Gasthermen Test – das sind die Ergebnisse

In einem Gasthermen Test werden mehrere Geräte miteinander verglichen. Neben der Energieeffizienz gibt es noch vier weitere Kriterien, wonach die Geräte bewertet werden. Lesen Sie im Folgenden, was bei dem Gasthermen Test rausgekommen ist.

Was ist ein Gasthermen Test – eine kurze Erklärung

Wenn es um Produkttests geht, dann darf eine Verbraucherorganisation nicht fehlen: die Stiftung Warentest. Seit ihrer Gründung im Jahre 1964 nehmen Experten der Stiftung regelmäßig Produkte aus unterschiedlichen Bereichen unter die Lupe. Anschließend bewerten sie sie anhand der vorgegebenen Kriterien. Alle Zahlen und Fakten in diesem Artikel beziehen sich daher auf den Gasthermen Test von der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2010. Eine weitere Ausgabe zu diesem Thema ist seitdem nicht erschienen.

Was ist eine Gastherme?

Als Gastherme bezeichnet man ein Gerät, das entweder das Warmwasser aufbereitet oder als Kombitherme für Warmwasser und Heizung funktioniert. Häufig wird sie an die Wand angebracht. Zu ihrer Besonderheit gehören die sehr kompakte Bauweise und die verhältnismäßig niedrigen Investitionskosten. Des Weiteren arbeitet sie nach dem Durchlaufprinzip und ist daher wenig störungsanfällig.

Eine Fachfrau prüft während eines Gasthermen Tests ein Gerät.

Kriterien beim Gasthermen Test

Wie eingangs erwähnt, spielt die Energieeffizienz in einem Gasthermen Test eine entscheidende Rolle. In Zahlen ausgedrückt macht sie mit 55 Prozent den größten Anteil der Gesamtwertung aus. Deutlich geringer fällt hingegen der Prozentsatz für das zweite Bewertungskriterium im Gasthermen Test, die Handhabung. Sie bekommt 25 Prozent von der Gesamtwertung. Es folgen die Umwelteigenschaften mit zehn Prozent und die Verarbeitung sowie die elektrische Sicherheit mit jeweils fünf Prozent.

Ausgangslage für den Gasthermen Test

Als Ausgangspunkt hat sich die Stiftung Warentest für neun Gasbrennwertkessel mit Regelung und Warmwasserspeicher entschieden. Diese sind auch um eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung erweiterbar. Des Weiteren sollen die Thermen so ausgelegt sein, dass sie ein typisches Einfamilienhaus bzw. eine entsprechend große Wohnung mit ausreichend Wärme versorgen können. Die Listenpreise lagen zum damaligen Zeitpunkt zwischen 4.500 und 5.800 Euro.

Dieselben Kessel kosten heute dank Förderung für eine Gasheizung mitunter deutlich weniger. Neben Geräten von bekannten Marken nehmen die Tester auch solche von weniger bekannten Firmen unter die Augen. Einer dieser günstigeren Kessel belegt am Ende sogar den zweiten Platz. Im Gasthermen Test schneidet das teuerste Modell am besten ab.

Die Ergebnisse des Gasthermen Tests zusammengefasst

Insgesamt bekommen alle neun getesteten Gasthermen die Note „gut“. Der Unterschied zwischen dem Testsieger (1,7) und dem Letztplatzierten (2,2) beträgt lediglich 0,5 Punkte. Vor allem in den Kategorien Energieeffizienz, Umwelteigenschaften und Handhabung haben die Testgeräte durchweg überzeugt. Mit der Verarbeitung und der elektrischen Sicherheit mancher Geräte sind die Tester nicht ganz zufrieden. Denn hier gibt es die meisten Punktabzüge.

Unterm Strich sehen die Tester in den Gasbrennwertkesseln großes Potenzial. Denn dank Brennwert sind sie in der Lage, das während der Verbrennung entstehende Abgas allmählich abzukühlen, sodass es kondensiert. Bei der Kondensation wird Energie freigesetzt, die wiederum verwendet wird.

Vor- und Nachteile einer Gastherme

Auch wenn die Geräte in diesem Gasthermen Test sehr gut abgeschnitten haben, sind sie nicht frei von Nachteilen. Die Stärken und Schwächen einer Gastherme lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Vorteile einer Gastherme

  • Wenig Platzbedarf durch kompakte Bauweise
  • Niedrige Wartungskosten
  • Vielseitig durch die Verwendung von Erdgas und Flüssiggas
  • Günstig im Verbrauch
  • Emissionsarm

Nachteile einer Gastherme

  • Gaszuleitung ist unabdingbar
  • Gas ist ein fossiler Brennstoff und somit endlich
Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Ein Gasthermen Test wie der von der Stiftung Warentest liefert Verbrauchern einen guten Überblick über die große Auswahl an erhältlichen Geräten. Mit überschaubaren Schwächen haben alle neun getesteten Geräte überzeugt. Die Tester empfehlen ferner, bei der Heizungsmodernisierung auf eine Komplettlösung zu setzen. Das bedeutet, dass die Gasthermen auch um eine Solarthermie erweiterbar sind. Das hilft nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt.

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