklich gute Preise. Abhilfe schafft ein unverbindlicher Vergleich. Bei diesem werden lediglich einige wenige Angaben vom Verbraucher benötigt. Den Rest erledigt der programmierte Algorithmus mitsamt der angeschlossenen Datenbank. Zwingend notwendig ist, dass die benötigte Menge hinterlegt wird. Weiterhin müssen natürlich die Postleitzahl für das Liefergebiet und gegebenenfalls noch eine Sorte ausgewählt werden. Anhand dieser Variablen ermittelt solch ein Vergleich, welche Heizöllieferanten einen besonders guten Preis anbieten.

Der grüne Tankwagen eines der zahlreichen Heizöllieferanten

Sammelbestellungen senken den Preis

Verbraucher haben noch die Gelegenheit, diese Preise weiter zu reduzieren. Beliebt sind vor allem Sammelbestellungen unter Nachbarn. Denn dann ist es möglich, die reine An- und Abfahrtsgebühr untereinander zu teilen – je nach Art der Sammelbestellung vielleicht sogar durch mehrere Haushalte. In diesem Fall finden sich in jedem Rechner Felder zu den „Abnahmestellen“. Wird in zwei Tanks gefüllt, einmal Ihren und einmal den der Nachbarn, können Sie folglich zwei Abnahmestellen auswählen. Wer clever Sammelbestellungen ausführt, reduziert so nachhaltig seine Heizkosten. Idealerweise bestellt er kurz bevor der Öltank leer ist, damit möglichst viel Heizöl mit einem Schlag geliefert werden kann.

Preise der Heizöllieferanten unterliegen immer Schwankungen

Wer an fossile Rohstoffe gebunden ist, muss mitunter mit stark schwankenden Preisen rechnen. Die meisten dieser fossilen Brennstoffe werden aus fremden Ländern bezogen. Witterung, politische Ereignisse und generell der Ablauf vom Export aus dem Herkunftsland spielt daher bei der Preisbildung eine Rolle. Speziell bei Brennstoffen für ein Heizsystem ist zudem nie die Nachfrage selber zu vernachlässigen. Es liegt auf der Hand, warum viele Haushalte im Herbst oder im frühen Winter Bestellungen auslösen. Es muss täglich geheizt werden und mitunter reicht der Inhalt des Tanks einfach nicht mehr aus. Clever ist jeder, der seine eigene Bestellung entgegen dem typischen Nachfrageverlauf auslöst.

Antizyklisch bestellen lohnt sich

Speziell im Frühjahr und Sommer, da die Ölheizungen nicht in Betrieb sind, bieten Heizöllieferanten merklich bessere Preise an. Das begründet sich schlicht in der reduzierten Nachfrage. Deshalb ist eine Bestellung in der kalten Jahreszeit immer teurer als in den warmen Monaten. Wer entsprechend vorausplant, kann seine eigenen Kosten senken. Die Preise der Heizöllieferanten werden zudem nach der Abnahmemenge gebildet. Teuer ist nicht nur der Rohstoff selber, sondern auch dessen Handling, der LKW der dafür vorfahren muss und der Mitarbeiter, der ihn lenkt. Diese Variablen können Heizöllieferanten eigenständig bilden, wodurch weitere preisliche Unterschiede zustande kommen.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Eine entsprechende Planung kann eine erhebliche Ersparnis ausmachen. Wenn keine oder nur wenige Erfahrungen im Umgang mit Heizöllieferanten und deren Preisbildung vorliegen, empfiehlt es sich, die Preise mehrmals zu vergleichen - beispielsweise alle zwei Wochen. Der Vergleich kostet kaum eine Minute Zeit und zeigt effizient auf, in welche Richtung sich der Trend der Heizölpreise gerade bewegt. Sammelbestellungen mit Nachbarn lohnen sich indes quasi immer.

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