Durchlauferhitzer für Gas erwärmt Trinkwasser

Ein Durchlauferhitzer für Gas erwärmt Trinkwasser zum Duschen, Spülen oder Waschen immer dann, wenn es nötig ist. Die Geräte sind dabei nicht nur platzsparend, sondern auch aus hygienischer Sicht günstig. Warum das so ist, wie ein Durchlauferhitzer für Gas funktioniert und was er kostet, erklären wir in den folgenden Abschnitten. Darüber hinaus zeigen wir, wie die Technik im Vergleich zu elektrisch betriebenen Geräten abschneidet.

Funktion der Durchlauferhitzer für Gas

Wie eine Gasheizung, nutzt auch ein Gasdurchlauferhitzer die Wärme einer Verbrennung, um Trinkwasser bedarfsgerecht zu erwärmen. Er arbeitet dabei mit Erdgas, Biogas oder Flüssiggas und kommt ohne einen Brauchwasserspeicher aus. Die im Betrieb entstehenden Abgase strömen über einen Kamin nach außen.

Wasserhahn wird über Durchlauferhitzer für Gas mit warmem Trinkwasser versorgt

Dauerflamme oder Piezo-Zündung

Bei der Art der Durchlauferhitzer für Gas unterscheidet man Geräte mit ständig brennender Flamme oder Piezo-Zündung. Da Gasdurchlauferhitzer mit dauerhaft brennender Flamme im Vergleich aber einen höheren Energieverbrauch haben, arbeiten moderne Geräte mit Piezo-Zündung. Wie bei einem elektrischen Feuerzeug entzünden diese die Flamme durch einen Funken nur bei Bedarf.

Die richtige Leistung der Gasdurchlauferhitzer

Neben der Art der Zündung unterscheiden sich die Warmwasserbereiter auch durch ihre Leistung. Typisch sind dabei Werte von sieben bis 30 Kilowatt. Da Geräte mit kleinerer Leistung in der gleichen Zeit meist weniger Wasser erwärmen, eignen sie sich vor allem für die Versorgung einzelner Waschtische oder Spülen. Sollen die Gasdurchlauferhitzer auch Badewannen, Duschen oder mehrere Geräte gleichzeitig mit Warmwasser versorgen, ist eine höhere Leistung nötig.

Zentrale oder dezentrale Warmwasserbereitung

Durchlauferhitzer für Gas lassen sich zur zentralen oder dezentralen Warmwasserbereitung einsetzen.

Zentrale Warmwasserbereitung mit der Heizung

Bei der zentralen Warmwasserbereitung versorgt ein Heizgerät alle Entnahmestellen im Haus mit warmem Trinkwasser. Dieses fließt dabei vom Gasdurchlauferhitzer über ein Rohrsystem zu Waschbecken, Duschen oder Badewannen. Vor allem dann, wenn mehrere Personen gleichzeitig Wasser zapfen, ist es dabei möglich, dass weniger Wasser fließt oder die Temperatur sinkt. In der Regel erfolgt die zentrale Warmwasserbereitung über die Heizung.

Warmwasser dezentral erwärmen mit Durchlauferhitzer für Gas oder Strom

Eine typische Anwendung für Gasdurchlauferhitzer ist die dezentrale Warmwasserbereitung. Hier versorgen die Geräte einzelne Armaturen oder Armaturengruppen bedarfsgerecht mit warmem Trinkwasser. Sie werden in der Nähe der Entnahmestellen installiert und kommen so ohne lange Anbindeleitungen aus. Das sorgt für einen einfacheren Einbau, geringere Wärmeverluste und hygienisch einwandfreie Bedingungen. Denn je kürzer die Verteilleitungen sind, desto weniger Wasser kann stagnieren. Das verhindert die Ausbreitung gesundheitsgefährdender Keime und Bakterien.

Durchlauferhitzer für Gas und Strom im Vergleich

Wollen Hausbesitzer einen Durchlauferhitzer installieren, gibt es neben den mit Gas betriebenen auch elektrisch arbeitende Geräte. Diese sind meist kleiner und einfacher zu montieren. So benötigen sie kein Abgassystem und können mit geringer Leistung auch an eine Steckdose angeschlossen werden.

Durchlauferhitzer für Gas sind dagegen größer und von einem Installateur anzubringen. Außerdem benötigen sie einen Gas- und einen Abgasanschluss. Geht es um die Kosten im Betrieb, schneiden Gasdurchlauferhitzer aber deutlich besser ab. Denn Strom kostet mit rund 27 Cent je Kilowattstunde vier bis fünf Mal mehr als Gas, das es aus der Leitung bereits für rund sechs Cent gibt.

Wann lohnt sich welche Technik?

Ist ein Gasanschluss oder ein Flüssiggastank vorhanden, lohnt sich ein Durchlauferhitzer für Gas immer dann, wenn er häufig benutzt wird. Denn hier gleichen die geringen Betriebskosten den höheren Installationsaufwand aus.

Soll das Gerät zur Warmwasserbereitung eher selten genutzt werden, lohnt sich dagegen ein Stromdurchlauferhitzer. Dieser kommt ohne Gas- und Abgasanschluss aus und ist einfach zu installieren.

Übrigens: Geht es um den mobilen Einsatz, wie zum Beispiel in Campern oder Wohnwagen, kommen eher Durchlauferhitzer für Gas zum Einsatz. Der Grund dafür ist, dass sich das nötige Flüssiggas einfacher und günstiger speichern lässt, als Strom.

Kosten der Durchlauferhitzer für Gas

Die Kosten für einen Gasdurchlauferhitzer variieren in Abhängigkeit der Geräteleistung zwischen 200 und 500 Euro. Hinzu kommen Ausgaben für die Installation der Gas-, Abgas- und Wasserverteilleitungen. Da diese je nach Situation vor Ort stark schwanken können, ist eine allgemeingültige Angabe hier nicht möglich. Auskunft gibt aber ein Fachhandwerker vor Ort.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Der Durchlauferhitzer für Gas erwärmt Trinkwasser immer dann, wenn es benötigt wird. Er befindet sich meist in der Nähe der Entnahmestellen und benötigt einen Gas- und Abgasanschluss. Gasdurchlauferhitzer arbeiten günstiger als mit Strom betriebene Geräte und lohnen sich vor allen dann, wenn sie regelmäßig genutzt werden sollen.

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