Gastherme Wasser nachfüllen: So funktioniert es

Hin und wieder müssen Hausbesitzer an der Gastherme Wasser nachfüllen. Das ist in regelmäßigen Zeitabständen völlig normal und deutet auch nicht auf einen Defekt hin. Die Arbeit lässt sich meist auch selbst erledigen. Es empfiehlt sich lediglich, sich beim erstmaligen Nachfüllen die nötigen Handgriffe von einem Installateur zeigen zu lassen. Worauf Sie achten sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Wann sollte man bei einer Gastherme Wasser nachfüllen?

Bei einer Gastherme Wasser nachzufüllen, ist immer dann nötig, wenn der Druck des Heizwassers in einen kritischen Bereich kommt. Üblicherweise liegt dieser in Einfamilienhäusern zwischen 1 und 2 bar. Ein Absinken des Drucks unter 1 bar sollte dabei stets vermieden werden. Welcher Wasserdruck optimal für Ihre Anlage entnehmen Sie entweder der Bedienungsanleitung oder dem sogenannten Manometer an der Heizungsanlage selbst. Dort ist Normalbereich meist markiert. 

Das Optimum richtet sich dabei nach den Höhenmetern zwischen Heizung im Keller und dem höchstgelegenen Heizkörper im Haus. Pro Meter können Sie mit 0,1 bar rechnen. Ein Grunddruck im System sollte zusätzlich bedacht werden. Der liegt etwa bei 0,5 bar.

Ein Handwerker ist dabei, bei einer Gastherme Wasser nachzufüllen
© Hotographee.eu / fotolia

Bei der Gastherme Wasser nachfüllen – Anleitung

Bevor Sie das erste Mal selbst bei einer Gastherme Wasser nachfüllen, lassenSie sich das richtige Vorgehen von einem Experten (z. B. Heizungsbauer) zeigen. Dieser kann Sie auch gleich mit etwaigen Besonderheiten der Heizung vertraut machen. 

Zur Vorbereitung: Schalten Sie die Umwälzpumpe ab und drehen sämtliche Heizkörperthermostate auf die höchste Stufe. Erst im Anschluss daran können Sie bei der Gastherme Wasser nachfüllen.

Erst Frischwasserhahn und dann Ventil der Gastherme öffnen

Unter der Heiztherme befindet sich meist der zugehörige Wasserzulauf, der sich mithilfe eines Schlauchs mit dem nächsten Wasserhahn, der sich ebenfalls in der Nähe befinden sollte, verbinden lässt. Dessen Verbindungselemente verhindern einen Rücklauf des Wassers in das Frischwassernetz. Achten Sie dabei zunächst auf einen losen Sitz, damit zuerst die Luft aus dem Heizungsschlauch entweichen kann. Öffnen Sie dann den Frischwasserhahn und anschließend das Ventil der Gastherme.

Wichtig: In vielen Fällen ist das Trinkwasser nicht zum Nachfüllen der Heizung geeignet. Ist das Wasser zum Beispiel zu hart, könnte es bei kompakten Thermen erhebliche Schäden verursachen. Aus diesem Grund empfehlen viele Experten, die Heizung nur mit aufbereitetem Wasser nachzufüllen – nach der VDI-Richtlinie 2035. Konkrete Anforderungen an das Nachfüllwasser nennen Hersteller in aller Regel in den Produktunterlagen. Wer sich unsicher ist, sollte diesbezüglich mit einem Fachmann Rücksprache halten.

Verbindung zur Gastherme – auf Trennung der Netze achten

An dieser Stelle ist zu beachten, dass zwischen Frischwassernetz und Heizwassernetz keine dauerhafte Verbindung bestehen darf. Deswegen bedarf es baulicher Sicherheitsmaßnahmen, um genau das zu verhindern. Der Nachfüllschlauch wird nur dann angeschlossen, wenn Sie in der Gastherme Wasser nachfüllen möchten und anschließend direkt wieder abmontiert. Es gibt aber auch Verbindungselemente, mit denen der Schlauch dauerhaft angeschlossen bleiben darf. Das vereinfacht natürlich den Vorgang, wenn Sie das nächste Mal Heizungswasser nachfüllen möchten, ganz erheblich.

Ein Blick in die Unterlagen schafft Klarheit

Diese angesprochenen dauerhaften Verbindungselemente, Ventile, lassen sich durch Drehen einfach öffnen und das Wasser läuft somit automatisch ins Heizsystem. Dabei sollte natürlich darauf geachtet werden, dass das Ventil rechtzeitig wieder geschlossen wird. Erkundigen Sie sich vorher in den zugehörigen Unterlagen, ob die Gastherme bei diesem Vorgang ein- oder ausgeschaltet sein muss. Halten Sie auch bei einer solchen Installation bestenfalls Rücksprache mit Ihrem Installateur. 

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Was Sie beim Nachfüllen unbedingt beachten sollten

Während Sie bei der Gastherme Wasser nachfüllen, sollten Sie unbedingt das Manometer im Auge behalten. Es ist nämlich wichtig, nicht zu viel Frischwasser in das System laufen zu lassen. Müssen Sie im Nachhinein wieder Wasser ablassen, kann dies, je nach Konstruktion, mit erheblichem Aufwand verbunden sein. 

Wichtig: Der Optimalbereicht ist am Manometer meist markiert. Als Richtwert sollten Sie sich merken, dass der Druck am besten nicht unter 1 oder 1,2 bar fällt.

Ist der Einfüllvorgang abgeschlossen und der Schlauch abmontiert, sollten Sie sich zunächst die Zeit dafür nehmen, sämtliche Heizkörper zu entlüften. Damit lässt sich einiges an Energie einsparen, da sich die Effizienz der Heizung verbessert. Denn beim Nachfüllen ist es möglich, dass ein bisschen Luft in das System gelangt, um die wieder zu entfernen, ist das Entlüften notwendig. Dieser Vorgang gewährleistet zudem eine gleichmäßige Wärmeverteilung in allen Heizkörpern im Haus. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Werfen Sie hin und wieder einen Blick auf den Wasserdruck in Ihrem Heizsystem, um rechtzeitig bei der Gastherme Wasser nachfüllen zu können. Der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen und die Heizung arbeitet zuverlässig, ohne zu viel Energie zu verbrauchen.
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