Erdgasvergleich verspricht hohes Einsparpotential

Privaten Gaskunden ist es hierzulande seit Oktober 2006 möglich, einen Erdgasvergleich vorzunehmen und den Gasanbieter selbst auszuwählen. Die Liberalisierung auf dem Gasmarkt hat in den Folgejahren zu einer schlagartigen Erhöhung der Anbieterzahl geführt. So sind inzwischen bundesweit mehr als 800 Anbieter verfügbar, mit durchschnittlich 80 bis 90 Gasversorgern je Postleitzahlgebiet. Angesichts dieser Vielzahl an Angeboten ist es nicht einfach, den besten Gaspreis zu finden. Für Abhilfe sorgt ein Erdgasvergleich.

So funktioniert ein Erdgasvergleich

Ein Erdgasvergleich ist sehr einfach zu bedienen und weitestgehend selbsterklärend. Zudem kommt dieser mit sehr wenigen Angaben aus. Er bietet am Ende auch die Möglichkeit, den Wechsel des Gasversorgers vorzunehmen. Zunächst ist die Eingabe von Postleitzahl sowie des durchschnittlichen Jahresverbrauchs (kWh) erforderlich. Sollte der Jahresverbrauch nicht bekannt sein, so lässt sich dieser auch der letzten Heizkostenabrechnung entnehmen. Mit nur einem Klick werden nun alle Anbieter und Gastarife angezeigt, die am Wohnort verfügbar sind. Transparent werden Kosten, Energiequellen und Vertragskonditionen dargestellt.

Ein Erdgasvergleich mit Taschenrechner und Stift lohnt sich immer

Filterfunktionen grenzen die Auswahl ein

Darüber hinaus wird auf den ersten Blick ersichtlich, wie hoch die jeweilige Ersparnis gegenüber dem Grundversorger ausfällt. Der Erdgasvergleich verfügt über zahlreiche Filterfunktionen. Mit denen lässt sich die Suche etwa ausschließlich auf Ökotarife oder Angebote mit Preisgarantie einschränken. Auf diese Weise findet jeder seinen ganz individuellen Gastarif. Der Erdgasvergleich ist dabei kostenlos sowie unverbindlich und lässt sich in wenigen Schritten online durchführen. Insgesamt winken mit einem Erdgasvergleich Ersparnisse von mehreren Hundert Euro im Jahr.

Über einen Erdgasvergleich zum günstigen Anbieter wechseln

Ist mit einem Erdgasvergleich ein passender Tarif identifiziert, besteht die Möglichkeit, sogleich den Wechsel zu beantragen. Neben dem Online-Abschluss ist es ferner möglich, die Unterlagen auszudrucken und unterschrieben wieder an das Vergleichsportal zu senden. Im Anschluss an die Prüfung wird der Antrag an den neuen Anbieter weitergeleitet. Dieser sendet wiederum eine Auftragsbestätigung zurück. Der neue Gasversorger kümmert sich nunmehr um alle Formalitäten und kündigt den bisherigen Vertrag im Namen des Kunden. Wurde die Kündigung bestätigt und die Ummeldung vorgenommen, so erhält der Kunde seitens des neuen Anbieters eine Mitteilung über den Lieferbeginn. Zu keiner Zeit muss der Kunde die Unterbrechung der Gasversorgung befürchten, zumal diese gesetzlich gesichert ist.

Welche Aspekte gibt es bei einem Erdgasvergleich zu beachten?

Mit einem Erdgasvergleich lässt sich der Gastarif durch bestimmte Filter individuell auf die eigenen Bedürfnisse ausrichten. Folgende Filter sind in der Regel verfügbar: Preisgarantie. Gilt eine Preisgarantie vereinbart, so verzichtet der Anbieter auf eine Preiserhöhung. Idealerweise erstreckt sich die Preisgarantie über die gesamte Laufzeit. Hiervon ausgenommen die Preisbestandteile wie Steuern und Abgaben.

Gutschrift beim Neukunden-Bonus wird erst am Ende des Jahres ausbezahlt

In vielen Fällen profitieren Kunden bei einem Wechsel von einem Neukunden-Bonus. Die Gutschrift erfolgt meist am Ende der Laufzeit. Daneben gibt es noch Pakettarife. Solche Tarife lohnen ausschließlich für Kunden, die ihren Verbrauch gut kennen. Denn die Pakete umfassen einen bestimmten Verbrauch, der auf jeden Fall bezahlt werden muss. Wird mehr Gas konsumiert, rechnet der Gasanbieter mitunter zu überdurchschnittlich hohen Preisen ab.

Zu den weiteren Filtern in einem Erdgasvergleich gehören die Vertragslaufzeit. Diese beläuft sich zumeist auf 6 bis 24 Monate. Je kürzer diese ausfällt, desto schneller können Verbraucher den Gasanbieter wechseln. Auch die Kündigungsfrist ist in vielen Fällen definierbar. Diese beträgt in der Regel zwischen 4 und 6 Wochen. Länger sollte diese nicht ausfallen. Sofern die Kündigung nicht innerhalb dieser Zeit erfolgt, verlängert sich der Vertrag meistens um weitere 12 Monate.

Tarife mit Vorauskasse sind nicht zu empfehlen

Viele Vergleichsportale bieten auch die Möglichkeit der Vorauskasse. Hierbei bezahlen Kunden den gesamten Jahresbeitrag im Voraus. Im Gegenzug versprechen die Anbieter einen niedrigeren Preis. Tarife mit Vorauskasse sind allerdings nicht zu empfehlen, denn bei einer Insolvenz des Gasversorgers das Geld oft verloren geht. Daneben gibt es noch der Filter für Öko-/ Biogastarife.  Wird bei einem Erdgasvergleich diese Einstellung vorgenommen, werden ausschließlich Gastarife angezeigt, welche mit Biogas arbeiten oder CO2-neutral sind.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Wer seine Ausgaben für Gas reduzieren möchte, kommt an einem Erdgasvergleich nicht vorbei. Dieser zeigt schnell die Anbieter mit den günstigsten Konditionen an und macht einen Wechsel sehr einfach. Über die Filtereinstellungen lässt sich zudem das Angebot auf die eigenen Bedürfnisse ausrichten. Es winken ferner Ersparnisse von mehreren Hundert Euro.

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